Kultur und Natur

Geoparks in Deutschland

UNESCO-Geoparks gibt es seit 2015. In dieser kurzen Zeit haben die UNESCO-Geoparks in Deutschland bereits große Fortschritte erzielt und sich als Entwicklungsrahmen ihrer Region etabliert. Ein UNESCO-Geopark ist in Deutschland bislang kein gesetzlich verankertes Gebietskonzept. Die sechs deutschen UNESCO-Geoparks umfassen etwa 6,5 Prozent der Landfläche Deutschlands.

UNESCO-Geoparks sind Gebiete mit geologischen Stätten und Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung. Beispiele für solche bedeutenden Stätten in deutschen Geoparks sind: die „klassische Quadratmeile der Geologie“ am nördlichen Harzrand, die Fossilien aus Holzmaden an der Schwäbischen Alb oder die Eifel-Maare. Mehrere dieser wichtigen Stätten wurden von der UNESCO sogar zusätzlich als Welterbe ausgezeichnet wie das Bergwerk Rammelsberg, die Grube Messel oder die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb.

Diesen internationalen Wert ihrer erdgeschichtlichen Stätten – aber auch das Kultur- und Naturerbe – machen die deutschen UNESCO-Geoparks durch ein ganzheitliches Konzept von Bildung, Schutz und nachhaltiger Entwicklung erlebbar, für Bewohner wie für Besucher. UNESCO-Geoparks fördern Identifikation mit der Region, Tourismus und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Sie machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema – immer unter Rückbezug auf das besondere geologische Erbe.

Das Konzept der Geoparks hat in Deutschland schon vor der UNESCO-Anerkennung eine lange Tradition: 2002 führte der Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) das nationale Gütesiegel „Nationaler GeoPark in Deutschland“ ein. Mittlerweile gibt es 16 solcher Nationalen GeoParks, sowie sechs Geoparks, die sich noch auf dem Weg zur nationalen Auszeichnung befinden. Verliehen wird die Auszeichnung durch die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung. Für deutsche Geoparks gilt: Voraussetzung für eine Antragstellung bei der UNESCO ist die Anerkennung als Nationaler GeoPark in Deutschland. Somit sind alle deutschen UNESCO-Geoparks gleichzeitig in das Netz der Nationalen GeoParks eingebunden. Darüber tauschen sich die deutschen UNESCO-Geoparks seit 2012 auch im Forum der UNESCO Global Geoparks Deutschland aus.

Derzeit gibt es sechs UNESCO-Geoparks in Deutschland:

Modellregionen für nachhaltige Entwicklung: UNESCO-Geoparks

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