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Klima-Sommerfest in Norderstedt

Klimaschutz kann Spaß machen – diese Botschaft gaben die Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Projektschulen Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark und Lise-Meitner-Gymnasium den Gästen ihres Klima-Sommerfests in Norderstedt mit.

Die vielfältigen Beiträge während des großen Schulfestes mit circa 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schulzentrum Süd zeigten, dass den Schülerinnen und Schülern der Einsatz für den Klimaschutz und die Ziele der Agenda 2030 am Herzen liegen.

Vielfältiges Programm zum Klimaschutz und den SDGs

Verschiedene Stände informierten über bereits durchgeführte Projekte am Lise-Meitner-Gymnasium und an der Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark. Die Themen reichten von Stadtplanung über Mobilitätskonzepte bis hin zu konkreten Vorschlägen für den Klimaschutz in Norderstedt. Auch internationale Kooperationen mit Schulen aus Frankreich und Bulgarien wurden vorgestellt. Kreative Spielaktionen und Informationen zu einzelnen SDGs, wie zum Beispiel das „Plastikangeln“ aus Badewannen im Zeichen des Einsatzes für das „Leben unter Wasser“ (SDG 14), rundeten das Programm ab.

In Kooperation mit den Stadtwerken wurde während des Klima-Sommerfests zudem eine Zukunftswerkstatt zur Neuen Energiewende 4.0 (NEW) veranstaltet, die von Schülerinnen und Schülern moderiert wurde. Eine Ausstellung mit Kunstwerken gab eine weitere Möglichkeit, sich mit aktuellen Herausforderungen und Nachhaltigkeitsfragen auseinanderzusetzen.

"Weckruf" für den Klimaschutz

Die Oberbürgermeisterin Norderstedts, Elke Christina Roeder, betonte in ihrem Grußwort den „Weckruf“, der von dem Engagement der Jugend für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgehe, und ging dabei auch auf den Regenwaldbrand im Amazonas und die Bedeutung von Greta Thunberg und der weltweiten Klimaproteste ein.

Als Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen hob Klaus Schilling die Bedeutung von „Kreativität“ und „Teamwork“ für die UNESCO-Projektschulen mit Blick auf das Ziel der ganzheitlichen Transformation von Schule und Gesellschaft im Zeichen der Bildung für nachhaltige Entwicklung hervor. Ausdrücklich ging er dabei auch auf die Hoffnung des geplanten Neubaus des Schulzentrum Süd ein und betonte: „Herzlichen Dank für das gelungene Beispiel der Kooperation zwischen zwei aktiven UNESCO-Projektschulen unter einem Dach und den Schulterschluss auch mit dem Schulträger für das wichtige Projekt des Neubaus im Zeichen der Nachhaltigkeit und Vielfalt.“

Beide Schulen bringen sich aktiv in den Planungsprozess für den Bau ihres neuen Schulgebäudes ein und legen dabei auch Wert auf die Einrichtung von offenen Lernräumen und einer modernen Mediathek zur Unterstützung der selbstgesteuerten Lernprozesse einer qualitativ hochwertigen Bildung auf der Höhe der Zeit. Der Neubau des Schulzentrums Süd bietet dabei – so die Hoffnung – auch die Chance, neue Angebote der kulturellen und sozialen Jugendbildung für den Stadtteil und die Kommune vor Ort an der Schule im Sinne der gegenseitigen Begegnung und Bereicherung zu verankern.

Hintergrund

Mit der Ausrichtung des gemeinsamen Klima-Sommerfests fördern die Schulen die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Bildungsansätze der UNESCO-Projektschulen, insbesondere im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, und stärken zugleich die Kooperation und Gemeinschaft in Norderstedts Schulzentrum Süd.

Seit 2017 haben sich das Lise-Meitner-Gymnasium und die Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark als interessierte Schulen im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland aktiv eingebracht und im von der UNESCO angestoßenen Climate Action-Projekt mitgewirkt. Dabei legen sie besonderen Wert auf eine ganzheitliche Umsetzung von Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit in ihrer Schulgemeinschaft im Sinne des Whole School Approachs. Beide Schulen initiieren auch Projekte der Jugendpartizipation, angestoßen durch die Teilnahme am Bundesprojekt OPENION und ein Kommunalplanspiel in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring. Als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" arbeiten die Schülervertretungen beider Schulen aktiv zusammen.

Die knapp 300 UNESCO-Projektschulen in Deutschland integrieren die UNESCO-Bildungsansätze in ihr Schulprogramm, erproben Unterrichtskonzepte, bilden ein aktives Netzwerk, organisieren Seminare sowie nationale und internationale Austauschprogramme und verbreiten die UNESCO-Bildungsansätze in ihrem Umfeld und den lokalen Bildungslandschaften.