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UNESCO Global Geoparks

Im November 2015 hat die UNESCO mit den UNESCO Global Geoparks eine weitere Kategorie von UNESCO-Stätten neben dem Welterbe und den Biosphärenreservaten geschaffen. Bereits zuvor hatte es ein mit der UNESCO nur lose zusammen arbeitendes Netzwerk der sogenannten Global Geoparks gegeben, diese wurden in das „International Geoscience and Geoparks Programme“ (IGGP) der UNESCO integriert.

UNESCO Global Geoparks sind Gebiete mit geologischen Stätten und Landschaften von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung. Diesen Wert machen die UNESCO-Geoparks durch ein ganzheitliches Konzept von Bildung, Schutz und nachhaltiger Entwicklung erlebbar, für Bewohner wie für Besucher. UNESCO-Geoparks fördern Identifikation mit der Region, Tourismus und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Sie machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema – immer unter Rückbezug auf das besondere geologische Erbe in Verbindung mit dem jeweiligen Kultur- und Naturerbe.

Derzeit gibt es 120 UNESCO-Geoparks in 33 Ländern, sechs davon in Deutschland: Bergstraße-Odenwald, TERRA.vita, Schwäbische Alb, Vulkaneifel, Harz–Braunschweiger Land–Ostfalen sowie der deutsch-polnische UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen/Łuk Mużakowa.

UNESCO Global Geoparks und die globalen Nachhaltigkeitsziele

Ranger im Geopark Bergstraße Odenwald
© Geopark Bergstraße Odenwald

Die Weltgemeinschaft will bis zum Jahr 2030 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen; diese „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Agenda 2030 wurden im September 2015 verabschiedet. UNESCO-Geoparks leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der SDGs, unter anderem durch ganzheitliche Bildungskonzepte und die Förderung des Bewusstseins für gesellschaftliche Schlüsselherausforderungen. Laut den Kriterien zur Anerkennung als UNESCO-Geopark ist dies sogar eine Kernaufgabe, der sich alle UNESCO-Geoparks künftig immer stärker zuwenden müssen.

Das Nationalkomitee

Das Nationalkomitee für UNESCO Global Geoparks wurde im April 2016 beim Auswärtigen Amt eingerichtet. Es ist zuständig für Geoparks aus Deutschland, die die Anerkennung als UNESCO-Geopark anstreben oder erzielt haben. Zu diesem Zweck hat das Nationalkomitee eigene Kriterien und Verfahren beschlossen. Dem Nationalkomitee gehören führende Experten aus den Bereichen Geowissenschaften, nachhaltige Entwicklung, Tourismus und Bildung sowie Vertreter von Bund und Ländern an. Bei der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) wurde eine Beratungsstelle für UNESCO-Geoparks eingerichtet. Die Beratungsstelle bei der DUK ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Bewerbung und Revalidierung als UNESCO-Geopark.

Ankum
© Geopark TERRA.vita

Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren, um die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark zu erhalten, ist in Deutschland zweistufig gestaltet. Zunächst müssen Bewerber das Nationalkomitee für UNESCO Global Geoparks in Deutschland überzeugen, unter anderem aus dem Grund, dass die jährliche Zahl der Anträge an die UNESCO limitiert ist. Interessierte deutsche Gebiete müssen dazu mit der Deutschen UNESCO-Kommission Kontakt aufnehmen. Erst mit Zustimmung und Unterstützung des Nationalkomitees werden Bewerbungen an die UNESCO eingeleitet; auf internationaler Ebene folgen weitere Prüfschritte.  

1. Bewerbung beim Nationalkomitee
Voraussetzung für eine Bewerbung als UNESCO-Geopark in Deutschland ist die vorherige Zertifizierung als Nationaler Geopark (www.nationaler-geopark.de). Für einen zertifizierten Nationalen Geopark ist die Bewerbung um die Anerkennung als UNESCO-Geopark in jedem Jahr möglich. Zur Einleitung der Bewerbung muss mit Frist 15. Januar eine einseitige Interessenbekundung in englischer Sprache bei der Beratungsstelle der Deutschen UNESCO-Kommission eingereicht werden, diese berät bezüglich der Formanforderungen.

Der Antragsentwurf selbst ist in englischer Sprache zu verfassen und kann jährlich mit Frist zum 31. März bei der Beratungsstelle der Deutschen UNESCO-Kommission eingereicht werden; diese begleitet Antragsteller je nach Wunsch auch in dieser Phase der Bewerbung. Nach Einreichung der Bewerbung findet voraussichtlich im folgenden Juni/Juli eine Bereisung des Geoparks durch Mitglieder des Nationalkomitees statt. Auf Grundlage des Bewerbungsantrags, zusätzlich eingeholter Stellungnahmen und den Ergebnissen der Bereisung entscheidet das Nationalkomitee über die Weiterleitung der Bewerbung an die UNESCO.

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Bewerbung ist die Beratungsstelle für UNESCO-Geoparks bei der Deutschen UNESCO-Kommission.

2. Internationales Verfahren
Falls das Nationalkomitee einen Bewerbungsantrag an die UNESCO weiterleitet, folgt das internationale Prüfverfahren. Hinweise dazu sind auf den entsprechenden Seiten der UNESCO zu finden (siehe unten).

Einhornhöhle
© Geopark Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen

Revalidierungsverfahren

UNESCO-Geoparks werden alle vier Jahre einer erneuten Qualitätsprüfung unterzogen, im Allgemeinen wird eine Qualitätssteigerung der Arbeit der Geoparks seit der letzten Prüfung erwartet. Das Revalidierungsverfahren ist ebenso wie das Bewerbungsverfahren zweistufig gestaltet. Nach der Revalidierung durch das Nationalkomitee erfolgt die Revalidierung auf internationaler Ebene.

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