Trägerinnen des L'Oréal-UNESCO-Preises

In jedem Jahr erhalten fünf herausragende Wissenschaftlerinnen für ihr Lebenswerk den mit 100.000 US-$ dotierten L’Oréal-UNESCO-Preis.

2019

  • Najat Aoun Saliba (Libanon, Nature Conversation Center at the American University of Beirut): Für die Erforschung von Krebserregern und anderen giftigen Luftschadstoffen im Nahen Osten
  • Maki Kawai (Japan, Universität Tokio): Für Forschungen im atomaren Bereich, um Materialien zu transformieren und neue Materialien herzustellen
  • Claire Voisin (Frankreich, College de France): Für ihre Forschungen in der algebraischen Geometrie
  • Karen Hallberg (Argentinien, Bariloche Atomic Centre):Für die Entwicklung rechnergestützter Ansätze, die es Wissenschaftlern ermöglichen, die Physik der Quantenmaterie zu verstehen
  • Ingrid Daubechies (USA, Duke University): Für ihren Beitrag zur numerischen Bearbeitung von Bildern

2018

  • Carole Dean (Großbritannien, John Innes Center): Für die Erforschung der Anpassung von Pflanzen an ihre Umgebung und an den Klimawandel
  • Janet Rossant (Kanada, Universität Toronto): Für Forschung zur Gewebe- und Organentwicklung im menschlichen Embryo
  • Heather Zar (Südafrika, Universität Kapstadt): Für Forschung an Lungenentzündung, Tuberkulose und Asthma
  • Mee-Mann Chang (China, Chinesische Akademie der Wissenschaften): Für die Erforschung der Eroberung von ländlichen Ökosystemen durch wasserlebende Wirbeltiere anhand von Fossilien
  • Amy T. Austin (Argentinien, Universität Buenos Aires): Für Beiträge zum Verständnis von Ökosystemen

2017

  • Nicola Spaldin (Schweiz, ETH Zürich): Für neue Materialien mit schaltbaren magnetischen und ferroelektrischen Eigenschaften
  • Zhenan Bao (USA, Stanford University): Für die Entwicklung neuer funktionaler Polymere zum Einsatz in Verbrauchertechnik, Energiespeicherung und Biomedizin 
  • Niveen Kha Shab (Saudi-Arabien, King Abdullah University): Für neue "smarte" Hybridmaterialien zum Transport von Medikenten und für Überwachungstechniken der Zelle
  • Michelle Simmons (Australien, University of South Wales): Für atomare Transistoren als Schritt zum Quantencomputer
  • Maria Theresa Ruiz (Chile, Universidad de Chile): Für die Entdeckung des ersten Braunen Zwerges und für ihre Untersuchungen der lichtschwächsten Sterne

2016

  • Emmanuelle Charpentier (Direktorin des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, Berlin): Entdeckung des CRISPR-Cas9-System von Bakterien als Werkzeug zur Bearbeitung genetischen Materials
  • Jennifer Doudna (USA): Entdeckung des CRISPR-Cas9-System von Bakterien als Werkzeug zur Bearbeitung genetischen Materials
  • Quarraisha Abdool Karim (Südafrika): Behandlung und Vorsorge von HIV
  • Hualan Chen (China): Erforschung der Vogelgrippe als Basis einer wirksamen Impfung
  • Andrea Gamarnik (Argentinien): Erforschung von Krankheiten wie dem Dengue-Fieber, dei von Moskitos übertragen werden

2015

  • Rajaa Cherkaoui El Moursli (Marokko): Beitrag zur Entdeckung des Higgs-Teilchens
  • Yi Xie (China): Beiträge zur Herstellung neuer, nur wenige Atome dicker Materialien 
  • Carol Robinson (USA): Entwicklung einer Methode zur Untersuchung der Funktion von
    Membranproteinen
  • Thaisa Storchi Bergmann (Brasilien): Erforschung der Rolle von massiven schwarzen Löcher zur Bildung von Galaxien
  • Molly Shoichet (Kanada): Biomaterialentwicklung, um zerstörtes
    Nervengewebe zu regenerieren

2014 Lebenswissenschaften

  • Cecilia Bouzat (Argentinien): Grundlagen der Kommunikation zwischen Gehirnzellen und zwischen Nerven und Muskeln
  • Laurie Glimcher (USA): Schlüsselfaktoren des Immunsystems bei Allergien und Autoimmunkrankheiten
  • Kayo Inaba (Japan): Rolle von dendritischen Zellen für das Immunsystem
  • Secenet Kelemu (Kenia): Mikroorganismen-basierte Steigerung von Produktivität und Widerstandsfähigkeit von Futtermittelgräsern 
  • Brigitte Kieffer (Frankreich): Gehirnmechanismen von Schmerzen, Geisteskrankheiten und Drogenabhängigkeit

2013 Materialwissenschaften

Francisca Nneka Okeke (Nigeria) - Erforschung von im Tagesrhythmus schwankenden Ionen-Konzentrationen in der oberen Erdatmosphäre
Pratibha Gai (Großbritannien) - Erfindung einer Variante des Eketronenmikroskops, mit dem die Oberflächenreaktionen an Katalysatoren beobachtet werden können
Reiko Kuroda (Japan) - Entdeckung von funktionalen Unterschieden zwischen links- und rechts-händischen Molekülen
Marcia Barbosa (Brasilien) - Entdeckung von besonderen Eigenschaften des Wassers, welche u.a. für das Verständnis von Erdbeben oder die Proteinfaltung wichtig sein könnten
Deborah Jin (USA) - Entwicklung eines Kühlverfahrens für Moleküle, das die Beobachtung von chemischen Reaktionen erlaubt 

2012 Lebenswissenschaften

Jill Farrant (Südafrika) – Erforschung von trockenheitsresistenten Auferstehungspflanzen
Ingrid Scheffer (Australien) – Verbesserte Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten bei Epilepsie
Frances Ashcroft (Großbritannien) – Diabetesforschung
Susana López (Mexiko) – Erforschung von Rotaviren und deren Bekämpfung
Bonnie Bassler (USA) – Beweis, dass Bakterien via verschiedener Chemikalien miteinander kommunizieren

2011 Materialwissenschaften

Faiza Al-Kharafi (Kuwait) – Korrosionsprozesse im Hinblick auf Wasseraufbereitung und die Ölindustrie
Vivian Wing-Wah YAM (China) – Lichtemittierende Materialien und innovative Wege zur Speicherung von Solarenergie
Anne L'Huillier (Schweden) – Entwicklung der schnellsten Kamera zur Aufnahme von Ereignissen in Attosekunden, d.h. ein Milliardstel von einem Milliardstel einer Sekunde (10−18 Sekunden)
Silvia Torres-Peimbert (Mexiko) – Chemische Zusammensetzung von intergalaktischen Nebelwolken
Jillian Banfield (USA) – Bakterielles und stoffliches Verhaltens unter extremen Umweltbedingungen

2010 Lebenswissenschaften

Rashika El Ridi (Ägypten) – Impfungen für die Tropenkrankheit Schistomiasis/Bilharzia.
Lourdes J. Cruz (Philippinen) –  Giftstoffe von Meeresschnecken, die der Gehirnforschung dienen können
Elaine Fuchs (USA) –  Biologie der Haut und Stammzellen der Haut
Anne Dejean-Assémat (Frankreich) – Leukämie und Leberkrebs
Alejandra Bravo (Mexiko) – Bakterielle Giftstoffe als wirkungsvolle Insektizide

2009 Materialwissenschaften

Akiko Kobayashi (Japan) – Molekulare Leiter und einkomponentige molekulare Metalle
Eugenia Kumacheva (Kanada) – Neue Materialien für Medikamenttransport oder optische Speicher
Athene M. Donald (Großbritannien) – Physik von ungeordneten Materialien wie Zement oder Stärke
Beatriz Barbuy (Brasilien) – Entwicklung von Sternen seit dem Urknall
Tebello Nyokong (Südafrika) – Anwendungen von Licht in der Krebstherapie und für Umweltschäden

2008 Lebenswissenschaften

Lihadh Al-Gazali (Vereinigte Arabische Emirate) – Beitrag zur Charakterisierung von Erbfehlern
Elizabeth Blackburn (USA) – Erforschung der Rolle von Chromosomenden bei Krebs und beim Altern
Ana Belen Elgoyhen (Argentinien) – Beitrag zum Verständnis des Hörens auf molekularer Basis
V. Kim Narry (Südkorea) – Für die Erforschung unbekannter RNS Moleküle
Ada Yonath (Israel) – Studien zur Proteinsynthese und ihre Unterbrechung durch Antibiotika

2007 Materialwissenschaften

Tatiana Birshtein (Russland)
Margaret Brimble (Neuseeland)
Mildred Dresselhaus (USA)
Ligia Gargallo (Chile)
Ameenah Gurib-Fakim (Mauritius)

2006 Lebenswissenschaften

Habiba Bouhamed Chaabouni (Tunesien)
Pamela Bjorkman (USA)
Christine van Broeckhoven (Belgien)
Jennifer Graves (Australien)
Esther Orozco (Mexiko)
Sonderpreis: Christiane Nüsslein-Volhard (Deutschland, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie)

2005 Materialwissenschaften

Zohra Ben Lakhdar (Tunesien)
Belita Koiller (Brasilien)
Dominique Langevin (Frankreich)
Myriam P. Sarachik (USA)
Fumiko Yonezawa (Japan)

2004 Lebenswissenschaften

Nancy Ip (China)
Philippa Marrack (USA)
Lucia Mendonça Previato (Brasilien)
Christine Petit (Frankreich)
Jennifer Thomson (Südafrika)

2003 Materialwissenschaften

Ayse Erzan (Türkei)
Johanna M.H. Levelt Sengers (USA)
Fang-hua Li (China)
Karimat El-Sayed (Ägypten)
Mariana Weissmann (Argentinien)

2002 Lebenswissenschaften

Ana María López Colomé (Mexiko)
Nagwa Meguid (Ägypten)
Indira Nath (Indien)
Mary Osborn (Deutschland, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie)
Shirley Tilghman (USA)
Sonderpreis: Marianne Grunberg-Manago (Frankreich)

2001 Lebenswissenschaften

Suzanne Cory (Australien)
Adeyinka Gladys Falusi (Nigeria)
Anne Mc Laren (Großbritannien)
Joan Argetsinger Steitz (USA)
Mayana Zatz (Brasilien)

2000 Lebenswissenschaften

Joanne Chory (USA)
Valerie Mizrahi (Südafrika)
Tuneko Okazaki (Japan)
Margarita Salas (Spanien)
Eugenia Maria Del Pino Veintimilla (Ekuador)
Sonderpreis: Thressa Stadtman (USA)

1998 Lebenswissenschaften

Pascale Cossart (Frankreich)
Myeong Hee-Yu (Südkorea)
Gloria Montenegro (Chile)
Grance Aladunni L. Taylor (Nigeria)

Vorschläge dürfen international bekannte Mitglieder der wissenschaftlichen Community und die UNESCO-Nationalkommissionen bei der UNESCO einreichen. Eine 15-köpfigen Jury wählt die Preisträgerinnen aus.