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Kulturquartier Hamburger Gängeviertel

Komm in die Gänge, Hamburg

Der Verein Gängeviertel e.V. bietet eine Plattform für Diskurse zu Stadtentwicklung, Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. „Komm in die Gänge“ ist eine Initiative, die im August 2009 ins Leben gerufen wurde, um ein Stück Hamburger Stadtgeschichte zu retten: Das Projekt arbeitet für den Erhalt und Schutz des Hamburger Gängeviertels, das Arbeitsräume und Präsentationsmöglichkeiten für Aktivitäten der Kunst und Kultur bereitstellt und die soziokulturelle Bildung fördert.

© F. Holz

Für den Erhalt und die Entwicklung des Hamburger Gängeviertels wurden der Verein Gängeviertel e.V. und die Gängeviertel Genossenschaft 2010 eG gegründet. Der Verein bietet ein vielseitiges, unkommerzielles, kulturelles und politisches Programm zu dem Konzerte, Ausstellungen, Performances, Diskussionsveranstaltungen, Lesungen und Workshops gehören. Er hat ca. 130 Mitglieder, die sich alle ehrenamtlich in Arbeitsgruppen engagieren. Der Gängeviertel e.V. finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Einige seiner Projekte werden durch Stiftungen unterstützt (Fonds Soziokultur, Hamburgische Kulturstiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Philipp-Otto-Runge-Stiftung, Edmund-Siemers-Stiftung). Die Genossenschaft soll die historischen Gebäude des Gängeviertels verwalten und damit preisgünstigen Arbeits- und Lebensraum in der Hamburger Innenstadt sichern. Außerdem soll sie in Zukunft dem Ort eine dauerhafte Selbstverwaltung ermöglichen. Das dafür nötige Eigenkapital wird über gezeichnete Mitgliedsanteile auf einem Treuhandkonto gesammelt.

Das Recht auf gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe im Gängeviertel
Das Gängeviertel ist Ausdruck eines anderen Verständnisses von Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Teilhabe. Der Zugang zu Kunst und Kultur, das „Recht auf Stadt“ soll sich nicht nach finanzieller Leistungsfähigkeit richten. Integraler Bestandteil des Projektes ist das Miteinander von Wohnen, Arbeiten und Öffentlichkeit. Kunst- und Kulturschaffende, Gewerbetreibende, Aktivisten und Bewohner sollen das Quartier gemeinsam gestalten und gemeinsam in sozialen, kulturellen und ökonomischen Fragen entscheiden. Im zivilgesellschaftlichen Sektor arbeitet das Projekt mit verschiedenen kulturellen Institutionen und mit vielen Bürgerinitiativen zusammen. "Recht auf Stadt" ist ein Netzwerk aus 47 Hamburger Initiativen, die sich für bezahlbaren Wohnraum, städtische Freiräume, eine demokratische Stadt und die Erhaltung von öffentlichen Flächen einsetzen. Sie fordern ein "Recht auf Stadt" im Sinne von (kultureller) Teilhabe für alle Bewohner unabhängig von ihrer ökonomischen Leistungsfähigkeit.

Gebäudesanierung und Denkmalschutz im Gängeviertel

Der Denkmalschutz ist ein ebenso wichtiges Ziel des Projekts: Es ist gelungen, elf von zwölf Gebäuden unter Denkmalschutz zu stellen. Bezüglich der denkmalgerechten Sanierung des Quartiers arbeitet das Projekt eng mit dem Denkmalschutzamt zusammen. Im September 2011 wurde ein Kooperationsvertrag mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, der Hamburger Kulturbehörde, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und der Stadtentwicklungsgesellschaft geschlossen, der während der Sanierungsphase, die 2012 beginnen soll, die jeweiligen Zuständigkeiten regelt. Die Finanzierung der Sanierung des Gebäudebestandes wird aus Mitteln der Städtebauförderung, der Hamburger Wohnungsbaukreditanstalt, steuerlichen Mitteln und Fremdkapital ermöglicht.

Seit August 2009 haben mindestens 80.000 Menschen das Gängeviertel und seine bisher ca. 600 durchgeführten Veranstaltungen zu verschiedensten Themen aus den Bereichen Kunst und politische Bildung besucht. Im Jahr kommen mindestens 40.000 Besucher aus aller Welt. Des Weiteren arbeitet das Projekt mit anderen Künstler- und politischen Initiativen in Europa und weltweit zusammen. So waren Künstler und Referenten des Gängeviertels z.B. in Kapstadt, Shanghai, Paris, Lissabon, Genf, Berlin, New York,  Kopenhagen, Köln, London, Zürich, Göttingen und im Goethe-Institut in Stockholm.

Das Projekt „Komm in die Gänge“ ist ein Beispiel für einen Ort, der kulturellen Vielfalt im Sinne der UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen fördert.

Mehr Informationen:

Link zum Projekt

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