Kultur und Natur

Welterbe sein

Welterbestätten sind Orte von besonderer Bedeutung für die Weltgemeinschaft. Sie dienen den Zielen der Globalen Nachhaltigkeitsagenda und dem Mandat der UNESCO, Frieden zu fördern. Welterbestätten bedürfen Schutz und Pflege. Die Einschreibung einer Kultur- oder Naturerbestätte in die Welterbeliste der UNESCO ist der Auftakt für die Aufnahme und Verstärkung von Bemühungen um Denkmal- und Naturschutz, nachhaltige Entwicklung, Vermittlung und interkulturelle Verständigung.

Die verantwortlichen Akteure im Welterbe nehmen vielfältige Aufgaben wahr, um das Erbe der Menschheit langfristig zu bewahren. Wegweisend sind hierbei die Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt.

Naturkatastrophen, bewaffnete Konflikte oder unkontrollierten Tourismus – Welterbestätten sind vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt. Diese können zu einer Einschreibung in die Liste des gefährdeten Erbes der Welt führen. Eine zentrale Aufgabe der Akteure an den Stätten ist es, eine Gefährdung zu verhindern und das Welterbe langfristig zu schützen, beispielsweise durch Risikomanagement und Katastrophenschutz. Auch die Vermittlung der Welterbeidee an die Öffentlichkeit und das Management der Stätten im Sinne nachhaltiger Entwicklung müssen gewährleistet werden. Ausschlaggebend für den Erfolg dieser Bemühungen sind internationale Kooperation, Wissenstransfer und die produktive Zusammenarbeit mit allen Sektoren der Gesellschaft.

Welterbe in Gefahr

Die Kernidee der UNESCO-Welterbekonvention von 1972 ist der Schutz und die Bewahrung von Kultur- und Naturerbe für aktuelle und zukünftige Generationen. So bietet die Welterbekonvention nicht nur die Möglichkeit, Stätten von außergewöhnlichem universellem Wert als Erbe der gesamten Menschheit zu deklarieren, sondern auch deren Erhaltungszustand zu überwachen und die internationale Staatengemeinschaft im Fall einer Bedrohung zu gemeinsamen Erhaltungsmaßnahmen aufzurufen. weiterlesen

Gefährdungsfaktoren und Verträglichkeitsprüfungen

Welterbestätten sind weltweit einer Vielzahl von Gefährdungen ausgesetzt. Das UNESCO-Welterbekomitee hat eine Liste von Faktoren erstellt, welche eine Gefährdung für den außergewöhnlichen universellen Wert von Welterbestätten dargestellen können. Sollte eine Gefahr für den Erhalt einer Welterbestätte entstehen, kann diese auf die Liste des gefährdeten Erbes der Welt gesetzt werden. weiterlesen

Risikomanagement und Katastrophenschutz

Angesichts der vielfältigen, potentiellen Gefährdungen von Welterbestätten weltweit, ist es notwendig, frühzeitig umfassende Katastrophenschutz- und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um dem Verlust des Erbes der Menschheit vorzubeugen. weiterlesen

Erhalt und Nachhaltige Entwicklung

Der Schutz außergewöhnlicher Naturerbestätten und der in ihnen vorhandenen Biodiversität ist ein direkter Beitrag zur ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit. Des Weiteren können Welterbestätten als interkulturelle Begegnungsstätten zu sozialer Kohäsion und – insbesondere in Konflikt- und Post-Konfliktsituationen – zur Resilienz von Gesellschaften beitragen. weiterlesen

Nachhaltiger Tourismus

Mit ihrer Einschreibung in die Welterbeliste erlangen die meisten Kultur- und Naturerbestätten einen gesteigerten Bekanntheitsgrad, der sich oftmals in einer Zunahme der Besucherzahlen widerspiegelt. Für die Bevölkerung in und um Welterbestätten bietet der Tourismus oft eine wichtige Einnahmequelle. Gleichzeitig kann jedoch unkontrollierter Tourismus zu einer Bedrohung für das Welterbe werden. weiterlesen

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Vogelherdhöhle (Innenansicht)

Kultur und Natur

Welterbe werden

Grundidee der Welterbekonvention und der aus ihr resultierenden Welterbeliste ist es, Natur- und Kulturerbestätten von außergewöhnlichem universellem Wert für die gesamte Weltgemeinschaft zu bewahren. Das Nominierungsverfahren umfasst nationale Vorschlagslisten, Nominierungsanträge, Evaluierungen und letztlich eine Entscheidung durch das Welterbekomitee.
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Vermittlungsarbeit im Muskauer Park

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Welterbe vermitteln

Es ist ein Ziel der Welterbevermittlung im Sinne der UNESCO, eine Welterbestätte als Lernort interkultureller Begegnung erfahrbar zu machen. Welterbevermittlung ist vielseitig – in ihren Zielen und Zielgruppen, ihren Methoden und Ansatzpunkten.
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