Kulturelle Vielfalt in Deutschland

Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt

Zur Ausformulierung der deutschen Position zum Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen hat die Deutsche UNESCO-Kommission in Kooperation mit der Zivilgesellschaft Anfang 2004 die Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt gegründet. Diese begleitet seitdem die Arbeit an dem UNESCO-Übereinkommen in Deutschland. In der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt sind Experten aus Kultur, Verbänden, Parteien, Wirtschaft, Kommunen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Forschung und Publizistik vertreten.

Online Konsultation der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt (Frist: 10. September 2018)

Im zweiten deutschen Staatenbericht (2016) wurde der Vorschlag der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt aufgenommen, periodisch eine Auswahl besonders sinnvoller und innovativer Maßnahmen zur Umsetzung der UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zusammenzustellen. Dazu bietet die Deutsche UNESCO-Kommission als nationale Kontaktstelle von Mai bis September 2018 eine online Konsultation an.

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Die Arbeit der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt

Die Bundesregierung hat das Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen am 12. März 2007 ratifiziert. Um die Konvention mit Leben zu füllen und nach innen und außen wirksam werden zu lassen, bedarf es der intensiven fachlichen und inhaltlichen Debatte. Hier sind Erfahrungen und Impulse aus der Zivilgesellschaft gefragt.

Seit Inkrafttreten des Übereinkommens begleitet die Bundesweite Koalition kritisch-konstruktiv die bundesweite, europäische und internationale Umsetzungspraxis, unter anderem durch Erstellung von Handlungsempfehlungen, wie im Weißbuch 2009, durch den Aktionspunkteplan 2013-2016 und das Arbeitsdokument Freiheit.Vielfalt.Innovation. Monitoring 2017-2020 sowie durch Beiträge zu den Umsetzungsberichten der Bundesrepublik Deutschland.

Die Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt schafft eine öffentliche Resonanz für das kulturpolitische Anliegen. Kenntnisse zu Reichweite und Grenzen des internationalen Rechtsinstruments zur kulturellen Vielfalt werden verbreitet und vertieft. Eine weitere Aufgabe ist die Beratung und Evaluation staatlicher Maßnahmen und Regelungen. Zudem gibt die Koalition Impulse für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Rahmenbedingungen von Kunst und Kultur.

Koalitionen international

Die Arbeit der Bundesweiten Koalition profitiert von der Kooperation mit der im September 2007 gegründeten Internationalen Föderation der Koalitionen Kulturelle Vielfalt (IFCCD).  Durch diese Zusammenarbeit wird der schnelle Informationsaustausch zu Fragen der UNESCO, bilateralen Handelsabkommen und dem Stand der WTO-Verhandlungen gesichert. Im Frühjahr 2005 wurde ergänzend eine regionale Allianz der europäischen Koalitionen (ECCD) gegründet. Sie findet Akzeptanz als Gesprächspartner seitens EU-Kommission und Europäischem Parlament. Mit der Gründung des IFCCD sind die Koalitionen auch für die UNESCO ein formell verbindlicher Ansprechpartner.