#SOSAfricanHeritage

UNESCO-Welterbe Mosambikinsel: Management und Monitoring mit Social Media

Für ein gutes Welterbemanagement auch in Zeiten von „physical distancing“ schulte das Mozambique Island Conservation Office im Rahmen des #SOSAfricanHeritage-Projekts die lokale Bevölkerung in der Nutzung digitaler Plattformen und sozialer Medien. Dadurch konnten sie ein digitales Kommunikationsnetzwerk für den Erhalt des Welterbes aufbauen.

Das Sonderprogramm

Ziel des Sonderprogramms #SOSAfricanHeritage der Deutschen UNESCO-Kommission ist es, UNESCO-Welterbestätten und Biosphärenreservate in Ländern Afrikas bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu unterstützen. Dadurch trägt #SOSAfricanHeritage zum Erhalt selbstständiger und dauerhaft tragfähiger Organisationsstrukturen bei und sichert Räume, die der Bildung für Weltoffenheit und Nachhaltigkeit sowie der kulturellen Vielfalt gewidmet sind.

Alle 22 Förderprojekte

Die Mosambikinsel ist ein Kalksteinkorallenriff, das vier Kilometer von der Festlandküste der Republik Mosambik liegt. Gemeinsam mit den beiden unbewohnten Inseln Goa und Sena bildet sie einen Archipel.

Auf ihr befindet sich die Festungsstadt Mosambik, ein ehemaliger portugiesischer Handelsposten auf dem Weg nach Indien. Ihre bemerkenswerte architektonische Einheit verdankt die Stadt der seit dem 16. Jahrhundert konsequenten Verwendung derselben Bautechniken, Baumaterialien (Stein oder Makuti) und dekorativen Prinzipien.

Einschränkungen durch Pandemie

Das tägliche Monitoring des Erhaltungszustands gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wird durch die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt, da Feldarbeit nicht möglich ist.

Auch Weiterbildungen können aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht stattfinden. Zudem ist es schwierig, die Gemeinschaften zusammenzubringen, um die Herausforderungen des Welterbemanagements zu diskutieren. All dies erschwert nicht nur den Schutz der Mosambikinsel, sondern verhindert zunehmend die aktive Einbindung der lokalen Bevölkerung.

Abhilfe durch neues Kommunikationsnetzwerk

Mithilfe der #SOSAfricanHeritage-Fördermittel organisierte das Mozambique Island Conservation Office eine fundierte Schulung für verschiedene Welterbe-Akteure sowie Mitglieder der lokalen Gemeinschaft in der Nutzung digitaler Plattformen und sozialer Netzwerke.

Durch Vorträge, Feldbesuche und praktische Übungen lernten die Teilnehmenden, Bildungsinhalte über den Schutz und die Erhaltung des kulturellen Erbes zu produzieren, systematisieren und zu verbreiten. Dadurch entstand ein lokales Kommunikationsnetz für den Erhalt des Welterbes zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Inseln und anderen Welterbe-Akteuren in Mosambik. Dieses erleichtert das langfristige Monitoring der Welterbestätte sowie die künftige Information und Partizipation der Bevölkerung.

Das Projekt traf auf sehr positive Resonanz aus der Bevölkerung. Daher wird das Mosambique Island Conservation Office auch im Jahr 2021 mit dem neu erarbeiteten Aktionsplan fortfahren, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Das Konsortium

Mit dem Sonderporgramm beteiligt sich die Deutsche UNESCO-Kommission am Konsortium des Internationalen Hilfsfonds 2020, der auf Initiative des Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts im Sommer 2020 eingerichtet wurde, um Organisationen aus Kultur und Bildung im Ausland schnell in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Website des Hilfsfonds

Das Förderprojekt

  • Geförderte Stätte: Mosambikinsel
  • Land: Mosambik
  • Art der Stätte: UNESCO-Welterbe (Kulturerbe)
  • Auszeichnungsjahr: 1991

#SOSAfricanHeritage Ergebnispublikation

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