
2025
Empfehlung zur Ethik der Neurotechnologien: Die UNESCO hat auf ihrer 43. Generalkonferenz vom 30. Oktober bis 13. November in Samarkand, Usbekistan eine Ethik-Empfehlung zu Neurotechnologien Externer Link:verabschiedet – im breiten Konsens aller abstimmenden Mitgliedsstaaten. Erstmals liegt damit nach zweijährigen Verhandlungen ein internationaler Rahmen für den Umgang mit Anwendungen und Geräten vor, die neuronale Daten erfassen, verarbeiten und beeinflussen. Deutschland hat die Verhandlungen maßgeblich mitgestaltet, sich für eine starke Verankerung von Menschenrechten im neuen Völkerrechtstext eingesetzt und zugleich die großen Chancen dieser Technologien hervorgehoben. Die UNESCO-Empfehlung setzt auf forschungs- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und verknüpft sie mit klaren Leitplanken: verbindliche Zustimmungsregeln für individuelle Anwendungen sowie Schutzpflichten insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Neuer Generaldirektor Khaled El-Enany gewählt: Im Oktober schlug der Exekutivrat Khaled El-Enany als neuen UNESCO-Generaldirektor vor. Auf der Generalkonferenz in Samarkand, Usbekistan, wurde er am 6. November abschließend gewählt. Die Versammlung aller 194 Mitgliedstaaten ist das höchste Entscheidungsgremium der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Khaled Ahmed El-Enany Ali Ezz (geb. 1971 in Gizeh, Ägypten) ist ein international profilierter Ägyptologe, Kulturmanager und Politiker, der wissenschaftlich als Professor an der Helwan-Universität in Kairo beheimatet ist. Seine Vision für das Amt als UNESCO-Generaldirektor hat er unter dem Motto „UNESCO for the PeopleExterner Link:“ veröffentlicht. Er ist der erste Generaldirektor der UNESCO aus der arabischen Welt und tritt die Nachfolge von Audrey Azoulay an.
MONDIACULT: Die vierte UNESCO-Weltkonferenz für Kulturpolitik, MONDIACULT 2025, fand vom 29. September bis 1. Oktober 2025 in Barcelona, Spanien statt. Hauptziel der MONDIACULT 2025 war es, die Anerkennung von Kultur als eigenständiges Ziel in einer möglichen Nachfolge der UN-Agenda 2030 weiter vorantreiben. Die Mitgliedstaaten haben sich mit der Abschlusserklärung deutlich für ein Kulturziel stark gemacht. Auf der Konferenz wurde zudem der erste UNESCO-Weltkulturbericht vorgestellt, der alle kulturbezogenen Arbeitsbereiche der UNESCO umfasst. Begleitet wurde die Weltkonferenz erstmals von einem parallel stattfindendem Jugendforum: “Àgora CívicaExterner Link:”. Die nächste MONDIACULT wird 2029 in Saudi Arabien stattfinden.
Ankündigung erneuter Austritt der USA (und Nicaragua): Die Vereinigten Staaten waren ein zentraler Fürsprecher für die Gründung der UNESCO gewesen und über Jahrzehnte hinweg größter Beitragszahler. Zugleich sind US-Regierungen nun schon dreimal aus der UNESCO ausgetreten. 1984 waren die USA wegen der „New World Information and Communication Order“ ausgetreten und erst im Jahr 2002 wieder zurückgekehrt. Die Aufnahme Palästinas als Mitgliedstaat in die UNESCO führte 2011 zur Beendigung der US-Beitragszahlungen. 2018 folgte dann der zweite Austritt. Präsident Trump nannte als Gründe den wachsenden Schuldenstand, Reformbedarf und eine „anti-israelische Ausrichtung“. Nachdem Präsident Biden 2023 wieder eingetreten war, verkündete das Weiße Haus im Juli 2025 den erneuten Austritt. Die Trump-Regierung nannte als Gründe unter anderem den Einsatz der UNESCO für die Agenda 2030, eine "woke" Agenda und einmal mehr „anti-israelische Positionen“.
20 Jahre Welterbetag: Der UNESCO-Welterbetag wird seit 2005 auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland am ersten Sonntag im Juni begangen. 2025 stand er unter dem Motto „Vermitteln, verbinden, begeistern“. Seit zwei Jahrzehnten bietet der Tag Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der UNESCO-Welterbestätten in Deutschland zu werfen und ihre Arbeit kennenzulernen. Auf rund 350 Veranstaltungen wie Sonderführungen, Ausstellungen, Konzerten und Mitmachaktionen feierten in allen Bundesländern zehntausende Besucherinnen und Besucher an Deutschlands Welterbestätten. Die Eröffnungsfeier fand in Hildesheim statt. Anlässlich des Welterbetags wird der Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet ausgerichtet.
EMAS-Zertifizierung: Die Deutsche UNESCO-Kommission und kultuweit wurden erfolgreich EMAS-zertifiziert. Mit dem Umweltmanagementsystem nach EMAS verpflichten wir uns zur stetigen Verbesserung unserer Umweltleistung. Dazu gehören jährliche Nachhaltigkeitsziele für die Organisation, ein umfangreiches Monitoring unserer Umweltauswirkungen und die Prüfung durch einen externen Gutachter. Besonders im Fokus stehen bei uns der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, die Reduktion von Treibhausgasen sowie partizipative Veränderungsprozesse, um die Nachhaltigkeitsziele in allen Bereichen unserer Arbeit zu fördern.








