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Kulturtalente

Kulturtalente in ganz Deutschland prägen und gestalten das Immaterielle Kulturerbe. Sie erhalten kulturelle Traditionen durch Anwendung und Weitergabe ihres Wissens und Könnens. Die Deutsche UNESCO-Kommission stellt ab Juli 2016 über 12 Monate 12 Kulturtalente vor und zeigt, wie sie das Immaterielle Kulturerbe hierzulande kreativ weiterentwickeln.

Kulturtalent März: Bassposaunist Christoph Schrietter
Kulturtalent März: Bassposaunist Christoph Schrietter

Kulturtalent März 2017

Kulturtalent im Monat März ist der 36-jährige Bassposaunist Christoph Schrietter vom Staatstheater Kassel. Gemeinsam mit tausenden weiteren Musikern trägt er zur Entwicklung der weltweit einmaligen Vielfalt der „Deutschen Theater- und Orchesterlandschaft“ bei, die 2014 auf Initiative des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Musikrats in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Für 2018 wird eine Nominierung bei der UNESCO vorbereitet.

Christoph Schrietter erläutert aus seiner persönlichen Perspektive die Bedeutung von Theatern und Orchestern für unsere Gesellschaft. Er macht unter anderem deutlich, wie wichtig frühkindliche kulturelle Bildung ist, und schildert, was einen guten Orchestersaal ausmacht und wie ein Orchester Gesellschaftskritik üben kann. Christoph Schrietter im Interview: „Wir bringen Musik zu den Menschen und die Menschen zur Musik.“

Weitere Kulturtalente des Monats

Kulturtalent Februar: Jeck Thomas Mende
Kulturtalent Februar: Jeck Thomas Mende

Kulturtalent des Monats Februar: Thomas Mende. Der 32-jährige Jeck aus Köln feiert jährlich gemeinsam mit Millionen weiterer Närrinnen und Narren den Rheinischen Karneval. Er ist mit diesem Brauch aufgewachsen und engagiert sich im Karnevalsverein Kaygass e.V. Im Interview erklärt er, was ihm der Karneval bedeutet, wo die Unterschiede zwischen dem traditionellen und dem alternativen Karneval liegen und welche gesellschaftliche Verantwortung Karnevalsvereine wahrnehmen. „Beim Karneval gibt es keine Berührungsängste, man kommt in Kontakt mit anderen Leuten und jeder wird sofort integriert“, so Mende.

Thomas Mende im Interview: „Karneval heißt fröhliches Zusammensein, egal wo man herkommt.“

Kulturtalent Januar: Sternsingerin Charlotte Freyberg
Kulturtalent Januar: Sternsingerin Charlotte Freyberg

Kulturtalent des Monats Januar: Charlotte Freyberg. Bereits mit sieben Jahren begann Charlotte (13) aus Berlin mit dem Sternsingen. Bei dem Brauch ziehen Kinder und Jugendliche in den Tagen um Heilige Drei Könige (6. Januar) von Haus zu Haus, bringen den Segen und sammeln Spenden zur Unterstützung von Kinderhilfsprojekten in aller Welt. Im Interview berichtet sie vom Ziel des Sternsingens, von ihrer Motivation mitzuwirken und von einem besonderen Höhepunkt: dem jährlichen Besuch der Sternsinger im Bundeskanzleramt.

Charlotte Freyberg im Interview: "Die Menschen freuen sich sehr, wenn wir ihnen den Segen bringen."

Kulturtalent Dezember: Chorsängerin Laura Müller
Kulturtalent Dezember: Chorsängerin Laura Müller

Kulturtalente des Monats Dezember: Christiane Büttig und Laura Müller. Christiane Büttig leitet nicht nur den Universitätschor Dresden, sondern ist auch in der Chorarbeit an der Semperoper und im Dresdner Staatsschauspiel aktiv. Laura Müller berichtet aus der Perspektive einer jungen Nachwuchssängerin der Singakademie Dresden. Im Interview erklären sie gemeinsam, wie das Singen sie seit der Kindheit prägt, wie man Kinder und Jugendliche für die Chormusik begeistern und das Immaterielle Kulturerbe "Chormusik in deutschen Amateurchören" pflegen und weitergeben kann.

Christiane Büttig und Laura Müller im Doppelinterview: "Ein Chor ist wie eine Fußballmannschaft - es geht nur gemeinsam."

Kulturtalent November: Genossenschaftlerin Olga Brandin
Kulturtalent November: Genossenschaftlerin Olga Brandin

Kulturtalent des Monats November: Olga Brandin. Sie ist Mitglied des Aufsichtsrats der Wiese eG – eine Genossenschaft, die derzeit ein theatrales Kultur- und Bildungszentrum aufbaut. Als inklusive Theatermacherin und Leiterin der Minotauros-Kompanie bringt sie dort ihre Erfahrungen ein. Die Kreativität in der Freien Szene boomt zwar, aber es fehle an Geld und Räumen. Um dem entgegenzuwirken, hat Frau Bandin sich zur Gründung der Genossenschaft entschieden, deren Anliegen es ist, Proberäume für die freie Theater- und Musikszene schaffen. Im Interview erklärt sie, was das Modell Genossenschaft für Vorteile bietet und wie sie damit die Kunst- und Kulturszene in Hamburg fördern will.

Olga Brandin im Interview: "Das Genossenschaftsmodell ist im Kulturbereich zukunftsweisend!"

Georg Wünning, Orgelbau und -musik
Georg Wünning, Orgelbau und -musik

Kulturtalent des Monats Oktober: Georg Wünning. Er leitet einen Orgelbaubetrieb im sächsischen Großolbersdorf und zählt zu den über 2.800 Orgelbauern in ganz Deutschland. Gemeinsam mit 180 Lehrlingen sowie 3.500 hauptamtlichen und zehntausenden ehrenamtlichen Organisten prägt er den Orgelbau und die Orgelmusik hierzulande. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht derzeit die Restaurierung der Peternell-Orgel in der Buttelstedter Nikolaikirche in Thüringen. Dabei wurde er im Rahmen des "denkmal aktiv"-Programms der Deutschen Stiftung Denkmalschutz von einer Schulklasse des Lyonel-Feininger-Gymnasiums begleitet. 

Georg Wünning im Interview: "Der Orgelbau ist ein sehr vielschichtiges Handwerk, in dem auch künstlerische Aspekte eine Rolle spielen."

Frederik Mayet, Passionsspiele Oberammergau

Kulturtalent des Monats September: Frederik Mayet. Er ist der Jesus-Darsteller der Oberammergauer Passionsspiele. Alle zehn Jahre stellt das bayerische Dorf die letzten fünf Tage im Leben Jesu in einer mehrstündigen Aufführung dar. Das Besondere: Nur Bürgerinnen und Bürger, die in Oberammergau geboren sind oder seit mehr als 20 Jahren in Oberammergau leben, wirken mit. Die Schauspieler, der Chor und das Orchester, die Platzeinweiser im Theater – sie alle sind Einheimische.

Frederik Mayet im Interview: "Die Oberammergauer Passionsspiele sind lokal stark verankert und zugleich ein weltweit bekanntes Phänomen. Seit 400 Jahren führen die Dorfbewohner sie auf und doch muss man die Passionsgeschichte alle zehn Jahre neu erzählen, um die Menschen zu erreichen."

Michèl Grünert, Flößerei

Kulturtalent des Monats August: Michèl Grünert. Er ist Flößer auf der Saale. Die Flößerei prägte über Jahrhunderte das Leben in seinem Heimatort Uhlstädt und gehört auch zu seiner Identität. Sein Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf e.V. ist Mitglied der Deutschen Flößerei-Vereinigung, die 2014 die Eintragung des traditionellen Handwerks der Flößerei in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes initiierte. Im Interview erklärt er, mit welcher Bindetechnik im Mittelalter Flöße hergestellt wurden, wie er gefährliche Floßfahrten durch das Saalewehr meistert und wie die Tradition der Flößerei bis heute lebendig gepflegt wird.

Michèl Grünert im Interview: "Ich möchte, dass die Tradition der Flößerei durch meine Kinder, Enkel und Urenkel noch betrieben werden kann."

Eva Lajko, Moderner Tanz

Kulturtalent des Monats Juli: Eva Lajko. Sie ist Tänzerin, Choreografin und Pädagogin und arbeitet in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rosalia Chladek in Deutschland (ARC/D) gehört sie zu den Initiatoren der 2014 erfolgreichen Eintragung des "Modernen Tanzes" in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Im Interview beschreibt sie die historische Entwicklung des modernen Tanzes, erklärt, welche Bedeutung diese Kulturform für die Gesellschaft hat, wie sie ihr Können weitergibt und auf welche Schwierigkeiten sie und andere Tänzer dabei treffen.

Eva Lajko im Interview: "Ich habe den modernen Tanz zu meinem Leben gemacht"

Postkarten

Begleitend zur Präsentation der "Kulturtalente" stellt die Deutsche UNESCO-Kommission Postkarten zur Verfügung. Diese können zur Verteilung durch Multiplikatoren ab einer Bestellzahl von 50 Stück unter kultur[at]unesco.de angefordert werden.

 
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