Welterbe sein

Liste des gefährdeten Erbes der Welt

Auf die Liste des gefährdeten Erbes der Welt werden Natur- und Kulturerbestätten gesetzt, deren außergewöhnlicher universeller Wert „durch ernste und spezifische Gefahren bedroht“ ist. Dabei kann es sich sowohl um bereits bestehende als auch um mögliche Gefahren handeln.

Die Einschreibung in die Liste des gefährdeten Erbes der Welt erfolgt durch das Welterbekomitee anhand einer Reihe von Kriterien. Mit der Einschreibung verbunden sind konkrete Vorgaben zur Behebung oder Abwendung der Gefährdung, ein Programm für Abhilfemaßnahmen sowie ein verstärktes Monitoring durch jährliche Berichte zum Erhaltungszustand. Ein begrenztes Budget zur Umsetzung der Abhilfemaßnahmen steht Staaten durch den Welterbefond auf Antrag zur Verfügung. Die UNESCO unterstützt den Schutz und Erhalt des gefährdeten Erbe zudem mit umfangreicher fachlicher Expertise.  

Die Einrichtung der Liste des gefährdeten Erbes der Welt basiert auf Artikel 11.4 der Welterbekonvention. Ihre Anwendung ist Teil der Überwachungsmaßnahmen des Erhaltungszustands von Welterbestätten.

Kulturlandschaft und archäologische Relikte des Bamiyan-Tals, Afghanistan (2003)

Minarett und archäologische Relikte von Dschām, Afghanistan (2002)

Abu Mena, Ägypten (2001)

Stadt Potosí, Bolivien (2014)

Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura, Chile (2005)

Totalreservat Berg Nimba, Côte d' Ivoire/Guinea (1992)

Biosphärenreservat Rio Plátano, Honduras (2011)

Erbe der tropischen Regenwälder von Sumatra, Indonesien (2011)

Archäologische Stadt Samarra, Irak (2007)

Ashur (Qal'at Sherqat), Irak (2003)

Hatra, Irak (2015)

Altstadt von Sana'a, Jemen (2015)

Befestigte Altstadt von Shibam, Jemen (2015)

Historische Stadt Zabid, Jemen (2000)

Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem (1982)

Turkanasee Nationalpark, Kenia (2018)

Nationalpark Garamba, Demokratische Republik Kongo (1996)

Nationalpark Kahuzi-Biega, Demokratische Republik Kongo (1997)

Nationalpark Salonga, Demokratische Republik Kongo (1999)

Nationalpark Virunga, Demokratische Republik Kongo (1994)

Okapi-Tierschutzgebiet, Demokratische Republik Kongo (1997)

Archäologische Stätte von Leptis Magna, Libyen (2016)

Archäologische Stätte von Sabratha, Libyen (2016)

Archäologische Stätte von Kyrene, Libyen (2016)

Stätten der Felsbildkunst von Tadrart Acacus, Libyen (2016)

Altstadt von Ghadames, Libyen (2016)

Regenwälder von Atsinanana, Madagaskar (2010)

Alte Städte von Djenné, Mali (2016)

Grabmal von Askia, Mali (2012)

Timbuktu, Mali (2012)

Nan Madol: Zeremonielles Zentrum von Ostmikronesien, Föderierte Staaten von Mikronesien (2016)                                                   Porträt Neue Welterbestätte 2016

Naturreservate Aïr und Ténéré, Niger (1992)

Historisches Zentrum von Wien, Österreich (2017)

Palästina: Land der Olivenbäume und Weinreben - Kulturlandschaft von Südjerusalem, Battir, Palästina (2014)

Geburtsstätte Jesu Christi: Geburtskirche und Pilgerweg, Bethlehem Palästina (2012)

Hebron/Al-Khalil Altstadt, Palästina (2017)

Festungen auf der karibischen Seite von Panama: Portobello-San Lorenzo, Panama (2012)

Archäologische Zone Chan Chan, Peru (1986)

East Rennell, Salomonen (2013)

Nationalpark Niokolo-Koba, Senegal (2007)

Mittelalterliche Denkmäler im Kosovo, Serbien (2006)

Altstadt von Damaskus, Syrien (2013)

Palmyra, Syrien (2013)

Antike Stadt Bosra, Syrien (2013)

Altstadt von Aleppo, Syrien (2013)

Crac des Chevaliers und Qal'at Salah El-Din, Syrien (2013)

Antike Dörfer in Nordsyrien, Syrien (2013)

Wildreservat Selous, Tansania (2014)

Gräber der Buganda-Könige in Kasubi, Uganda (2010)

Historisches Zentrum von Shahrisabz, Usbekistan (2016)

Coro und sein Hafen, Venezuela (2005)

Nationalpark Everglades, Vereinigte Staaten von Amerika (2010)

Liverpool – Maritime Hafenstadt, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (2012)

Nationalpark Manovo-Gounda St. Floris, Zentralafrikanische Republik (1997)

Publikation

Katastrophenschutz an Welterbestätten.
Deutsche UNESCO-Kommission, 2017

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