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Fakten

  • Aufnahmejahr: 2016
  • Verbreitung: Eisenach (Thüringen)
  • Zentraler Termin: eine Woche vor Sonntag Lätare
  • Bereich: Darstellende Künste; Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste

Unter der Leitung der „Sommergewinnszunft Eisenach e.V.“ engagieren sich städtische Behörden, Kindergärten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Vereine und weitere bei der Organisation des Festes. Der Sommergewinn verbindet alle Bevölkerungsschichten und Generationen. Er bietet Laiendarstellenden sowie handwerklich und künstlerisch begabten Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit, sich im Festprogramm, beim Gestalten von Festwagen, Häuserschmuck, Kostümen und Bühnendekoration auszudrücken. Sie knüpfen an Traditionen an und geben dem Fest dennoch stets neue Impulse.

Der Schwellenbrauch hängt mit dem Todaustreiben zusammen, das sich seit dem 13. Jahrhundert als Reaktion auf Pestepidemien verbreitete. Durch den Brauch wird historisches Wissen und Handeln verständlich, unterhaltsam und sinngebend transportiert. Die Symbolik des Sommergewinns ermöglicht es jeder Generation neu durch gemeinschaftliches Engagement, Krisenüberwindung und Hoffnung auf ein besseres Leben zu thematisieren.

Der Brauch hat seinen Ursprung im ärmsten Viertel Eisenachs. Mit dem Umzug, der seit 1897 stattfindet, kamen einst Randständige ins Stadtzentrum und schufen ein Identifikationsangebot für alle Eisenacher, das schnell überregionale Beachtung fand. Bis heute hat sich der Sommergewinn diese integrative und kommunikative Kraft erhalten und ist auch zukünftig für die städtische Identitätsbildung von größter Bedeutung.

Zitat Hoff

"Eisenacher Sommergewinn, die Heiligenstädter Palmsonntagprozession und das Altenburger Skatspiel stehen repräsentativ für das großartige Engagement der vielfältigen Kulturträger in Thüringen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist und wirken damit identitätsstiftend."

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Kulturminister Thüringen

Kontakt

Sommergewinnszunft Eisenach e.V.
Torsten Daut
E-Mail
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