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Fakten

  • Aufnahmejahr: 2016
  • Verbreitung: Westerwald und Randzonen (Hessen, Rheinland-Pfalz)
  • Zentraler Termin: ganzjährig
  • Bereich: Traditionelle Handwerkstechniken

Im Westerwald und dessen Randzonen wie Breitscheid widmen sich heute fast 40 Werkstätten und Studios sowie bildungspolitisch und wirtschaftlich interessante Kooperationen im Bildungs- und Forschungszentrum Keramik in Höhr-Grenzhausen der Keramiktradition. Sie bieten diverse Ausbildungsplätze und stellen so eine Vermittlung an folgenden Generationen sicher. Gefertigt werden Gebrauchsgegenstände sowie Kunstobjekte. Dabei wird zum einen auf traditionelle Weise vorgegangen, indem der Ton an der Töpferscheibe gedreht und geformt, dann glasiert und schließlich gebrannt wird. Zum anderen werden neue kreative Techniken und Materialmischungen ausprobiert und neue Anwendungsbereiche für Keramik identifiziert.

Seitdem die Menschen das Wissen besitzen, wie aus weichem Ton hart gebrannte Figuren oder Gefäße gefertigt werden können, haben sie Zeugnisse ihrer Kulturen hinterlassen. Heute liefern keramische Fundstücke wichtige Erkenntnisse zur Sozial-, Kunst- und Kulturgeschichte der Menschheit.

Das Töpfer- und Hafnerhandwerk entwickelte sich im Westerwald aufgrund des reichen Tonvorkommens in der Region. Das Westerwälder Steinzeug wurde hoch gebrannt, war physikalisch belastbar und aufgrund der rissfreien Salzglasur hygienisch einwandfrei. In Zeiten ohne Kühlschränke wurde Westerwälder Steinzeug deshalb gerne verwendet, um z.B. Lebensmittel einzulegen. Heute wird Keramik beispielsweise in der Glas- und Stahlproduktion sowie in der Raumfahrttechnik verwendet.

Zitat Wolf

"Der Westerwald ist seit langem bekannt für seine besondere Handwerkstradition, das Töpfer- und Hafnerhandwerk. Dabei haben die reichen Tonvorkommen der Region das begünstigt."

Prof. Dr. Konrad Wolf

Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

Kontakt

Töpfereimuseum Breitscheid
Dr. Uwe Peters

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Keramikmuseum Westerwald
Nele van Wieringen
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