Strukturwandel zeigt sich in neuen und verschwindenden Branchen, in Infrastrukturprojekten und Investitionen. Dauerhaft erfolgreich wird er aber nur, wenn Menschen auch das kulturelle und natürliche Erbe einer Region als Ressource für die Zukunft nutzen können. Diese Perspektive rückt die Deutsche UNESCO-Kommission anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens mit der Regionalkonferenz „Verantwortung für Erbe“ am 15. und 16. April 2026 in der Lausitz in den Mittelpunkt. 

Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: „75 Jahre Deutsche UNESCO-Kommission bedeuten auch 75 Jahre Einsatz dafür, die Idee der UNESCO an konkreten Orten in der Gesellschaft wirksam werden zu lassen. Die Lausitz zeigt eindrucksvoll, wie UNESCO-Stätten und Immaterielles Kulturerbe Perspektiven für die Region eröffnen – im Schulterschluss über die deutsch-polnische Grenze hinweg. Strukturwandel gelingt dort, wo Menschen sich in ihm wiederfinden. Mit unserer ersten Regionalkonferenz in der Lausitz beginnen wir das Jubiläumsjahr mit einem klaren inhaltlichen Akzent.“ 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projekt „Erbe der Lausitz“ (UNESCO 5) statt. Sie ist Teil mehrerer Formate im Jubiläumsjahr 2026, mit denen die Deutsche UNESCO-Kommission bundesweit den Dialog über die Rolle von Kultur, Bildung und Wissenschaft in Zeiten tiefgreifender Veränderungen stärkt. Höhepunkt des Jahres ist eine zentrale Festveranstaltung am 2. Juni auf der Berliner Museumsinsel, unter anderem im Beisein von UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany und Bundesbildungsministerin Karin Prien. Zwei weitere Regionalkonferenzen zu den Themen „Ethik für Innovationen“ und „Ziele für Bildung“ sind für den Herbst 2026 geplant.

Zeit und Ort

Mittwoch und Donnerstag, 15. bis 16. April 2026 

Ort: Lausitz (Cottbus und Umgebung)

Anmeldung

Alle Programmpunkte sind medienöffentlich. Medienvertretende werden gebeten, sich bis 14. April 2026 per E-Mail an anzumelden

Das gesamte Programm finden Sie online.Externer Link:

Programm

Regionalkonferenz „Verantwortung für Erbe" 

Mittwoch, 15. April 2026, 17.30 bis 22 Uhr 
Altes Stadthaus Cottbus, Altmarkt 21, 03046 Cottbus

  • Grußworte Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (Video)
  • Stephan Böttcher, Stadt Cottbus, Fachbereichsleiter Umwelt & Natur
  • Alicja Jagielska-Burduk, Generalsekretärin der Polnischen UNESCO Kommission

Podium I: Regionale Effekte der Vernetzung von UNESCO-Stätten 

  • Alicja Jagielska-Burduk, Generalsekretärin Polnische UNESCO Kommission
  • Roman Luckscheiter, Generalsekretär Deutsche UNESCO-Kommission
  • Eugen Nowak, Leiter UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald
  • Cord Panning, Geschäftsführer Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau / UNESCO-Welterbestätte Muskauer Park
  • Nancy Sauer, Direktorin UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen
  • Judith Scholz, Geschäftsführerin Domowina – Bund Lausitzer Sorben

Podium II: Blick in die Zukunft 

  • Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Brandenburgischen Ministerpräsidenten
  • Marlen Meißner, Abteilungsleiterin Erbe, Natur, Gesellschaft, Deutsche UNESCO-Kommission
  • N.N., Schülerin, UNESCO-Projektschule Herrnhut
  • Juliane Noack-Napoles, Fachbereichsleiterin Soziale Arbeit, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
  • Susann Troppa, Projektleiterin „Erbe der Lausitz (UNESCO 5) 

Simon Heiduschka begleitet das Programm mit Sorbischer Sprache und Musik.

Rahmenprogramm 

Mittwoch, 15. April 2026, ab 10 Uhr Workshop im UNESCO-Welterbe Muskauer Park / Park Mużakowski mit anschließender Führung 

Donnerstag, 16. April 2026
Exkursion I, 9.00 bis 16.00 Uhr Geschichten einer Landschaft – Erbe zwischen Tagebau, verschwundenen Orten und UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald 
Orte: Cottbuser Ostsee, UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald

Exkursion II, 9.00 bis 17.00 Uhr Geschichten einer Landschaft – Erbe zwischen Eiszeit, Industriekultur und Teichlandschaft 
Orte: UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa, UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaf

Hintergrund

Die Deutsche UNESCO-Kommission ist Deutschlands multilaterale Mittlerorganisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Als Schnittstelle zwischen Regierung, Zivilgesellschaft und UNESCO stärkt sie die Umsetzung von UNESCO-Übereinkommen und -Programmen in Deutschland und bringt deutsche Perspektiven in die UNESCO ein. 

2026 ist in besonderer Weise ein Jubiläumsjahr: Seit 75 Jahren gehört Deutschland der UNESCO an, und seit 75 Jahren arbeitet die Deutsche UNESCO-Kommission daran, den UNESCO-Auftrag hierzulande wirksam zu machen. In einer Zeit, die von Kriegen, Polarisierung und rasantem technologischem Wandel geprägt ist, gewinnt der Einsatz für Frieden in den Zuständigkeitsbereichen der UNESCO zusätzlich an Bedeutung. 

Die Lausitz verfügt über eine einmalige Dichte an Orten mit UNESCO-Status. Unter der Trägerschaft des Landes Brandenburg vernetzt das Projekt „Erbe der Lausitz“ (UNESCO 5) das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, den UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen/ Łuk Mużakowa, das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft, die UNESCO-Welterbestätte Muskauer Park / Park Mużakowski und das Immaterielle Kulturerbe rund um die gesellschaftlichen Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben miteinander. Auf diese Weise entsteht ein Modellraum für einen innovativen, kultur- und wissensbasierten Strukturwandel.

Weiter Informationen

Informationen zum 75-jährigen Jubiläum der Deutschen UNESCO-KommissionExterner Link:

Informationen zum Projekt Erbe in der Lausitz (UNESCO 5)Externer Link:

Pressekontakt

Timm Nikolaus Schulze
Pressesprecher
Deutsche UNESCO-Kommission
Telefon: +49 228 604 97-142
E-Mail:

Susann Troppa 
Projektleitung „Erbe der Lausitz“ (UNESCO 5) 
UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald 
Telefon: + 49 3542 89 21-15 
E-Mail:  

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