

Fachtagung Welt.Erbe.Gesellschaft - Welterbestätten als Aushandlungs- und Bildungsorte
Welterbebildung stärkt Ziele der UNESCO
Vor dem Hintergrund der Zielstellung der UNESCO für Frieden, nachhaltige Entwicklung und demokratische Teilhabe sollen Welterbestätten sowohl als Verhandlungsgegenstand demokratischer Aushandlungsprozesse, als Identifikationsorte, die den sozialen Zusammenhalt stärken können, und als Bildungs- und Vermittlungsgegenstand diskutiert werden.
Dabei werden folgende Fragestellungen diskutiert:
- Wie können Welterbestätten einen Beitrag zu politischer Bildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten?
- Wie kann das Potential der Welterbestätten konstruktiv als Lern- und Wirkorte demokratischer Aushandlungsprozesse genutzt werden?
- Welche Themen, Formate und Methoden sind besonders geeignet, um politische Bildung in die Bildungsarbeit der Welterbestätten zu verankern?
Ort und Termin
Die Tagung findet statt am 05.11.2026 von 10:00 Uhr bis 15:15 Uhr.
Ort der Tagung ist die Messe "denkmal", Mehrzweckfläche 2, Congress Center Leipzig (CCL), Messe-Allee, 04356 Leipzig
Programm
- 09:30 Uhr Registrierung
- 10:00 Uhr Anmoderation: Eva Battis-Schinker (Landesamt für Denkmalpflege Sachsen)
Begrüßung im Namen der Veranstaltenden durch Annette Rothenberger-Temme, Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung
Moderation: Ralf Seifert (Sächsisches Staatsministerium für Kultus) - 10:20 Uhr Participation in World Heritage: Aspirations and Realities, Maya Ishizawa (Consultant ICCROM-IUCN World Heritage Leadership Programme) (in englischer Sprache)
- 10:40 Uhr Welterbestätten als Räume demokratischer Aushandlung – Konflikte als Lernchancen in der Welterbebildung, Manana Tevzadze (ICOMOS Georgien)
- 11:00 Uhr Kein Geheimnis, keine Deutungshoheit: Schwieriges Wismut-Erbe am Schacht 371 demokratisch vermitteln, Julia Dünkel (Wismut-Stiftung)
- 11:20 Uhr Historisch-politisches Lernen an Welterbestätten: Konzepte und Beispiele der UNESCO-Projektschulen, Klaus Schilling (Deutsche UNESCO-Kommission) und Lars Junghanns-Nowak (Koordinator UNESCO-Projektschulen Sachsen)
- 11:45 Uhr Junge Perspektiven: Planspiel „Klimawandel begegnen –Welterbe schützen“, Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Marienberg, Moderation: Steffen Börner (Gymnasium Marienberg)
- 12:45 Uhr Mittagspause inkl. Posterpräsentation „Welterbe gemeinsam gestalten – Erfahrungen aus den ICOMOS Emerging Professionals Workshops in München und Almaty“
- 13:30 Uhr Fallstudie: Gemeinsame Verantwortung für ein bewohntes Welterbe – Die Siedlungen der Berliner
Moderne mit Schwerpunkt Waldsiedlung Zehlendorf
Moderation: Achim Schröer (Landesdenkmalamt Berlin)
Sabine Ambrosius (Landesdenkmalamt Berlin), Claudia Grünberg (Institute Heritage Studies), Michael
Gaedicke (KliQ eG), Gabriele Schulze (Nachbarschaftsverein Papageiensiedlung e.V.), Ada Kny
(Architektin und Bewohnerin) - 14:30 Uhr Abschlussdiskussion im Fishbowl-Format mit Beitragenden und Friederike Hansell (Beauftragte
der Kultusministerkonferenz für das UNESCO-Welterbe im Auswärtigen Amt) - 15:15 Uhr Ende der Veranstaltung

Hintergrund
Seit 2016 veranstalten die Deutsche UNESCO-Kommission, der Freistaat Sachsen und ICOMOS gemeinsam im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Leipziger Messe denkmal Fachtagungen zum Thema der Welterbe-Bildung. Die Tagungsreihe rückt die Welterbekonvention und insbesondere ihren Bildungsauftrag in den Fokus, um Bildungs- und Vermittlungsangebote im Kontext denkmalfachlicher Fragestellungen weiterzuentwickeln.
Mit jeweils bis zu 120 Teilnehmenden geht es darum, anhand konkreter Themen und Projekte an Kultur- und Welterbestätten in den Austausch zu kommen, um Probleme, Potentiale, Handlungs- und Forschungsbedarfe sowie Lösungsansätze für die Bildungs- und Vermittlungsarbeit im Welterbekontext zu identifizieren. Die Fachtagungen dienen als Plattformen zur Vernetzung.
Zielgruppe sind Akteure von Welterbestätten sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Denkmalpflege, dem Welterbe-Management und der Welterbe-Bildung und Vermittlung sowie der Forschung. Eine Besonderheit ist, dass jugendlichen Akteuren eine Plattform im Rahmen der Fachtagungen geboten wird, um eigene Projekte und Erfahrungen im Denkmal- und Welterbekontext zu präsentieren.

