Bildung

UNESCO-Projektschulen weltweit

Das weltweite Netzwerk der UNESCO-Projektschulen nennt sich ASPnet (UNESCO Associated Schools Network) und wurde 1953 unter Beteiligung Deutschlands gegründet. Es dient primär dazu, Friedens- und Demokratieerziehung, Förderung einer Erinnerungskultur, Menschenrechtsbildung, Leben in Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulprofilen sowie im Alltag und der pädagogischen Arbeit von Schulen wirkungsvoll zu verankern.

Weltweites Netzwerk

Weltweit sind fast 11.000 Schulen in über 180 Ländern Mitglieder des internationalen Netzwerkes. In Deutschland arbeiten derzeit rund 300 Schulen in unterschiedlichem Status mit. Viele Schulen aus dem deutschen Netzwerk kooperieren mit internationalen Partnern aus dem ASPnet zum Beispiel in konkreten Projekten oder Schulpartnerschaften. Für das globale ASPnet gelten seit 2017 verbindliche Guidelines

Internationale Projekte

Climate Action Projekt

Derzeit engagieren sich 26 Schulen in dem sogenannten Climate Action Projekt. In dem weltweiten Projekt befassen sich Schulen mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen. Die Schulen verpflichten sich zu einem umfassenden Transformationsprozess: Im Sinne eines Whole School Approachs wird das Thema nicht nur im Unterricht behandelt, sondern Schulorganisation und Schulalltag werden vollständig auf eine nachhaltige Entwicklung hin ausgerichtet. Jugendliche und Lehrkräfte der Schulen nehmen dazu an zwei jährlich durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen teil und sind außerdem in die Deutsch-Afrikanische Jugendklimakonferenz involviert. Die in dem Projekt engagierten Schulen werden regelmäßig evaluiert.

Deutsch-Arabischer Dialog

2003 wurde der Deutsch-Arabische Dialog initiiert, der seither alle ein bis zwei Jahre in Deutschland oder einem arabischen Land realisiert wird und neben interkulturellen Aspekten die Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt rückt. Die Veranstaltungen richten sich an Jugendliche. Diese müssen als Teilnahmevoraussetzung ein eigenes Projekt zu den Nachhaltigkeitszielen gestalten und umsetzen. Die Tagungen sind zweiteilig, starten mit eher kognitiv ausgerichteten Workshops wie Zukunftswerkstätten, World-Café-Runden, Design Thinking oder Debatten und enden nach einer Exkursion nach dem Konzept „From Head to Heart“ mit musisch-kulturellen Angeboten wie Theater, Musik oder Film. Thematisch sind beide Teile eng verknüpft und sollen die Leitlinien einer nachhaltigen Entwicklung holistisch vitalisieren. 2018 ist der nächste Dialog unter niedersächsischer Federführung in Tunis geplant.

Deutsch-Afrikanische Jugendakademie

Die seit 2013 etablierte Deutsch-Afrikanische Jugendakademie bringt Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen afrikanischen Ländern und Deutschland zusammen und regt zu zivilgesellschaftlichem Engagement an. Auch hier gilt als Teilnahmevoraussetzung die verpflichtende Entwicklung einer Projektidee. Die verschiedenen Vorhaben werden im Rahmen der Veranstaltung präsentiert und von der Gruppe evaluiert, anschließend weitergeführt und via Internet ausgetauscht. In den vergangenen Jahren entstanden auf diese Weise rund 300 anspruchsvolle Vorhaben. Die Teilnahmebeiträge für die beteiligten Jugendlichen beschränken sich auf maximal 100,- Euro. Die Delegierten fungieren nach Ende der Akademie als Multiplikatoren, um Ergebnisse, Methoden und Inhalte der schulischen und außerschulischen Öffentlichkeit vorzustellen. 2018 soll die Akademie mit der deutsch-afrikanischen Climate Action Jugendkonferenz zu einem gemeinsamen Format umgestaltet und erstmals in Windhuk oder Dakar realisiert werden.

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Bildung

UNESCO-Projektschulen in Deutschland

Die über 275 UNESCO-Projektschulen integrieren die UNESCO-Bildungsansätze in ihr Schulprogramm, erproben Unterrichtskonzepte, bilden ein aktives Netzwerk, organisieren Seminare sowie nationale und internationale Austauschprogramme und verbreiten die UNESCO-Bildungsansätze in ihrem Umfeld und den lokalen Bildungslandschaften.
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UNESCO-Projektschulen

Unser Beitrag

Die Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen ist bei der Deutschen UNESCO-Kommission angesiedelt. Gemeinsam mit den 16 Landeskoordinationen vernetzt sie die Projektschulen in ganz Deutschland miteinander, bringt neue Impulse zu UNESCO-Themen ein, initiiert neue Projekte und fördert das Mitwirken der Schulen im internationalen UNESCO-Netzwerk.
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