Bildung

UNESCO-Projektschule werden

Die Aufnahme in das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland erfolgt in drei Stufen: Interessierte Schule auf Länderebene, Mitarbeitende Schule auf nationaler Ebene und anerkannte UNESCO-Projektschule als Teil des weltweiten Netzwerks. Der gesamte Zertifizierungsprozess dauert vier bis sechs Jahre.

Aufnahmeverfahren

Auf jeder Stufe muss die Schule das Leitbild der UNESCO-Projektschulen in ihrem Schulprogramm und in ihrem Schulprofil verankern und ihre Mitwirkung im Netzwerk durch aktive Teilnahme an regionalen und – ab dem Status als mitarbeitende Schule – an überregionalen Veranstaltungen des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen sichtbar machen.

Auf jeder Stufe muss die Schule über mindestens zwei Jahre aktiv mitarbeiten, bevor die nächste Stufe beantragt werden kann. Das Durchlaufen der Stufen geht von einem Entwicklungsprozess aus, in welchem die Schule die geforderten Qualitätsstandards zunehmend erfüllt. Die jeweils nächste Stufe muss in Absprache mit der Landeskoordination spätestens nach vier Jahren erfolgen.

Ein Antrag für den Status „Interessierte Schule“ wird von der Schule bei der Landeskoordination gestellt und von dieser beschieden. Voraussetzung für die Verleihung des Status „Interessierte Schule“ ist, dass dem Antrag keine Bedenken des jeweiligen Kultusministeriums entgegenstehen.

Nach jeweils fünf Jahren muss eine anerkannte UNESCO-Projektschule einen Antrag auf Fortsetzung der Mitgliedschaft stellen. In jedem Stadium ist eine UNESCO-Schule in Form eines formatierten, jährlichen Rapports berichtspflichtig.

Aufnahmekriterien

Die UNESCO-Arbeit der Schule soll sich auf mindestens drei der sechs thematische Säulen beziehen: Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung; Interkulturelles Lernen, Zusammenleben in Vielfalt; Bildung für nachhaltige Entwicklung (u. a. Umweltbildung, globales Lernen); Global Citizenship; Freiheit und Chancen im digitalen Zeitalter; UNESCO-Welterbeerziehung. Die Schule soll dabei möglichst mit anderen UNESCO-Akteuren sowie weiteren außerschulischen Lernorten in ihrem direkten Umfeld kooperieren.

Eine UNESCO-Projektschule soll aktive internationale und Schulpartnerschaften pflegen.

Dem Prinzip des fächerübergreifenden und projektorientierten Arbeitens folgend, sind möglichst alle Fachschaften/Fachbereiche in die Arbeit der UNESCO-Projektschulen einbezogen.

Die UNESCO-Projektschulen kooperieren mit externen Partnern sowie verschiedenen Verbänden und Organisationen, die sich den Zielen der UNESCO verpflichtet fühlen. Kooperationspartner der Projektschulen sind insbesondere UNESCO-Welterbestätten und UNESCO-Biosphärenreservate sowie Einrichtungen zur Erhaltung des UNESCO-Weltdokumentenerbes oder des immateriellen Kulturerbes. 

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