UNESCO-Projektschule Graf-Adolf-Gymnasium der Stadt Tecklenburg

Internationale Verständigung leben

Das Graf-Adolf-Gymnasium der Stadt Tecklenburg wurde 1923 gegründet, unterrichtet derzeit fast 780 Schülerinnen und Schüler und engagiert sich aktiv im weltweit agierenden Schulnetzwerk der UNESCO. Der Namenspatron der Schule war Anfang des 17. Jahrhundert für die Einrichtung des Kirchen- und Schulwesens in Tecklenburg zuständig. In der Schule werden internationale Verständigung und Interkulturelles Lernen gelebt. Themen wie Menschrechte, Toleranz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden nicht nur im Unterricht behandelt, sondern ebenso in Projektarbeiten und Kooperationen mit Partnerschulen.

Illustration UNESCO-Projektschulen

Fakten

Seit dem Jahr 2006 ist das Graf-Adolf-Gymnasium (GAG) Mitglied des internationalen Netzwerks der UNESCO-Schulen. Es unterstützt die Ziele der UNESCO in all seinen schulischen und außerschulischen Bereichen. Nicht nur als UNESCO-Projektschule, sondern auch als „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ nimmt das Gymnasium seine Verpflichtung, jeder Form von Diskriminierung und Verstößen gegen ein friedliches, menschenwürdiges Miteinander solidarisch entgegenzutreten, wahr.

Der UNESCO-Gedanke am Graf-Adolf-Gymnasium

Optisch wird der Einfluss der UNESCO am GAG sofort sichtbar: Vor dem Schuleingang werden Schüler mit der Skulptur „Der Weltenwandler“ begrüßt: Von Oberstufenschülern aufgestellt, soll er als Aufforderung dienen, kontinuierlich die gesellschaftlichen Zustände in der Welt zu reflektieren. Eine selbsterstellte internationale Karte, die die Vielfalt der Schulgemeinschaft zeigt, sowie eine Übersicht über die Säulen der UNESCO und über aktuellen UNESCO-Aktivitäten in den Klassenräumen, sind weitere Eyecatcher, die die UNESCO-Arbeit des GAGs zeigen.  

Doch auch in den Inhalten des Unterrichts und in der Schulgemeinschaft finden sich die Werte der UNESCO wieder. Beispielsweise werden demokratische Prinzipien durch die Arbeit der Schülervertretung aktiv umgesetzt. Projekte im Unterricht und darüber hinaus zeigen das aktive und zukunftsorientierte Engagement für den Umweltschutz und die Bedeutung der Menschenrechte. Die UNESCO-AG lässt durch ihre Aktionen den UNESCO-Gedanken erfahrbar werden und betreibt unter anderem das UNESCafé.

 

Kontinuierlich die gesellschaftlichen Zustände in der Welt reflektieren

Leitgedanke der Schule

Menschen- und Kinderrechte

Das Engagement für die die Bewahrung der Menschen- und Kinderrechte zeigt das Graf-Adolf-Gymnasium unter anderem durch zahlreiche Musikprojekte und Konzerte. Beispiele dafür sind das Komponieren und die Präsentation des schuleigenen UNESCO-Songs oder die Organisation und Teilnahme an der Aktion „Hand drauf - Wir zeigen Haltung“. Diese Charity-Aktion fand am 12. Mai 2017 statt und brachte 2300 Kinder und Jugendliche aller Schulen und Kindergärten aus Tecklenburg auf die Bühne der Freilichtspiele, um durch die hohe Medienpräsenz der Veranstaltung auf Menschen- und Kinderrechte aufmerksam zu machen. Dabei wurde auch das schuleigene UNESCO-Lied des Graf-Adolf-Gymnasiums präsentiert. Ergänzt wurde das Konzert von einer Kunstausstellung zum Thema Menschenrechte.

Auch die Organisation der Veranstaltungsreihe „Weltenwandler zu Gast am GAG“ mit Lesungen von Lutz van Dijk, Percussion-Workshops und Vorträgen der Organisation Jugend Rettet e.V., die sich aktiv bei der Rettung von Menschen, die auf der Flucht aus afrikanischen Ländern im Mittelmeer in Seenot geraten, engagiert, zeigt das Engagement des GAGs bei der Aufklärung von Menschenrechten.

Bildung für nachhaltige Entwicklung und kulturelles Erbe

Durch ein nachhaltiges Plastiksammelprojekt und das Projekt „Grünes GAG“, das sich um das Anlegen eines Schulgartens kümmert, zeigt sich die Arbeit des GAGs zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“. Außerdem ermöglicht die Schule jährlich eine UNESCO-Fahrt nach Trier, auf der die Schüler zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbestätten erleben.

Interkulturelles Lernen

Die Schüler des GAGs werden nicht nur zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern, sondern auch als Integrationspaten und -patinnen im Rahmen der DaZ-Erstförderung, ausgebildet. Außerdem werden sie dazu animiert, bei internationalen Planspielen wie „Model United Nations“ (MUN) und "Model International Criminal Court" (MICC) oder an individuellen Schüleraustauschen teilzunehmen. Schulpartnerschaften und –austausche bestehen mit Schulen in Frankreich, den Niederlanden, Polen und Namibia.

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