Kultur und Natur

Welterbe weltweit

Die Pyramiden in Memphis und seiner Nekropole in Ägypten, das Great Barrier Reef in Australien, der Nationalpark Serengeti in Tansania, die Kirchen von Chiloé in Chile oder die Werke des Architekten Le Corbusier auf fünf Kontinenten – sie alle sind einzigartige Orte und machen unser gemeinsames Erbe aus.

Das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, die Welterbekonvention, basiert auf dem Prinzip der internationalen Solidarität zum Schutz und Erhalt des Natur- und Kulturerbes von außergewöhnlichem universellen Wert. Welterbestätten gehören demnach der ganzen Menschheit. Sie werden durch internationale Kooperation identifiziert, gelistet und geschützt.

Die Grundlagen der Welterbekonvention wurden unter anderem durch eine beeindruckende Solidaritätskampagne zur Rettung der Tempel von Abu Simbel gelegt. Unter der Leitung der UNESCO wurden diese 1964 vor der Überflutung infolge des Baus des Assuan-Staudamms gerettet. Über den solidarischen Ansatz des gemeinsamen Schutzes des Welterbes sollen interkulturelle Verständigung und letztlich der weltweite Frieden gefördert werden. Gelebt wird diese internationale Solidarität in besonderem Maße in und an den grenzüberschreitenden und transnationalen Welterbestätten.

Welterbeliste

Seit den ersten Eintragungen in die UNESCO-Welterbeliste 1978 wurden 1.092 Stätten weltweit in die Welterbeliste aufgenommen. Diese umfassen Kulturdenkmäler, gemischte Stätten und Naturgebiete von außergewöhnlichem universellem Wert. weiterlesen

Globale Strategie für eine repräsentative, ausgewogene und glaubwürdige Welterbeliste

Besonders wichtig für die Umsetzung der Welterbekonvention ist seit 1994 die Globale Strategie für eine repräsentative, ausgewogene und glaubwürdige Welterbeliste. Die UNESCO erkennt die Kulturen der Welt grundsätzlich als gleichrangig an, daher sollen auf der Welterbeliste die bedeutendsten Zeugnisse aller Kulturen in ausgewogenem Maß repräsentiert sein. weiterlesen

Grenzüberschreitendes Welterbe

Gemeinsam schützen – dies ist die Grundidee der Welterbekonvention von 1972. Nirgendwo sonst wird die internationale Kooperation so gelebt wie in den  grenzüberschreitenden und transnationalen Welterbestätten weltweit. Als Vorreiter der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bieten diese Stätten besondere Herausforderungen und Chancen. weiterlesen

Welterbe-Akteure weltweit

Für den Schutz und Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Welt setzen sich international verschiedene Akteure ein. Hierzu zählen unter anderem die UNESCO, die Vertragsstaaten sowie internationale Beraterorganisationen. weiterlesen

weitere Artikel

Kultur und Natur

Welterbe in Deutschland

44 Natur- und Kulturerbestätten in Deutschland sind in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben. Unter ihnen finden sich architektonische und künstlerische Meisterwerke, vielfältige Kulturlandschaften und Parks, einzigartige Naturgebiete und Zeugnisse gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen. In ihrer Gesamtheit zeugen sie von der Vielfalt des Natur- und Kulturerbes in Deutschland.
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Vermittlungsarbeit im Muskauer Park

Kultur und Natur

Welterbe vermitteln

Es ist ein Ziel der Welterbevermittlung im Sinne der UNESCO, eine Welterbestätte als Lernort interkultureller Begegnung erfahrbar zu machen. Welterbevermittlung ist vielseitig – in ihren Zielen und Zielgruppen, ihren Methoden und Ansatzpunkten.
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