UNESCO-Projektschule Marie-Curie-Gymnasium Dresden

Lernend erleben - erlebend lernen

Die Schulphilosophie des Marie-Curie-Gymnasium ist ganz im Sinne seiner Namensgeberin: Der Einklang von ethischem Handeln und fachlich fundierter Leistungsbereitschaft. Wie schon Marie Curie, sollen auch die Schülerinnen und Schüler lernen, ihr Wirken mit humanistischem Engagement zu verbinden. Der achtungsvolle Umgang miteinander stellt an der Schule eine Selbstverständlichkeit dar. 

Illustration UNESCO-Projektschulen

Fakten

  • Aufnahmejahr: 2003
  • Status: Anerkannt
  • Bundesland: Sachsen
  • Schulform: Gymnasium
  • Webseite: mcg-dresden.de

Für ein fundiertes Friedensverständnis

Nach fünfjähriger Mitarbeit im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen erreichte das Marie-Curie-Gymnasium (MCG) 2003 den Status der anerkannten UNESCO-Projektschule. Seither setzt sich die Schule insbesondere für interkulturelles Lernen, Zusammenleben in Vielfalt, Menschenrechtsbildung, Demokratieerziehung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. Das erklärte Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ein fundiertes Friedensverständnis zu entwickeln mit der Bereitschaft, persönlich Verantwortung zu übernehmen.

"Man kann nicht hoffen, die Welt zum besseren zu wenden, wenn sich der Einzelne nicht zum besseren wendet."

Marie Curie 

Interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt:

Das Austauschprojekt „Mit Toleranz nach Europa“ verbindet im Sinne eines prozessorientierten und ganzheitlichen Lernansatzes interkulturelles Handeln mit Toleranz- und Demokratiebildung. Insbesondere soll die Kreativität der Schülerinnen und Schüler gefördert und eine Zusammenarbeit mit den Lehrenden auf Augenhöhe angeregt werden. Kooperationspartner ist die Partnerschule Gimnazjum nr 1 in Józefów (Polen).

Die internationalen Partnerschaften mit der German International School in Silicon Valley (USA) und dem Lycée Charlemagne in Paris (Frankreich) tragen ebenfalls zum interkulturellen Selbstverständnis und zur Aufgeschlossenheit der Schülerinnen und Schüler gegenüber Neuem bei.

Menschenrechts- und Demokratiebildung

Zu Beginn des Jahres 2015 gab es erste Überlegungen seitens Schülerinnen und Schülern sowie Eltern und Lehrenden, wie in Dresden Schutzsuchende unterstützt werden könnten. Zugleich wollte die Schule einen Beitrag leisten, um der gesellschaftlichen Debatte zum Thema Flucht und Migration etwas Produktives beisteuern zu können. Schnell war klar, dass neben einem fundierten Wissen zu Fluchtursachen unmittelbare Begegnungen die beste Strategie sind, um Barrieren und Vorurteile in den Köpfen abzubauen und Unterstützung zu generieren.

Die Vorgehensweise des MCG war zweiteilig: Zunächst erfolgte eine Auseinandersetzung mit dem Thema Migration in Podiumsdiskussionen, die durch zusätzliche Fachvorträge vertieft wurde. Die „ABC-Tische“ des Umweltzentrums Dresden e.V., an denen Schutzsuchende die deutsche Sprache erlernen können, erwiesen sich anschließend als geeigneter Treffpunkt, um mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen und direkt von ihren Geschichten zu erfahren.

Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Seit 2001 setzen sich die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende des Marie-Curie-Gymnasiums für den Schutz des tropischen Regenwaldes ein. Mit Vorträgen, Basaren, Wettbewerbsteilnahmen, Ausstellungen, Aktionstagen, der Gestaltung und dem Verkauf eines Regenwaldkochbuches sowie dem jährlich stattfindenden Sponsorenlauf wurde seitdem eine Spendensumme von mehreren hunderttausend Euro zusammengetragen.

Seit 2003 fließt ein Großteil dieser Spenden an die Gesellschaft zum Schutz des Regenwaldes, „Selva viva“ in Ecuador. Durch sie konnten schon über 500 ha tropischer Regenwald dauerhaft unter Schutz gestellt werden. Dieser Erfolg vermittelt den Schülerinnen und Schülern ein Gefühl zur Sinnhaftigkeit kooperativer Arbeit zu entwickeln und ermöglicht ihnen das Erleben von Selbstwirksamkeit.

"Ich beschäftige mich nicht gern mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss."

Marie Curie

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