#SOSAfricanHeritage

UNESCO-Welterbe Vallée de Mai: Resilienz durch Wissen und Technik

An der Welterbestätte Vallée de Mai auf den Seychellen investiert die Seychelles Islands Foundation die #SOSAfricanHeritage-Projektmittel in technisches Equipment und Schulungen ihrer Mitarbeiter, um ein Mindestmaß an Schutzmaßnahmen aufrecht erhalten zu können und die wertvolle Coco de Mer-Palme zu schützen. 

Das Sonderprogramm

Ziel des Sonderprogramms #SOSAfricanHeritage der Deutschen UNESCO-Kommission ist es, an 22 Welterbestätten und Biosphärenreservaten in Ländern Afrikas zum Erhalt selbstständiger und dauerhaft tragfähiger Organisationsstrukturen beizutragen sowie Räume zu sichern, die der Bildung für Weltoffenheit und Nachhaltigkeit sowie der kulturellen Vielfalt gewidmet sind. 

Alle 22 Förderprojekte

Das auf der Granitinsel Praslin gelegene Vallée de Mai ist ein 19,5 ha großes Gebiet, das seit prähistorischen Zeiten weitgehend unverändert geblieben ist. Die Landschaft wird von der weltweit größten Population der endemischen Coco de Mer Palme dominiert, die von globaler Bedeutung ist. Sie gilt als Träger des größten Samens im Pflanzenreich. Der Wald ist auch Heimat von fünf weiteren endemischen Palmen sowie vieler Tierarten, die nur in einer bestimmten, räumlich abgegrenzten Umgebung vorkommen. 

Einschränkungen durch Pandemie 

Vor Ausbruch der Pandemie galt das Vallée de Mai als meistbesuchtes Naturwunder der Seychellen. Derzeit erlebt die Welterbestätte einen Besucherrückgang von 97 Prozent. Gleichzeitig steigt die Wilderei auf ihre wertvollste natürliche Ressource, die Samen der Coco de Mer Palme. Während der direkte Einnahmerückgang auf 2,05 Millionen Dollar geschätzt wird, ist der ökologische Verlust durch die Wilderei der Samen nicht bezifferbar. Die Seychelles Islands Foundation, die den Auftrag hat das Welterbe zu erhalten, empfängt kein Budget von der Regierung, sondern finanziert sich selbst. Ihre Forschungs- und Überwachungstätigkeiten hängen vollständig von den Tourismuseinnahmen ab. Gegenwärtig mussten die Aktivitäten entsprechend stark beschnitten werden. Diese Situation und die zunehmende Wilderei der auf der Roten Liste der IUCN stehenden Coco de Mer Palme bedrohen die Welterbestätte akut.

Abhilfe durch neue Technologie und Gesundheitsschutz 

Das Ziel des geförderten Projekts ist es, die Resilienz des Vallée de Mai und der umliegenden Gemeinden gegenüber der Covid-19-Krise zu stärken. Das Personal wird besser ausgerüstet, um Wilderei und andere Straftaten zu verhindern. Um effektiv arbeiten zu können, werden die Mitarbeitenden und andere relevante Akteure darin geschult, die ihnen zur Verfügung stehenden neuen Technologien in vollem Umfang nutzen zu können. Darüber hinaus sollen Aktivitäten auf kommunaler und nationaler Ebene sowie vermehrte Kommunikationmaßnahmen das Bewusstsein für die Bedeutung des Welterbes stärken. 

Das Konsortium

Mit dem Sonderporgramm beteiligt sich die Deutsche UNESCO-Kommission am Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2020, der auf Initiative des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts im Sommer 2020 eingerichtet wurde, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland schnell in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Website des Hilfsfonds

Das Förderprojekt

  • Geförderte Stätte: Vallée de Mai
  • Land: Seychellen
  • Art der Stätte: UNESCO-Welterbe (Naturerbe)
  • Auszeichnungsjahr: 1983

 

Website des UNESCO-Welterbezentrums

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