UNESCO-Biosphärenreservat Suncheon

Städtisch geprägtes Gebiet als neue Modellregion

An der Südspitze der koreanischen Halbinsel liegt das Biosphärenreservat Suncheon. Es erstreckt sich über 940 Quadratkilometer rund um die gleichnamige Stadt mit ihren 280.000 Einwohnern. Auch das Stadtgebiet selbst ist Teil des Biosphärenreservats. 

Eine Kernzone des Gebiets ist eine Bergkette mit zwei Bergen von knapp 1.000 Metern Höhe und intakten Ökosystemen. Auch die direkt an die Stadt angrenzende Küstenbucht mit wertvollen Feuchtgebieten zählt zur Kernzone. Ein Fluss durch die Stadt bildet einen wichtigen Korridor für das gesamte ökologische Netzwerk. Schon seit Jahren hat sich die Stadt unter Beteiligung und auf Anregung der Bürger für einen Erhalt der stadtnahen Ökosysteme eingesetzt.

Das Biosphärenreservat weist eine hohe Biodiversität auf. Krebstiere, Fische, Muscheln und Heilkräuter sind hier neben weiteren Tieren und Pflanzen beheimatet. Die verschiedenen Ökosysteme sind Lebensgrundlage der Menschen, die unter anderem vom Anbau von Reis, Heilkräutern, Pflaumen und Dattelpflaumen leben. Auch kulturell kommt dem Biosphärenreservat eine wichtige Bedeutung zu. Die auf dem Berg Jogyesan erbauten traditionellen buddhistischen Tempel sind eine nationale Sehenswürdigkeit der Republik Korea.

Fakten

  • Land: Südkorea
  • Jahr der Anerkennung: 2018
  • Größe: insgesamt 940 km² (davon 94 km²  Kernzone, 209 km² Pflegezone)
  • Bevölkerung: 280.000
  • Repräsentierter Landschaftsraum: Gebirgs- und Küstenökosysteme

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