#SOSAfricanHeritage

UNESCO-Welterbe Mont Nimba: Kartierung für den Tierschutz

Im guineischen UNESCO-Welterbe Mont Nimba setzt das Reservatsbüro die #SOSAfricanHeritage-Mittel der Deutschen UNESCO-Kommission für Anti-Wilderer-Patrouillen, Georeferenzierung und Kartierung von Lebensräumen von Menschenaffen ein.

Das Sonderprogramm

Ziel des Sonderprogramms #SOSAfricanHeritage der Deutschen UNESCO-Kommission ist es, an 22 Welterbestätten und Biosphärenreservaten in Ländern Afrikas zum Erhalt selbstständiger und dauerhaft tragfähiger Organisationsstrukturen beizutragen sowie Räume zu sichern, die der Bildung für Weltoffenheit und Nachhaltigkeit sowie der kulturellen Vielfalt gewidmet sind. 

Alle 22 Förderprojekte

Als wahrer „Wasserturm“ mit etwa fünfzig Quellen zwischen der Côte d'Ivoire und Guinea wird das Naturschutzgebiet „Mont Nimba“ von einer Bergkette dominiert, die in 1.752 Meter Höhe am Berg Nimba ihren Höhepunkt erreicht. Die Hänge, die auf den unteren Ebenen mit dichtem Wald und grasbewachsenen Bergweiden bedeckt sind, sind von einer besonders reichen endemischen Flora und Fauna überflutet. Das Gebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 17.540 Hektar, davon 12.540 in Guinea und 5.000 in der Elfenbeinküste. Es ist das Gemeingut beider Staaten. 

Das UNESCO-Welterbe, welches auch als UNESCO-Biosphärenreservat gelistet ist, beherbergt ursprüngliche und vielfältige Arten von Tier- und Pflanzenpopulatione des gesamten afrikanischen Kontinents. Insbesondere bedrohte Arten wie die Mikropotamogale des Berges Nimba, die lebendgebärende Kröte des Berges Nimba und Schimpansen, die Steine als Werkzeuge benutzen, sind hier beheimatet.

Einschränkungen durch Pandemie 

Seit Aufkommen des neuartigen Coronavirus wurden keine Fälle am Mont Nimba in der Präfektur Lola und in der Waldregion gemeldet (Stand August 2020). Die Verwaltung des Reservats konnte bislang aufrechterhalten werden. Auch die Überwachungspatrouillen sowie die Unterstützung der Anrainergemeinden durch das Gef-Mano-Projekt werden fortgesetzt. Jedoch ist das Massiv seit Jahrzehnten durch den erhöhten Druck der angrenzenden Bevölkerung und den zunehmenden demographischen Wachstum bedroht. Obwohl die natürlichen Wälder, die die Hänge des Nimba-Massivs bedecken, keinen großen Schaden erlitten haben, ist die Fauna sehr stark von Wilderei betroffen. Das Welterbe steht daher seit 1992 auf der UNESCO-Liste des gefährdeten Welterbes. 

Abhilfe durch Daten und Bewusstseinsbildung

Durch das von der Deutschen UNESCO-Kommission geförderte Projekt sollen die allgemeinen Erhaltungsmaßnahmen des Naturschutzgebietes gestärkt werden. Dazu gehören unter anderem monatliche Durchsuchungs- und Anti-Wilderer-Patrouillen. Auch die Identifizierung, Georeferenzierung und Kartierung von Gebieten, die von Menschenaffen frequentiert werden, sollen verstärkt werden, um deren Überwachung zu erleichtern. Darüber hinaus sollen die Daten in Karten aufgearbeitet werden. In den angrenzenden Dörfern, die besonders von Waldbrand gefährdet sind, organisiert das Reservatsbüro Informationskampagnen. 

Das Konsortium

Mit dem Sonderporgramm beteiligt sich die Deutsche UNESCO-Kommission am Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2020, der auf Initiative des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts im Sommer 2020 eingerichtet wurde, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland schnell in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Website des Hilfsfonds

Das Förderprojekt

  • Geförderte Stätte: Mont Nimba
  • Land: Guinea, Côte d’Ivoire
  • Art der Stätte: UNESCO-Biosphärenreservat und UNESCO-Welterbe (Naturerbe)
  • Auszeichnungsjahr UNESCO-Biosphärenreservat: 1980
  • Auszeichnungsjahr UNESCO-Welterbe: 1982

 

Website des UNESCO Man and Biosphere Programms

Website des UNESCO-Welterbezentrums

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