Glaube, Landschaft und Heimat sind eng miteinander verbunden. Religiöse Vorstellungen und spirituelle Praktiken haben den Alltag und die Landschaft über lange Zeit geprägt. Davon zeugen bis heute Kirchen, Klöster und weitere religiöse Orte. Besonders Klosterlandschaften umfassen nicht nur Gebäude, sondern auch Wirtschaftsflächen, Wege, Wälder, Gewässer, Pilgerwege und Siedlungen. Sie zeigen die Verbindung von Spiritualität, Landwirtschaft und Landschaftsgestaltung. Durch Säkularisierung und Kirchenaustritte verlieren jedoch viele ortsbildprägende Bauwerke ihre ursprüngliche Nutzung.

Damit stellt sich die Frage, wie sie erhalten und neu genutzt werden können. Auch spirituelle Praktiken wie Prozessionen, Wallfahrten, klösterliches Arbeiten oder Bestattungsformen verleihen Orten eine besondere Bedeutung. Migration und gesellschaftlicher Wandel verändern religiös geprägte Landschaften und bringen neue Ausdrucksformen, aber auch Konflikte hervor. Interreligiöser Dialog und zivilgesellschaftliches Engagement können dazu beitragen, diese Veränderungen gemeinsam zu gestalten. In den Themenfeldern des BHUExterner Link:, von Baukultur und Kulturlandschaft über Immaterielles Kulturerbe bis zum nachhaltigen Heimatengagement, stehen solche Veränderungen, Umnutzungen und Umdeutungen im Mittelpunkt des Kongresses.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung unter: https://eveeno.com/bk-heimat-2026Externer Link:

Ort: Bayerische Staatskanzlei, Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund, Behrenstraße 21 / 22, 10117 Berlin 

Programmpunkt 20.10. um 13:30 Uhr mit thematischen Schwerpunkt: Wandel in religiösen Praktiken
Viele Formen des Immateriellen Kulturerbes haben Bezüge zum religiösen Erbe, darunter traditionelle Handwerkstechniken, Bräuche, Prozessionen und Flurumgänge. Sie prägen bis heute ländliche und städtische Kulturlandschaften und werden häufig durch Vereine und freiwillig Engagierte erhalten und vermittelt. Besonders stark wandelt sich die Friedhofskultur: Veränderte Bestattungsformen, religiöse Bindungen und Flächennutzungen führen zu neuen Formen des Erinnerns und der Gestaltung von Friedhöfen.

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