




Gedächtnis der Menschheit: "Memory of the World"
Wer entscheidet heute, an was wir uns morgen erinnern werden? Seit 1992 geht das UNESCO-Programm "Memory of the World" Fragen des vielfältigen Dokumentenerbes nach. Was sagen uns überlieferte Sammlungen über wichtige kulturelle Wendepunkte der Menschheit, welchen zeitgeschichtlichen Spiegel halten sie uns vor?
Das UNESCO-Weltregister "Memory of the World" ist ein weltumspannendes digitales Netzwerk mit ausgewählten herausragenden Dokumenten: wertvollen Buchbeständen, Handschriften, Partituren, Unikaten, Bild-, Ton- und Filmdokumenten.
Das Register umfasst 238 Dokumente aus aller Welt, darunter die 21 Thesen der Solidarnosc, die Kolonialarchive Benins, Senegals und Tansanias, die Sammlung indigener Sprachen in Mexiko, die Archive des Warschauer Ghettos, das älteste noch erhaltene Manuskript des Korans "Mushaf von Othman" aus Usbekistan sowie als erste Zeugnisse des Buchdrucks die Göttinger Gutenberg-Bibel und der koreanische Frühdruck Jikji (Anthologie der Zen-Lehre).
Ziel ist es, dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert in Archiven, Bibliotheken und Museen zu sichern und auf neuen informationstechnischen Wegen zugänglich zu machen.
UNESCO Website www.unesco.org/webworld/mow
Artikel
Warschauer Erklärung "Kultur – Erinnerung – Identität"
Ergebnis der 4. Internationalen Konferenz zum UNESCO-Programm "Memory of the World" (26.07.2011)
UNESCO-Urkunde für Benz-Patent überreicht
Festakt mit UNESCO und Daimler AG im Technoseum (15.07.2011)
"Die beiden Nominierungen für das Memory of the World sind gut ausgewählt"
Interview mit Joachim-Felix Leonhard (16.05.2011)
Kultur – Erinnerung – Identität
Konferenz zum "Memory of the World"-Programm in Warschau (21.02.2011)
Die globale Dimension der Erinnerungskultur
Zehn Jahre Memory of the World (30.11.2009)





