Deutsche UNESCO Kommission e.V.

SCHRIFTGRÖSSE

Liste des gefährdeten Welterbes

(Stand: August 2010)

Welterbe in Gefahr: das Bamiyan-Tal in Afghanistan. Die Buddha-Statuen aus dem 5. und 6. Jahrhundert wurden im März 2001 durch die Taliban gewaltsam zerstört.
© UNESCO

Nach Artikel 11 der Welterbekonvention werden in die "Liste des gefährdeten Welterbes" Stätten aufgenommen, die infolge von Krieg oder Naturkatastrophen, durch Verfall, durch städtebauliche Vorhaben oder private Großvorhaben ernsthaft bedroht sind. Mit der Eintragung in die so genannte "Rote Liste" will das Welterbekomitee die Aufmerksamkeit der politisch Verantwortlichen und das öffentliche Interesse am Schutz der gefährdeten Kultur- und Naturerbestätten wecken. Die Rote Liste ist nicht Selbstzweck, sondern ein Mittel, den Staat zum Handeln und die Staatengemeinschaft zur Unterstützung zu bewegen. Die Liste des gefährdeten Welterbes wird jährlich auf der Tagung des Welterbekomitees überprüft. Derzeit stehen 34 Welterbestätten auf der Roten Liste. In Klammern ist das Jahr der Aufnahme in die Liste des gefährdeten Welterbes angegeben.

Kulturlandschaft und archäologische Stätten des Bamiyan-Tals, Afghanistan (2003)

Minarett und Ruinen von Jam, Afghanistan (2002)

Frühchristliche Ruinen von Abu Mena, Ägypten (2001)

Nationalpark Simien, Äthiopien (1996)

Barrier Riff, Belize (2009)

Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura, Chile (2005)

Nationalpark Comoé, Côte d'Ivoire (2003)

Naturschutzgebiet Nimba-Berge, Côte d' Ivoire/Guinea (1992)

Bagrati-Kathedrale in Kutaissi und Kloster Gelati, Georgien (2010)

Historische Kirchen von Mzeheta, Georgien (2009)

Wildschutzgebiet Manas, Indien (1992)

Archäologische Stadt Samarra, Irak (2007)

Assur, Irak (2003)

Bam und seine Kulturlandschaft, Iran (2004)

Medina von Zabid, Jemen (2000)

Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem (1982)

Nationalpark Los Katjos, Kolumbien (2009)

Nationalpark Garamba, Demokratische Republik Kongo (1996)

Nationalpark Kahuzi-Biega, Demokratische Republik Kongo (1997)

Nationalpark Salonga, Demokratische Republik Kongo (1999)

Nationalpark Virunga, Demokratische Republik Kongo (1994)

Okapi-Tierschutzgebiet, Demokratische Republik Kongo (1997)

Regenwälder von Atsinanana, Madagaskar (2010)

Naturparks Aïr und Ténéré, Niger (1992)

Festung und Shalimar-Gärten in Lahore, Pakistan (2000)

Ruinenstadt Chan Chan, Peru (1986)

Reisterrassen in den philippinischen Kordilleren, Philippinen (2001)

Nationalpark Niokolo-Koba, Senegal (2007)

Mittelalterliche Denkmäler im Kosovo, Serbien (2006)

Ruinen von Kilwa Kisiwani und Songo Mnara, Tansania (2004)

Gräber der Buganda-Könige in Kasubi, Uganda (2010)

Historisches Zentrum und Hafen von Coro, Venezuela (2005)

Nationalpark Everglades, Vereinigte Staaten von Amerika (2010)

Nationalpark Manovo-Gounda St. Floris, Zentralafrikanische Republik (1997)

Weitere Informationen auf der Website der UNESCO: World Heritage in Danger List