Brücken bauen, wo Gräben tiefer werden: Unter dieses Leitmotiv stellt die Mitgliederversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission ihre heute verabschiedete Berliner ErklärungExterner Link: zum 75-jährigen Bestehen. Sie knüpft an den UNESCO-Beitritt Deutschlands im Jahr 1951 und den damit verbundenen Anspruch an, Vertrauen zu schaffen, Verständigung zu ermöglichen und Verantwortung in der Weltgemeinschaft zu übernehmen. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen gewinnt der UNESCO-Auftrag, zur Wahrung von Frieden und Sicherheit beizutragen, neue Dringlichkeit. Genau hier setzt die Deutsche UNESCO-Kommission weiterhin mit Nachdruck an: Sie stärkt die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, erklärt: „Frieden wächst aus Begegnung und gemeinsamer Verantwortung. Wo Gräben tiefer werden, braucht es Menschen und Institutionen, die Brücken bauen – zwischen Ländern, Gesellschaften und Perspektiven. Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation sind dabei keine weichen Themen. Sie sind Grundlagen für Frieden, Freiheit und Sicherheit. 75 Jahre Deutsche UNESCO-Kommission sind ein Auftrag, die Werte der UNESCO gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern in Deutschland und weltweit neu zur Wirkung zu bringen.“

Die Mitgliederversammlung hat auch das PräsidiumExterner Link:, den VorstandExterner Link: und die Mitglieder der Deutschen UNESCO-Kommission gewählt. Maria Böhmer, die seit 2018 Präsidentin der Kommission ist, wurde in ihrem Amt bestätigt. Zur neuen Vizepräsidentin gewählt wurde Cemile Giousouf, Abteilungsleiterin Förderungen und Qualifizierung in der Bundeszentrale für politische Bildung. Wiedergewählt wurde der langjährige Vizepräsident Christoph Wulf. Hartwig Lüdtke, der seit 2014 Vizepräsident war, hatte sich nicht erneut zur Wahl gestellt. Die Mitgliederversammlung dankte ihm für sein beständiges, vielfältiges und erfolgreiches Engagement. Er bleibt der Kommission als persönlich gewähltes Mitglied weiter verbunden.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Harald Meller, Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Durch die Wahl bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Ulla Burchardt, Markus Hilgert und Anette Pieper. Dem Vorstand gehören neben dem Präsidium und den Vorsitzenden der Fachausschüsse vier Mitglieder und je drei Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung sowie der Kultusministerkonferenz an.

Bereits gestern richteten die Deutsche UNESCO-Kommission und das Auswärtige Amt unter dem Motto „Mit der UNESCO für den Frieden. Engagement seit 75 Jahren“ eine Festveranstaltung mit 300 geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft in der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel aus. Es sprachen unter anderem der neue UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany und Bundesbildungsministerin Karin Prien, die einen Rückblick auf die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte mit einem Ausblick auf die Aufgaben der Zukunft verbanden.

Hintergrund

Die weltweit 200 UNESCO-Nationalkommissionen sind die zentrale Schnittstelle zwischen der UN-Sonderorganisation, den Regierungen und der Zivilgesellschaft ihrer Mitgliedstaaten.

Im Juli 1951 trat die Bundesrepublik Deutschland als 64. Mitgliedstaat der UNESCO bei. Die UNESCO war damit eine der ersten internationalen Organisationen, in denen das Land nach dem Zweiten Weltkrieg für Vertrauen werben und Verantwortung in der Weltgemeinschaft übernehmen konnte. Mit dem Beitritt ging 1951 die Gründung der Deutschen UNESCO-Kommission einher – als multilaterale Mittlerorganisation und Verbindung zwischen der UNESCO sowie der Politik und der Zivilgesellschaft in Deutschland. Zu ihren bis zu 114 Mitgliedern gehören Vertreterinnen und Vertreter wissenschaftlicher Institutionen, von Verbänden und der Zivilgesellschaft, Abgeordnete des Bundestages sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz.

Weitere Informationen

Berliner ErklärungExterner Link:

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Deutsche UNESCO-KommissionExterner Link:

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