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Wissen und Know-how vom Mittelalter bis heute: Konferenz zum Bauhüttenwesen in Paris

Zusammen mit Frankreich, Österreich, der Schweiz und Norwegen hat Deutschland im März 2019 die Nominierung des Bauhüttenwesens für das UNESCO-Register Guter Praxis der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes eingereicht. Die Entscheidung über eine Aufnahme wird für Ende des Jahres 2020 erwartet.

Das Bauhüttenwesen zählt bereits seit 2018 zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland. In Bauhütten arbeiten zahlreiche Handwerke aus verschiedenen Gewerken zur Erhaltung von Kathedralen und Großbauwerken auf Dauer zusammen. Unter der Leitung des Dombaumeisters oder der Dombaumeisterin sind vor allem Steinmetze und Bildhauer wichtige Akteure einer Bauhütte. Über Generationen hinweg wurde hier wertvolles Wissen über traditionelles Handwerk praktiziert, weitergegeben und mit neuen Techniken kombiniert.

Das französische Kulturministerium lädt nun in Partnerschaft mit Forschungsinstitutionen und dem Dombaumeister e. V. begleitend zur Nominierung zu einer wissenschaftlichen Tagung nach Paris ein. Vom 23. bis 25. Oktober diskutieren Expertinnen und Experten unter dem Titel „Das Kathedralenprojekt in Europa: Verbreitung und Sicherung von Wissen, Know-how und Materialien vom Mittelalter bis heute“ . An dem Symposium nehmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bauhütten aus Frankreich, Deutschland und Österreich teil. Auf dem Programm stehen außerdem Fachvorträge und Diskussionsrunden zu verschiedenen Aspekten des Themas, nicht zuletzt zum Großbrand und der Restaurierung der Kathedrale und Welterbe-Stätte Notre-Dame de Paris. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Programm (französisch)

Tagungsort ist das Institut national du Patrimoine, Auditorium Colbert (INP/INHA), 2 rue Vivienne, 75002 Paris. Konferenzsprachen sind Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch. Eine Veröffentlichung der Tagungsunterlagen ist geplant.


Publikation

Wissen. Können. Weitergeben..
Deutsche UNESCO-Kommission, 2017