Peter Martin
Stellvertretender Pressesprecher
Deutsche UNESCO-Kommission
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Die Deutsche UNESCO-Kommission führt ihr vom Auswärtigen Amt gefördertes Recreation-Projekt für ukrainische Jugendliche 2026 fort. Von Juli bis November sind 14 Aufenthalte an deutschen UNESCO-Projektschulen vorgesehen. Erwartet werden rund 225 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine samt ihren Lehrkräften. Die zwei- bis dreiwöchigen Programme geben Abstand vom Kriegsalltag: Die Jugendlichen leben in Gastfamilien, nehmen am Schulalltag teil und arbeiten gemeinsam mit Gleichaltrigen an Projekten der kulturellen Bildung. Den Auftakt machte vor zwei Wochen eine Gruppe aus Kyjiw an der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen. Eine Übersicht aller Aufenthalte 2026 ist auf www.unesco.de verfügbar.
Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: „Mit dem Recreation-Projekt stärken wir ukrainische Schulen und Familien in der Zeit des russischen Kriegs gegen das Land ganz unmittelbar. Das große Engagement der UNESCO-Projektschulen, Lehrkräfte und Gastfamilien in Deutschland gibt jungen Menschen aus der Ukraine Halt und neue Perspektiven. Gerade jetzt zeigen starke internationale UNESCO-Netzwerke: Solidarität wird konkret, wenn Menschen einander begegnen.“
Anke Reiffenstuel, Beauftragte für Kultur, Bildung und Wissenschaft im Auswärtigen Amt, unterstreicht: „Deutschland unterstützt die Ukraine in allen Bereichen – das umfasst selbstverständlich auch Austausch und Dialog zwischen unseren Gesellschaften. Insbesondere junge Menschen sollen die Zukunft eines freien, friedlichen und demokratischen Europas mitgestalten. Mit dem Recreation-Projekt leisten die Deutsche UNESCO-Kommission, die UNESCO-Projektschulen und die Vielzahl der ganz beeindruckend engagierten Gastfamilien einen wichtigen Beitrag und zeigen, was internationale Solidarität bewirken kann: Sie schaffen in schwierigen Zeiten Räume für Begegnung, Erholung und neue Perspektiven.“
Das Recreation-Projekt schafft bleibende Verbindungen zwischen ukrainischen und deutschen UNESCO-Projektschulen und wird in enger Zusammenarbeit mit der ukrainischen UNESCO-Nationalkommission realisiert. Das Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement in Köln unterstützt die gastgebenden Familien und UNESCO-Projektschulen.
Zum Netzwerk der UNESCO-Projektschulen gehören in Deutschland rund 310 Schulen und Bildungseinrichtungen aller Schulformen und Bundesländer. Die bei der Deutschen UNESCO-Kommission angesiedelte Bundeskoordination leitet das Netzwerk als Schnittstelle zu Landeskoordinationen, Kultusministerien und UNESCO. Weltweit umfasst das Associated Schools Network der UNESCO rund 10.000 Schulen in 170 Ländern.
UNESCO-Projektschulen verankern die Ziele und Werte der UNESCO in Schulprofil, Unterricht und Schulleben. Sie setzen sich für Demokratie, Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, internationale Verständigung und kulturelle Vielfalt ein.
Das Recreation-Projekt begann 2022 mit einem Pilotaufenthalt von 14 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrerinnen aus einer durch einen russischen Angriff zerstörten UNESCO-Projektschule in Schytomyr. Bis Ende 2026 erreicht das Projekt voraussichtlich rund 1.000 ukrainische Teilnehmende.
Stellvertretender Pressesprecher
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