#SOSAfricanHeritage

UNESCO-Biosphärenreservat Lubombo: Ein Raum für Dialog und Naturschutz

Mit Fördergeldern der Deutschen UNESCO-Kommission schafft die Nationalkommission Eswatinis einen neuen Anbau an das Verwaltungsbüro des Biosphärenreservats Lubombo. Das neue Gebäude dient dazu, die lokale Bevölkerung für Hygienemaßnahmen und Naturschutzaktivitäten zu sensibilisieren und sicherzustellen, dass die Gemeindemitglieder die natürlichen Ressourcen weiterhin nachhaltig nutzen.

Das Sonderprogramm

Ziel des Sonderprogramms #SOSAfricanHeritage der Deutschen UNESCO-Kommission ist es, an 22 Welterbestätten und Biosphärenreservaten in Ländern Afrikas zum Erhalt selbstständiger und dauerhaft tragfähiger Organisationsstrukturen beizutragen sowie Räume zu sichern, die der Bildung für Weltoffenheit und Nachhaltigkeit sowie der kulturellen Vielfalt gewidmet sind. 

Alle 22 Förderprojekte

Lubombo ist das erste Biosphärenreservat im Königreich Eswatini. Das Land ist ein Binnenstaat, der im Norden, Westen und Süden an Südafrika und im Osten an Mosambik grenzt. Die Region Lubombo ist die größte der vier Verwaltungsregionen von Eswatini, sie macht 34,24 Prozent der Landesfläche aus. Die Region hat die zweitkleinste Bevölkerung des Landes. Sie verfügt über eine hohe Artenvielfalt, darunter eine Reihe wichtiger Populationen weltweit bedrohter Arten, wie das Spitzmaulnashorn. Die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region konzentrieren sich hauptsächlich auf den Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrohr, wobei alle Zuckerfabriken des Landes im Lowveld-Teil des Lubombo angesiedelt sind und dies der Hauptbeitrag zum BIP des Landes ist.

Einschränkungen durch Pandemie 

Die Pandemie hat die ohnehin schon hohe Arbeitslosigkeit in Lubombo verschärft. Die ländlichen Gemeinden der Region Lubombo sind daher verzweifelt, da Hunger und Kriminalität zunehmen. Die Auswirkungen auf die angrenzenden Naturschutzgebiete sind die Vergrößerung der für den Anbau von Marihuana vorgesehenen Flächen, willkürliche Abholzung empfindlicher Flussvegetation und Wilderei von gefährdeten Tierarten, wie zum Beispiel den geschützten Rotducker. 

Abhilfe durch Dialog, Zäune und Information 

Ziel des von der Deutschen UNESCO-Kommission geförderten Projektes ist es daher einen Raum sowohl für den Schutz der Biosphäre als auch für die Beteiligung der lokalen Gemeinschaft zu schaffen. Dieser wird durch einen Anbau an das Verwaltungsbüro des Biosphärenreservats geschaffen. In diesen Räumen sollen auch Informationsveranstaltungen stattfinden, um die lokale Bevölkerung für Hygienemaßnahmen und Naturschutzaktivitäten zu sensibilisieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Gemeindemitglieder die natürlichen Ressourcen weiterhin nachhaltig nutzen und gleichzeitig vor der Pandemie geschützt sind. 

Durch Zäune soll das Biosphärenreservat besser vor Wilderei und zunehmendem Marihuana-Anbau geschützt und Weideflächen klar abgrenzt werden. Hierdurch werden unter anderem auch Jobs für die lokale Bevölkerung geschaffen. 

Das Konsortium

Mit dem Sonderporgramm beteiligt sich die Deutsche UNESCO-Kommission am Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2020, der auf Initiative des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts im Sommer 2020 eingerichtet wurde, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland schnell in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Website des Hilfsfonds

Das Förderprojekt

  • Geförderte Stätte: Lubombo
  • Land: Eswatini
  • Art der Stätte: UNESCO-Biosphärenreservat
  • Auszeichnungsjahr: 2019

 

Website des UNESCO MAB-Programms   

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