Meldung,

Nord- und Südkorea mit gemeinsamer Nominierung des traditionellen koreanischen Wrestlings erfolgreich

Wrestling als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt

"A highly symbolic step towards inter-Korean reconciliation, that reminds us of the peace-building power of cultural heritage."

"Ein symbolträchtiger Schritt zur innerkoreanischen Versöhnung, der die friedensfördernde Kraft des kulturellen Erbes unterstreicht."

Audrey Azoulay

UNESCO-Generaldirektorin

Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat heute beschlossen, das traditionelle koreanische Wrestling (Ssirum/Ssireum) in die Repräsentative UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufzunehmen. Nord- und Südkorea hatten die Kulturform gemeinsam nominiert.

"Dies wäre ohne das große Vertrauen aller koreanischen Behörden in die UNESCO nicht möglich gewesen. Die gemeinsame Einschreibung markiert einen symbolträchtigen Schritt auf dem Weg zur innerkoreanischen Versöhnung", erklärte Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO. Nord- und Südkorea wollten die Kulturform des Wrestlings zunächst getrennt voneinander nominieren. Nach der Vermittlung durch die UNESCO hatten sie sich jedoch auf eine gemeinsame Nominierung geeinigt.

Die UNESCO wird weiterhin mit den Behörden beider Länder an konkreten Projekten zur Aussöhnung auf der koreanischen Halbinsel durch Kultur, Bildung und Wissenschaft arbeiten. Diese Bereiche des UNESCO-Mandats sind wesentliche Grundlagen für einen dauerhaften Frieden.

Ssirum/ Ssireum – Das traditionelle koreanische Wrestling

Das traditionelle koreanische Wrestling - "Ssirum" in Nordkorea und "Ssireum" in Südkorea - hat eine große Bedeutung für alle Koreaner. Tief verbunden mit dem Land und der Landwirtschaft, ist es sowohl ein Nationalsport als auch eine sehr beliebte kulturelle Praxis. Wettbewerbe werden regelmäßig während landwirtschaftlicher Veranstaltungen oder Festivals organisiert, die mit dem Zyklus der Jahreszeiten verbunden sind.

Zwischenstaatlicher UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe

Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagt noch bis zum 1. Dezember in Port Louis, Mauritius. In diesem Jahr sind 47 Kulturformen als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit vorgeschlagen, davon gelten sieben als dringend erhaltungsbedürftig, zwei sind Modellprogramme der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes. Im Rahmen seiner 13. Tagung wird sich der Ausschuss erneut auch mit dem Thema Immaterielles Kulturerbe in Katastrophenfällen, wie etwa Naturkatastrophen oder Konfliktsituationen, befassen. Die Konferenz wird live im Internet übertragen.

UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagt vom 26. November bis 1. Dezember in Mauritius
Blaudruck

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UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagt vom 26. November bis 1. Dezember in Mauritius

Blaudruck als grenzüberschreitendes Immaterielles Kulturerbe der Menschheit nominiert

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Immaterielles Kulturerbe
Frevo aus Brasilien

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Immaterielles Kulturerbe

Orgelbau und -musik in Deutschland, Yoga in Indien oder die Rumba aus Kuba – sie alle gehören zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO. 509 Kulturformen sind auf den internationalen UNESCO-Listen verzeichnet, mehr als 70 im deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes: Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste und Handwerkskünste.
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