Deutsche UNESCO Kommission e.V.

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Illegaler Handel mit Kulturgut

Zahllose Raubgrabungen an archäologisch bedeutsamen Stätten, die zerstörerische Plünderung von antiken Kulturstätten sowie der massenhafte Diebstahl von Kunstgegenständen aus Kirchen und Museen in aller Welt bedrohen die wissenschaftliche Erschließung, die Erhaltung und den allgemeinen Zugang zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe. Der Umsatz des illegalen Handels mit Kulturgütern geht in die Milliarden, der von ihm verursachte Verlust ist unermesslich.

Die UNESCO-Konvention gegen illegalen Handel mit Kulturgut (1970)

Das bisher weitreichendste internationale Instrument gegen den illegalen Handel mit Kulturgut ist das 1970 von der UNESCO verabschiedete "Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut".

1978 gründete die UNESCO ein "Zwischenstaatliches Komitee zur Förderung der Rückgabe illegal erworbener Kulturgüter in ihre Ursprungsländer". Das Komitee hat 1999 einen  ethischen Kodex für Kunsthändler (International Code of Ethics for Dealers in Cultural Property) verabschiedet, der zu einer Verminderung von Diebstahl und illegalem Handel mit Kulturgütern führen soll. Die 30. UNESCO-Generalkonferenz hat den Kodex im November 1999 bestätigt. Deutschland ist dem Übereinkommen gegen illegalen Handel mit Kulturgut am 30. November 2007 beigetreten.

Die UNIDROIT-Konvention (1995)

Da die UNESCO-Konvention von 1970 nur die zwischenstaatliche und nicht die privatrechtliche Ebene betrifft, also Rückgabeforderungen von Einzelpersonen ausschließt, hat die UNESCO das in Rom ansässige "Internationale Institut für die Vereinheitlichung des Privatrechts" (UNIDROIT) mit der Erarbeitung eines ergänzenden Übereinkommens beauftragt, der "UNIDROIT Convention on Stolen or Illegally Exported Cultural Objects". Die UNIDROIT-Konvention wurde 1995 verabschiedet.

Weitere Informationen auf der Website der UNESCO

Convention on the Means of Prohibiting and Preventing the Illicit Import, Export and Transfer of Ownership of Cultural Property