UNESCO-Projektschule Comenius-Kolleg

Durch interkulturelle Begegnung neue Perspektiven eröffnen

Das Comenius-Kolleg ist eine Schule in privater Trägerschaft der Franziskaner. Der Schulbesuch ist kostenlos. Junge Erwachsene ab 18 Jahren können hier das Abitur nach drei Jahren absolvieren. Derzeit werden mehr als 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Zum Comenius-Kolleg gehört außerdem das Studienkolleg, eine Einrichtung für junge Ausländer, die dort innerhalb eines Jahres die Hochschulberechtigung erhalten können. Seit seiner Gründung im Jahre 1972 identifiziert sich das Comenius-Kolleg mit den UNESCO-Bildungszielen.

Illustration UNESCO-Projektschulen

Fakten

  • Aufnahmejahr: 2009
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Schulform: Weiterbildungskolleg
  • Webseite der Schule

Studierende und Lehrende aus 100 Nationen haben die Schule bislang besucht und nicht nur Wissen erworben, sondern vor allem eine interkulturelle Bildung hin zu einer Kultur des Friedens erfahren. Der Dialog mit anderen Kulturen und Religionen und damit auch der Kontakt zu internationalen Institutionen und Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Ländern standen von Beginn an im Vordergrund des Schulprogramms. Um den Austausch mit anderen Schulen zu erweitern und zu verstärken, trat das Comenius-Kolleg dem Netzwerk der UNESCO-Projektschulen bei. Seit 2009 ist das Comenius-Kolleg Mitglied des internationalen UNESCO Associated Schools Project.

Enge Bindung nach Lateinamerika

Eine Besonderheit der Schule ist ihre enge Bindung nach Lateinamerika, insbesondere nach Brasilien. Die Verbundenheit zeigt sich unter anderem darin, dass am Comenius-Kolleg brasilianisches Portugiesisch als zweite Fremdsprache gewählt werden kann. Der interreligiöse Dialog zwischen Katholizismus und Protestantismus war von Anfang an eine tragende Säule des Unterrichtsgeschehens. Dieser Dialog ist mittlerweile auf alle Weltreligionen erweitert worden.

 

Neue Wege eröffnen!

Leitgedanke der Schule

Außerdem unterstützt das Comenius-Kolleg verschiedene soziale Projekte in Brasilien. Dazu zählt eine ökologische Schule im Nordosten, in der die Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch Kulturpflanzen anbauen und Kleintiere züchten. Ein Projekt in Amazonien bemüht sich darum, die Bewohner für die Bedeutung des Regenwaldes zu sensibilisieren, damit dieser nicht gerodet wird und als Lebensraum erhalten bleibt. In einem weiteren Projekt, begleitet von dem Comenius-Kolleg, werden Frauen bei der Herstellung von Heilmitteln auf der Basis heimischer Kräuter für die arme Bevölkerungsmehrheit unterstützt. Die Vielzahl von unterschiedlichen Projekten eröffnet der Schulgemeinschaft des Comenius-Kollegs neue Perspektiven auf globales Weltgeschehen und interkulturelle Verständigung.

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