#SOSAfricanHeritage

UNESCO-Welterbe Kilimandjaro: Baumschulen für die biologische Vielfalt

Der Nationalpark Kilimandscharo nutzt die Mittel des Programms #SOSAfricanHeritage für die Entfernung invasiver Arten aus dem unteren Bergwald des Kilimandscharo Nationalparks, um die biologische Vielfalt zu schützen.

Das Sonderprogramm

Ziel des Sonderprogramms #SOSAfricanHeritage der Deutschen UNESCO-Kommission ist es, an 22 Welterbestätten und Biosphärenreservaten in Ländern Afrikas zum Erhalt selbstständiger und dauerhaft tragfähiger Organisationsstrukturen beizutragen sowie Räume zu sichern, die der Bildung für Weltoffenheit und Nachhaltigkeit sowie der kulturellen Vielfalt gewidmet sind. 

Alle 22 Förderprojekte

Mit 5.895 m ist der Kilimandscharo der höchste Punkt Afrikas. Der Berg hat fünf Hauptvegetationszonen: Untere Hänge, Bergwald, Heide- und Moorland, alpine Wüste und Gipfel. Der gesamte Berg einschließlich des montanen Waldgürtels ist sehr artenreich, vor allem an Säugetieren, von denen viele vom Aussterben bedroht sind. Aufgrund dieser Besonderheiten, vor allem aber wegen seiner Höhe, seiner physischen Form und der Schneekappe, gilt der Kilimandscharo als ein herausragendes Beispiel eines Naturphänomens der Superlative. Der Kilimandscharo-Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von etwa 75.575 ha und schützt die größte freistehende Vulkanmasse der Welt.

Einschränkungen durch die Pandemie 

Die aktuelle Pandemie stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Erhaltung von Naturschutzgebieten in Tansania dar. Laut Tourismusstatistik ist die Zahl der Touristenbesuche seit dem Ausbruch der Pandemie um 98,5 Prozent im Vergleich zu den Prognosen zurückgegangen. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind die einzige Finanzierungsquelle des Naturschutzes in allen Nationalparks des Landes. Die Auswirkungen auf den täglichen Parkbetrieb sind entsprechend drastisch. Um die Ausnahmen zu minimieren wurde ein Großteil des Parkbetriebs reduziert. Betroffen sind auch Pläne den unteren Bergwald von invasiven Arten zu befreien. Die Ausbreitung von exotischen Baumarten ist massiv, wodurch die biologische Vielfalt und das Waldökosystem beeinträchtigt wird. 

Abhilfe durch Datensammlung und Patrouillen 

Das Hauptziel des von der Deutschen UNESCO-Kommission geförderten Projekts ist es, die ursprünglichen Pläne zur Befreiung des Bergwalds von invasiven Arten durchzuführen. Durch die Wiederherstellung der degradierten Gebiete soll das Ökosystem des unteren Bergwaldes verbessert werden. Damit sich der einheimische Wald schneller erholt wird das Nationalparkamt invasive Arten stärker kontrollieren, zwei Baumschulen für einheimische Baumarten einrichten und einheimische Bäume pflanzen. Setzlinge und Samen werden aus der Wildnis gesammelt und gezielt in die betroffenen Gebiete verpflanzt. Die Ergebnisse sollen in einen Vegetationsbericht einfließen, von dem auch andere Naturschutzgebiete lernen können. 

Das Konsortium

Mit dem Sonderporgramm beteiligt sich die Deutsche UNESCO-Kommission am Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2020, der auf Initiative des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts im Sommer 2020 eingerichtet wurde, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland schnell in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Website des Hilfsfonds

Das Förderprojekt

  • Geförderte Stätte: Kilimandscharo
  • Land: Tansania
  • Art der Stätte: UNESCO-Welterbe (Naturerbe)
  • Auszeichnungsjahr: 1987 

 

Website des UNESCO-Welterbezentrums

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