Bildung

UNESCO-Projektschulen in Deutschland

Die knapp 300 UNESCO-Projektschulen integrieren die UNESCO-Bildungsansätze in ihr Schulprogramm, erproben Unterrichtskonzepte, bilden ein aktives Netzwerk, organisieren Seminare sowie nationale und internationale Austauschprogramme und verbreiten die UNESCO-Bildungsansätze in ihrem Umfeld und den lokalen Bildungslandschaften. Sie verstehen sich als innovatives und qualitatives Netzwerk.

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aktuell aus rund 300 interessierten, mitarbeitenden und anerkannten UNESCO-Projektschulen. Die UNESCO-Projektschulen verteilen sich auf alle 16 Bundesländer und alle Schularten. Die Aufnahme in das Netzwerk in Deutschland erfolgt in drei Stufen: (1) interessierte Schule auf Länderebene, (2) mitarbeitende Schule auf nationaler Ebene und (3) anerkannte UNESCO-Projektschule als Teil des weltweiten Netzwerks (ASPnet). Der gesamte Zertifizierungsprozess dauert etwa vier bis sechs Jahre.

Die Schulleitungen der UNESCO-Projektschulen sorgen dafür, dass sich die Ziele der UNESCO im Schulleben wiederfinden, wie denen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Daneben gibt es Projektschulkoordinatoren, die als Ansprechpartner für sämtliche Anliegen zu UNESCO-Themen an einer jeweiligen Schule dienen. Sie koordinieren und unterstützen Aktivitäten mit UNESCO-Bezug innerhalb einer Schule.

Koordinatoren von sogenannten Leuchtturm- oder Flagship-Projekten – wie dem Baltic Sea-Project, dem Climate Action-Projekt oder der Vermittlung von Kultur- und Naturerbe – begleiten die Netzwerkzusammenarbeit der Schulen zu diesen Schwerpunktthemen auf nationaler oder internationaler Ebene.

Auf Landesebene wird das UNESCO-Schulnetzwerk durch die jeweiligen Landeskoordinationen koordiniert, auf Bundesebene durch die Bundeskoordination.

Perspektiven

Fridays for Future:
Fridays For Future Kanzleramt
Hainberg-Gymnasium Göttingen im Interview

Fachtagung der UNESCO-Projektschulen 2019 in Kassel

Unter dem Motto „DemokratICH. Demokratiebildung in einer Welt der Umbrüche“ findet  vom 17. bis 20./21. September die diesjährige Fachtagung der UNESCO-Projektschulen in Kassel statt. Ziel der Fachtagung ist es, wegweisende Impulse und konkrete Anstöße für die Demokratiebildung zu erarbeiten und für die Schulen des Netzwerks und ihre Bildungslandschaften fruchtbar zu machen. Mehr Informationen zur Fachtagung finden Sie hier

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Exemplarische Porträts der UNESCO-Projektschulen in Deutschland

Clemens Brentano Europaschule Lollar
Schul-UNESCO-Graffiti

UNESCO-Projektschulen

Clemens Brentano Europaschule Lollar

Als seit 1996 anerkannte UNESCO-Projektschule versteht sich die Clemens-Brentano-Europaschule als ein Ort, an dem junge Menschen durch das Bildungsangebot und die Atmosphäre der Toleranz vorbereitet werden, in dieser Welt nicht isoliert, sondern als ein Teil der internationalen Gemeinschaft zu leben. Diese internationale Gemeinschaft wird auch an der Schule im Kleinen selbst erlebbar.
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Freie Waldorfschule Saarpfalz Bexbach

UNESCO-Projektschulen

Freie Waldorfschule Saarpfalz Bexbach

In der Waldorfschule Saarpfalz Bexbach ist ein wesentliches Unterrichtsprinzip die ganzheitliche Erziehung. Viele der UNESCO-Leitlinien sind fest im Lehrplan der Schule verankert, andere werden in besonderen Projekten verwirklicht, zum Beispiel Projektfahrten in Europa, um die Welterbe-Werke zu erkunden, oder Umweltbildung durch heimische Walderforschung.
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Anerkannte UNESCO-Projektschulen in Deutschland

Koordinierung des Netzwerks

Bundeskoordination

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland wird von einer Bundeskoordination betreut, die bei der Deutschen UNESCO-Kommission angesiedelt ist. Die Bundeskoordination repräsentiert die deutschen UNESCO-Projektschulen und bildet die zentrale Schnittstelle zwischen den Schulen des Netzwerks, den Landeskoordinationen, den Kultusministerien und Senatsverwaltungen sowie der UNESCO in Paris und koordiniert die entsprechenden Treffen und Abstimmungen.

Landeskoordination

Die Landeskoordinationen bilden auf Landesebene die Schnittstelle zwischen Bundeskoordination, den Kultusministerien und den einzelnen Schulen im Landesnetzwerk. Sie repräsentieren das Netzwerk bei offiziellen Anlässen. 

Fachlicher Beirat

Zur fachlichen Begleitung der Entwicklung des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen hat die Deutsche UNESCO-Kommission seit 2015 einen fachlichen Beirat eingerichtet, der sich aus ehemaligen Landeskoordinationen, Vertretungen der Kultusministerien der Länder, Bildungsexperten aus der Wissenschaft und Praxis, Vertretern des DUK-Vorstands sowie drei jungen Erwachsenen aus Schule, Universität und Lehrerausbildung zusammensetzt. Der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission und die Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen gehören dem Beirat ex officio an.

Publikation

60 Jahre UNESCO-Projektschulen. Weltoffenes Lernen in einem globalen Netzwerk.
Deutsche UNESCO-Kommission, 2013

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Das weltweite Netzwerk der UNESCO-Projektschulen nennt sich ASPnet - UNESCO Associated Schools Network - und wurde 1953 unter Beteiligung Deutschlands gegründet. Weltweit sind über 11.500 Schulen in mehr als 180 Ländern Mitglieder des internationalen Netzwerkes.
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UNESCO-Projektschulen gestalten das Schulleben im Sinne des interkulturellen Lernens. Sie engagieren sich für eine Bildung, die es Menschen ermöglicht, ihre individuelle Persönlichkeit zu entfalten und ein erfülltes Leben zu führen. Das Ziel: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen, kulturell vielfältigen und nachhaltigen Welt.
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