




Gedächtnis der Menschheit: "Memory of the World"
Wer entscheidet heute, an was wir uns morgen erinnern werden? Seit 1992 geht das UNESCO-Programm "Memory of the World" Fragen des vielfältigen Dokumentenerbes nach. Was sagen uns überlieferte Sammlungen über wichtige kulturelle Wendepunkte der Menschheit, welchen zeitgeschichtlichen Spiegel halten sie uns vor?

Das UNESCO-Weltregister "Memory of the World" ist ein weltumspannendes digitales Netzwerk mit ausgewählten herausragenden Dokumenten: wertvollen Buchbeständen, Handschriften, Partituren, Unikaten, Bild-, Ton- und Filmdokumenten.
Das Register umfasst 245 Dokumente aus 96 Ländern, darunter die 21 Thesen der Solidarnosc, die Kolonialarchive Benins, Senegals und Tansanias, die Sammlung indigener Sprachen in Mexiko, die Archive des Warschauer Ghettos, das älteste noch erhaltene Manuskript des Korans "Mushaf von Othman" aus Usbekistan sowie als erste Zeugnisse des Buchdrucks die Göttinger Gutenberg-Bibel und der koreanische Frühdruck Jikji (Anthologie der Zen-Lehre).
Ziel ist es, dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert in Archiven, Bibliotheken und Museen zu sichern und auf neuen informationstechnischen Wegen zugänglich zu machen.
UNESCO Website www.unesco.org/webworld/mow
Artikel
Zwei-plus-Vier-Vertrag ist UNESCO-Dokumentenerbe
20 Jahre "Memory of the World" – Festakt im Auswärtigen Amt (11.10.2012)
Dokumentenerbe im digitalen Zeitalter
UNESCO-Konferenz in Vancouver (25.09.2012)
Festakt "20 Jahre Memory of the World"
Urkundenübergabe zur Aufnahme der Dokumente zum Bau und Fall der Berliner Mauer in das UNESCO-Register (15.08.2012)
20 Jahre "Memory of the World"
UNESCO-Programm zum Schutz des Dokumentenerbes feiert Jubiläum (11.04.2012)
Warschauer Erklärung "Kultur – Erinnerung – Identität"
Ergebnis der 4. Internationalen Konferenz zum UNESCO-Programm "Memory of the World" (26.07.2011)






