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Pressemitteilung, 2. Dezember 2009

Europäische Experten fordern mehr Forschung für Kulturelle Bildung

Berliner Tagung bereitet UNESCO-Weltkonferenz in Seoul vor

Europäische Bildungs- und Kulturexperten fordern mehr Forschung für Kulturelle Bildung, Qualitätssicherung und mehr Teilhabe an Kultureller Bildung. Dies sind die Ergebnisse der Tagung "Arts Education – Culture Counts", die vom 30. November bis 1. Dezember 2009 in Berlin stattfand. Die 50 Teilnehmer aus 11 Ländern zogen aus europäischer Perspektive eine Zwischenbilanz zur "UNESCO Road Map für Kulturelle Bildung". Veranstalter waren die Deutsche UNESCO-Kommission und der Lehrstuhl für Pädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit der Siemens Stiftung.

Im Mai 2010 findet die zweite UNESCO-Weltkonferenz über Kulturelle Bildung in Seoul statt. Seit der ersten UNESCO-Weltkonferenz in Lissabon 2006 hat sich Kulturelle Bildung in Europa positiv entwickelt. Dieses Fazit zogen auf der Tagung zahlreiche Vertreter europäischer Länder, darunter Frankreich, Belgien und Großbritannien. Zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Initiativen für Kulturelle Bildung haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ein Beispiel dafür ist auch das Engagement der Siemens Stiftung, die sich dem Thema Kulturelle Bildung verstärkt widmet.

Die Tagungsergebnisse sind ein wichtiger Baustein für die Vorbereitung der zweiten UNESCO-Weltkonferenz in Südkorea. Als Herausforderung sehen die europäischen Experten insbesondere lebensbegleitende Bildung für Alle. Diese müsse Differenz, Vielfalt und Inklusion ermöglichen. Die Ergebnisse der Tagung wurden den Vertretern des koreanischen Organisationskomitees der UNESCO-Weltkonferenz überreicht. Die zweite UNESCO-Weltkonferenz Kulturelle Bildung findet vom 25. bis 28. Mai 2010 in Seoul statt.

Auf der Tagung in Berlin wurde außerdem bekannt gegeben, dass dem Lehrstuhl für Pädagogik von Prof. Dr. Eckart Liebau der Status eines "UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung" verliehen wird. Damit würdigt die UNESCO das langjährige Engagement des Instituts zu diesem Thema. Mit dem Lehrstuhl in Erlangen wurde der neunte deutsche Lehrstuhl in das weltweite Netzwerk der UNESCO Chairs aufgenommen. Diese Lehrstühle forschen und lehren zu den Aufgaben und Zielen der UNESCO.

Kulturelle Bildung für Alle – das ist das Ziel, für das sich auch Deutschland seit der UNESCO-Weltkonferenz in Lissabon 2006 verstärkt einsetzt. Die politischen Empfehlungen der Konferenz wurden in einer "UNESCO Road Map for Arts Education" festgehalten. Literatur und Theater, Tanz und Musik, Film und Architektur sind Motoren gesellschaftlicher Entwicklungen – sie machen Kulturelle Bildung als Teil der Allgemeinbildung bedeutsam. Ohne Kulturelle Bildung ist es nur begrenzt möglich, am künstlerischen Leben einer Gesellschaft teilzunehmen.

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