

Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland
Fakten
- Aufnahmejahr: 2026
- Verbreitung: Deutschlandweit und darüber hinaus
- Zentraler Termin: Ganzjährig
- Bereich: Mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksweisen, Gesellschaftliche Bräuche, (jahreszeitliche) Feste und Rituale, traditionelle Handwerkstechniken
Die Schaustellerkultur auf Volksfesten umfasst das Zusammenspiel von Fahrgeschäften, Belustigungen, Spielangeboten und mobilen gastronomischen Ständen. Sie entsteht durch das abgestimmte Arbeiten von Schaustellerinnen und Schaustellern, die Aufbau, Betrieb und Gestaltung ihrer Geschäfte. Auf jährlich rund 9.750 Volksfesten in Deutschland schafft die Schaustellerkultur Orte des Miteinanders, der Unterhaltung und der Teilhabe. Die Kulturform ist eng mit den zahlreichen jahrzeitlichen Festen verbunden und prägt deren Ausgestaltung durch spezialisierte Fertigkeiten, gelebte Traditionen und vielfältige Angebote.
Die Schaustellerkultur beruht auf handwerklichen Techniken, technischem Wissen, gastronomischen Fähigkeiten, Logistik und Sicherheitsanforderungen sowie einer charakteristischen Festplatzästhetik. Diese Wissensbestände werden innerhalb der Familien und darüber hinaus weitergegeben und prägen die Identität der Gemeinschaft. Die Kulturform entwickelt sich kontinuierlich weiter: Trägerinnen und Träger reflektieren gesellschaftliche Veränderungen und historische Verantwortungen, setzen sich aktiv mit diskriminierenden Darstellungen auseinander und etablieren verbindliche Standards, die rassistische oder sexistische Bildsprache ausschließen. Gleichzeitig bleibt die Kulturform offen für neue gestalterische und organisatorische Entwicklungen.
Bildergalerie Schaustellerkultur
Volksfeste stehen allen Menschen offen. Schaustellerinnen und Schausteller arbeiten daran, Barrieren abzubauen – etwa durch barrierearme Zugänge, besondere Aktionstage oder Angebote für sozial benachteiligte Gruppen. Die Weitergabe der Kulturform erfolgt vor allem in Familienbetrieben, in denen bereits die Kinder Aufbau, Betrieb, Sicherheitstechnik, handwerkliche Tätigkeiten und den Umgang mit dem Publikum erlernen. Historische Gesellschaften, Museen, digitale Archive sowie der Austausch in Dachverbänden unterstützen Erhalt und Weiterentwicklung der Volksfestkultur. Die enge Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Kommunen, Kirchengemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteuren trägt dazu bei, Volksfeste als gemeinschaftliche Ereignisse zu sichern und zu stärken.
Kontakt
Deutscher Schaustellerbund e. V.
Präsident Albert Ritter
Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg
HomepageExterner Link:
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Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e. V.
Präsident Patrick Arens
Hauptgeschäftsführer Werner Hammerschmidt
WebsiteExterner Link:
E-Mail
Kulturgut Volksfest gUG
Wissenschaftliche Enyklopädie/Digitales historisches Archiv
Geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Margit Ramus
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