UNESCO-Projektschule Max-Planck-Gymnasium

Gemeinsam für die Agenda 2030

Im Herzen der Hauptstadt lernen Jugendliche aus aller Welt an einer bunten Schule nicht nur für den Erwerb eines Abschlusses, sondern ebenso, um als interkulturell gebildete Menschen die Geschicke der Gesellschaft mitzugestalten. Dafür hat sich das Max-Planck-Gymnasium nach seiner Anerkennung ins Netzwerk der UNESCO-Projektschulen einen klaren Leitfaden gelegt: Die inhaltliche Ausrichtung und Verfolgung der Ziele, die von der internationalen Staatengemeinschaft in der globalen Nachhaltigkeits-Agenda 2030 niedergeschrieben sind. 

Illustration UNESCO-Projektschulen

Fakten

  • Aufnahmejahr: 2017
  • Status: Anerkannt
  • Bundesland: Berlin   
  • Schulform: Gymnasium   
  • Webseite: mpg-berlin.de  

Agenda 2030 umsetzen

Die internationale Staatengemeinschaft hat die Agenda 2030 nicht ohne Grund verabschiedet. Sie ist Ausdruck der tief verwurzelten Überzeugung, dass sich die Ziele – Frieden, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu schaffen – nur gemeinsam lösen lassen. Das Max-Planck-Gymnasium aus Berlin möchte sich daran beteiligen und hat daher die Grundgedanken der Agenda, die sich in den Sustainable Development Goals ausdrücken, fest im Schulprogramm verankert.

Schüler halten einen Vortrag im freien
Schülerpartizipation - wichtiger Bestandteil der Agenda 2030

Menschenrechts- und Demokratiebildung

Menschenrechtsbildung kann gar nicht früh genug starten. Denn nur wer sich seiner Rechte bewusst ist, kann auch für diese eintreten. Daher beginnt die Auseinandersetzung mit diesem Feld schon in den jüngeren Klassen. In Projektarbeit erschließen sie sich die Kinderrechte gemeinsam unter dem Motto „Schau hin“. Doch auch in höheren Jahrgangsstufen wird das Thema der Menschenrechte immer wieder aufgegriffen, so zum Beispiel im gemeinsamen Engagement gegen Rassismus, das in vielfältigen Aktionen seinen Ausdruck findet. Klar wird hierbei auch, dass die Gewährung von Rechten nicht vom Rechtsstaat getrennt gedacht werden kann, weil Rechtsstaatlichkeit gleichbedeutend mit Freiheit vor Willkür ist. Somit leiten sich hier direkte Zusammenhänge zur Relevanz der Demokratie ab, die als Garant für die Einhaltung der Menschenrechte identifiziert wird.

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt

Am Max-Planck-Gymnasium haben über dreiviertel der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund. Vielfalt gehört somit zur schulischen Realität und wird vor diesem Hintergrund ausdrücklich thematisiert. Der Begriff der Religiosität wird in diesem Kontext allgemein untersucht. Es werden u.a. Männer- und Frauenbilder hinterfragt sowie Überlegungen, was es heißt mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen aufzuwachsen. Weitere Module zu Toleranz und Vielfalt auf Basis der Menschenrechte flankieren und unterfüttern diese Analysen.

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung“

- Max Planck

UNESCO-Welterbebildung

„Weltbewusst leben – jetzt“, so lautete die thematische Ausrichtung des ersten UNESCO-Projekttag 2012 am Max-Planck-Gymnasium als die Schule noch nicht den „anerkannten“, sondern lediglich „interessierten“ Status im UNESCO-Netzwerk hatte. Seither findet eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema Welterbe statt, da dieses als ein Kommunikationsvehikel erkannt wurde, um „weltbewusstes Leben“ zu verstehen. Hierzu wird der Standortvorteil von Berlin vielfach genutzt und es finden Exkursionen zu den Welterbestätten in der unmittelbaren und weiteren Umgebung statt. Dabei wird auch thematisieret, welche Relevanz das Welterbe als identitätsstiftendes Monument hat und in welcher Hinsicht die verschiedenen Stätten zusammenhängen. Des Weiteren bildet dieses Verständnis eine Basis zur Global Citizenship Education.

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