Welterbe vermitteln

Welterbe-TeamerInnen als Multiplikatoren

Die Weiterbildung zu Welterbe-TeamerInnen, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Fachbereich Welterbe und kulturweit, dem Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, richtet sich an junge Interessierte und zielt auf Wissensvermittlung sowie die Ausbildung von Welterbe-Multiplikatoren. Sie fördert zivilgesellschaftliches Engagement der Alumni und stärkt ihre Kompetenzen. Ziel ist die Ausbildung fachlich und methodisch kompetenter Multiplikatoren für Welterbevermittlung.

Die Teilnehmenden werfen im Zuge der Weiterbildung einen kritischen Blick auf das UNESCO-Welterbe sowie das Menschheitserbe im Allgemeinen. Sie setzen sich unter anderem mit dem Kerngedanken der Welterbekonvention von 1972, den Prozessen und Akteuren auf nationaler und internationaler Ebene sowie den praktischen Anforderungen an Welterbestätten auseinander. Auch der Zusammenhang zwischen Welterbe und weiteren Formen materiellen und immateriellen Erbes sowie globale Ungleichgewichte und gemeinsame Herausforderungen werden thematisiert.

Die rund zweijährige Ausbildung umfasst im ersten Jahr drei Grundlagenseminare an verschiedenen deutschen Welterbestätten sowie die Arbeit an eigenen Projekten. So haben Teilnehmende der Weiterbildung beispielsweise im Vorfeld der internationalen Tagung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn 2015 ein Memory-Spiel zu den deutschen Welterbestätten entwickelt oder 2017 Beiträge zum Pop-Up-Besucherzentrum in Bamberg konzipiert.

Im zweiten Jahr sollen das fachliche Wissen durch Aufbauseminare gefestigt und die eigenen Leitungskompetenzen durch die Vermittlung eigener Kenntnisse in selbstorganisierten Seminaren gestärkt werden. 2017 organisierten Welterbe-TeamerInnen unter anderem ein Seminar zum gelebten Erbe in Wismar sowie zum Thema „shared heritage“ an den Beispielen Museumsinsel und Humboldt-Forum in Berlin. Darüber hinaus boten TeamerInnen Workshops für Schüler zum Thema Nachhaltiger Tourismus an Welterbestätten im Rahmen des Programms „denkmal aktiv“ sowie bei der Jahrestagung der UNESCO-Projektschulen an.

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