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Neueinträge in die UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes

Genossenschaften in Deutschland, Yoga in Indien und Rumba in Kuba anerkannt

Das UNESCO-Komitee für Immaterielles Kulturerbe hat auf seiner Tagung vom 28. November bis 2. Dezember 2016 in Addis Abeba, Äthiopien, 33 Kulturtraditionen neu in die „Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit" aufgenommen. Dazu zählen die Idee und Praxis der Genossenschaften in Deutschland, die belgische Bierkultur, Yoga in Indien, die Rumba aus Kuba sowie das Neujahrs- und Frühjahrsfest Nouruz in Zentralasien. Die „Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes" verzeichnet vier Neueinträge, darunter die Herstellung schwarzer Keramik aus Portugal und Schalenleiermusik und -tanz des Ma’di-Volks aus Uganda. Fünf Erhaltungsprogramme wurden als modellgebend in das „Register Guter Praxisbeispiele" eingeschrieben.

Neueinträge in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit

Neujahrs- und Frühjahrsfest
© UNESCO/Iranian Cultural Heritage, Handicrafts and Tourism Organization

Afghanistan, Aserbaidschan, Indien, Iran, Irak, Kasachstan, Kirgistan, Pakistan, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan, Usbekistan: Neujahrs- und Frühjahrsfest Nouruz. Am 21. März wird in zahlreichen Ländern Zentralasiens das Neujahrs- und Frühjahrsfest begangen. Die Feierlichkeiten dauern zwei Wochen und umfassen verschiedene Rituale, Zeremonien und andere kulturelle Veranstaltungen. Das Fest soll den gemeinschaftlichen Frieden und gegenseitigen Respekt fördern.

Traditioneller Stockkampf
© UNESCO/Auman Khoury

Ägypten: Tatheeb, traditioneller Stockkampf. Tatheeb war im antiken Ägypten eine Form der Kampfkunst. In der heutigen Zeit ist es ein Festspiel. Vor Publikum vorgetragen, umfasst es einen mit langen Stöcken ausgetragenen Scheinkampf zweier Gegner, zu dem volkstümliche Musik gespielt wird. Praktizierende sind Männer, vor allem aus der Gemeinschaft der Saeedy in Oberägypten. Die Regeln des Spiels basieren auf gegenseitigem Respekt, Freundschaft, Mut, Tugend und Stolz. Die Weitergabe erfolgt innerhalb von Familien und Nachbarschaften. 

Fladenbrotkultur
© UNESCO/G. Abdullayeva, Ministry of Culture and Tourism of Kazakhstan

Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Türkei: Fladenbrotkultur (Lavash, Katryma, Jupka, Yufka). Die Fladenbrotkultur ist in diesen Ländern weit verbreitet. Das Fladenbrot wird in einem Ofen oder Kessel gebacken und zu regelmäßigen Mahlzeiten, aber auch zu Hochzeiten, Geburtsfeiern, Beerdigungen und an Feiertagen gegessen. Die kulturelle Praxis steht für Gastfreundschaft, Solidarität und Wohlstand und stärkt den Zusammenhalt von Gemeinschaften. Durch das Meister-Schüler-Prinzip und Mitmachen wird das Wissen und Können der Fladenbrotherstellung weitergegeben.

Gada-System, demokratisches Gesellschaftssystem der Oromo
© UNESCO/Authority for Research and Conservation of Cultural Heritage

Äthiopien: Gada-System, demokratisches sozio-politisches System der Oromo. Gada ist ein traditionelles sozio-politisches Herrschaftssystem der Volksgruppe der Oromo in Äthiopien. Es regelt die politischen, ökonomischen, sozialen und religiösen Aktivitäten der Menschen. Unterteilt in fünf Klassen muss ein jeder veschiedene Stufen durchlaufen, bevor Führungsrollen übernommen werden können. Partizipieren können Männer, deren Väter ebenfalls Mitglieder sind. Das Gada-System fördert den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die Weitergabe der Kulturform erfolgt durch die Ältesten, innerhalb von Familien und in Schulen. 

Mangal Shobhajatra Festival anlässlich Neujahr
© UNESCO/Bangla Academy

Bangladesch: Mangal Shobhajatra-Festival anlässlich Neujahr (Pahela Baishakh). Mangal Shobhajatra ist ein Fest am 14. April, an dem Pahela Baishakh (Neujahr) gefeiert wird. Es wird von Studenten und Lehrern der Fakultät für Kunstwissenschaften der Universität Dhaka organisiert. Die festliche Tradition begann 1989, als Studenten, die von der Militärherrschaft enttäuscht waren, der Bevölkerung Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben wollten. Die zur Schau gestellten Festwagen und Masken symbolisieren Stärke, Frieden und die Abkehr vom Bösen. Die Tradition fördert Solidarität und Demokratie und wird von Bildungseinrichtungen weitergegeben.  

Bierkultur in Belgien
© UNESCO/Stephanie Radermacher

Belgien: Bierkultur in Belgien. Die Herstellung und Wertschätzung von Bier gehört zum lebendigen Kulturerbe Belgiens. Im Land werden knapp 1.500 Biersorten produziert und dabei unterschiedliche Gärungsmethoden angewendet. Craft Beer ist inzwischen besonders beliebt. Bier wird zudem zum Kochen verwendet oder zur Herstellung von speziellem Käse. Die Weitergabe des Wissens und Könnens erfolgt unter anderem durch Brauereien, Universitäten sowie öffentliche Fortbildungseinrichtungen.

Die 24 Sonnenkalenderabschnitte
© UNESCO/China Agricultural Museum

China: Die 24 Sonnenkalenderabschnitte, Wissen über Zeit und Praktiken der Sonnenbewegung. Um Jahreszeiten, Astronomie und andere natürliche Phänomene besser zu verstehen, haben Chinesen in der Antike die Jahreskreisbewegung der Sonne beobachtet und sie in 24 Abschnitte geteilt. Jeder Abschnitt erhielt einen Namen basierend auf Beobachtungen der Umwelt, wie Temperaturveränderungen und Regenfällen. Die Namen reichen von „Sommerbeginn“, „Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche“ und „Erster Frost“ bis „Getreideregen“, „Frisches Grün“ und „Insektenerwachen“. Traditionell wurden die Jahresabschnitte genutzt, um Produktion und tägliche Routinen zu strukturieren. Man findet sie noch heute in populären Kalendern, die sowohl für die Bevölkerung als auch speziell für Bauern eine wichtige und anleitende Bedeutung haben. Rituale und Feste sind eng mit den 24 Abschnitten verbunden.

Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften
© UNESCO/RWGV

Deutschland: Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften. Eine Genossenschaft ist eine freiwillige Vereinigung von Menschen mit gleichen Interessen, die individuelles Engagement und Selbstbewusstsein fördert und soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation ermöglicht. Es ist eine allen offen stehende Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation, ein Modell der kooperativen Selbsthilfe und Selbstverantwortung. Mitglieder werden durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen zu Miteigentümern. Ihre von der Zahl der erworbenen Anteile unabhängige Stimme sichert ihnen Mitbestimmung und aktive Mitgestaltung zu. Die hohe Anzahl von Genossenschaftsmitgliedern in Deutschland und die rechtliche Absicherung ihrer Grundsätze durch ein Genossenschaftsgesetz sind im internationalen Vergleich Besonderheiten.

Merengue – Musik und Tanz
© UNESCO/Ministerio de Cultura de la Republica Dominicana

Dominikanische Republik: Merengue – Musik und Tanz. Der Merengue ist Teil der dominikanischen Identität und spielt eine wichtige Rolle in vielen Aspekten des täglichen Lebens der Menschen. Er ist wichtiger Bestandteil von sozialen Veranstaltungen und Festen. Der Paartanz verbindet Menschen unterschiedlicher sozialer Klassen, fördert Respekt und friedliches Zusammenleben. Die Weitergabe des Wissens und Könnens erfolgt durch die Teilnahme an Merengue-Veranstaltungen. 2005 wurde der 26. November als Nationaler Merengue-Tag erklärt.

Karneval von Granville
© UNESCO/Comité d'Organisation du Carnival de Granville

Frankreich: Karneval von Granville. Der Karneval von Granville ist ein viertägiges Fest, das vor dem Fastnachtsdienstag stattfindet. Sowohl die lokale als auch umliegende Gemeinschaften zelebrieren dieses Fest. Die von 2.500 „Karnevalisten“ gestalteten Festwagen nehmen häufig aktuelle gesellschaftliche und politische Ereignisse aufs Korn. Blaskapellen, eine Konfettischlacht sowie eine „Nacht der Intrigen“ gehören weiterhin zum Geschehen. Das Fest stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaften und wird durch Familien und Festkomitees weitergegeben.   

Die drei Alphabete der georgischen Schriftsprache
© UNESCO/National Agency for Cultural Heritage Preservation of Georgia

Georgien: Die drei Alphabete der georgischen Schriftsprache. Die Schriftsprache Georgiens hat drei Alphabete hervorgebracht, die noch heute verwendet werden: Mrgvlovani, Nuskhuri und Mkhedruli. Mrgvlovani war das erste Alphabet, aus dem zunächst Nuskhuri und schließlich Mkhedruli entstanden. Das georgische Bildungssystem basiert auf dem Mkhedruli-Alphabet, das in Grundschulen, Gymnasien und zu Hause unterrichtet wird. Mrgvlovani und Nuskhuri werden vorwiegend in Gemeinden der georgischen Orthodoxen Apostelkirche gelehrt. Die drei Alphabete existieren nebeneinander aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen und reflektieren zugleich die vielfältigen kulturellen Identitäten der Menschen im Land.

Neujahrsfest Momoeria
© UNESCO/Kostas Alexandridis

Griechenland: Neujahrsfest Momoeria in acht Dörfern der Gemeinde Kozani. Vom 25. Dezember bis 5. Januar zeigen Tänzer, Darsteller und Musiker in den Straßen von Kozani eine Darbietung ihrer Künste. Sie gehen auch von Tür zu Tür, um den Bewohnern Erfolg und Wohlstand für das neue Jahr zu wünschen. Die Memoeria-Tänzer repräsentieren die Geistlichen von Momos oder die Feldherren Alexanders des Großen. Mit ihren Tänzen versuchen sie die Natur davon zu überzeugen, die Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten. Dieser Brauch stärkt maßgeblich die Identität der beteiligten Gemeinschaften und wird von älteren an die jüngeren Generationen weitergegeben.

Yoga in Indien
© UNESCO/Sangeet Natak Akademi

Indien: Yoga. Die Praktik hat viele Bereiche der indischen Gesellschaft beeinflusst, darunter Gesundheit, Medizin, Bildung und Kunst. Basierend auf der Vereinigung von Körper, Geist und Seele, zielt Yoga auf das mentale, spirituelle und physische Wohlbefinden. Als Techniken kommen dabei verschiedene Körperübungen, Meditation, die Kontrolle der Atmung und spirituelle Praktiken zum Tragen. Traditionell wurde Yoga durch das Meister-Schüler-Prinzip weitergegeben; heutzutage übernehmen auch Yoga-Ashrams, Bildungseinrichtungen und Gemeindezentren diese Aufgabe.  

Fest und Gelübde zu Ehren des Heiligen Khidr
© UNESCO/Hashim Al-Hakeem

Irak: Fest und Gelübde zu Ehren des Heiligen Khidr. Jeden Februar ehren die Gemeinschaften in Irak eine heilige Gestalt mit dem Namen Khidr, die, so der Glaube, die Wünsche der Menschen und speziell der Bedürftigen erfüllt. In traditioneller Kleidung treffen sich Familien auf einem heiligen Hügel, wo sie eine besondere Mahlzeit einnehmen und den populären Tanz „Dabkka“ tanzen. Am Ufer des Tigris werden Gelübde abgelegt und Opfergaben dem Fluss übergeben. Diese Tradition stärkt den sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaften und wird von Familien und Schulen weitergegeben.

Festwagenumzüge in Japan
© UNESCO/Agency for Cultural Affairs

Japan: Yama-, Hoko- und Yatai-Festwagenumzüge in Japan. Zu diesem jährlichen Fest finden in Städten und Dörfen in ganz Japan Umzüge mit prächtig geschmückten Festwagen statt, um die Götter um Frieden und Schutz vor Naturkatastrophen zu bitten. Die Yama-, Hoko- und Yatai-Festwagenumzüge sind das größte Event des Jahres in Japan, sie reflektieren die Vielfältigkeit an lokalen Kulturen und sind von sehr inklusivem Charakter. Die Verantwortung für die Konstruktion der Festwagen oder die musikalische Begleitung des Festes werden von allen geteilt. Ältere Generationen bringen den Jüngeren das nötige Wissen und Können bei, auch Workshops werden dazu veranstaltet.

Kuresi-Kampfsport in Kasachstan
© UNESCO/Kazakhstanbarysy.kz

Kasachstan: Kuresi-Kampfsport in Kasachstan. Kuresi ist ein traditioneller Kampfsport, der innerhalb von Gemeinschaften in Kasachstan praktiziert wird. Ziel dabei ist es, die Schultern des Gegners durch spezielle Techniken auf den Boden zu ringen. Wurden die Wettkämpfe früher nur auf lokaler Ebene durchgeführt, hat sich Kuresi mittlerweile zu einem Nationalsport entwickelt, der selbst internationale Wettkämpfer anzieht. Der Kuresi fördert Toleranz und Solidarität. Männer und Frauen aller Altersklassen gehören zu den Praktizierenden. Der Kampfsport wird durch Sporteinrichtungen weitergegeben.

Rumba in Kuba
© UNESCO/Medina Hernandez, AHS

Kuba: Rumba. Die Rumba entwickelte sich in den ärmeren Vierteln von Städten wie auch auf dem Land. Sie beinhaltet Gesang, Bewegung, Gesten und Musik als Ausdruck von Widerstand und Selbstbewusstein. Gleichzeitig ist die Praktik gekennzeichnet von Anmut, Sinnlichkeit und Freude am sozialen Leben. Die Weitergabe erfolgt innerhalb von Familien und in den Nachbarschaften.

Bhojpuri-Volkslieder und Geet-Gawai-Zeremonie
© UNESCO/National Heritage Fund

Mauritius: Bhojpuri-Volkslieder und Geet-Gawai-Zeremonie. Geet-Gawai ist eine traditionelle Zeremonie, die vor Hochzeiten abgehalten wird und rituelle Elemente, Gesang, Musik, Tanz und Gebete beinhaltet. Sie wird hauptsächlich von den Bhojpuri sprechenden Gemeinschaften in Mauritius vollzogen. Dazu finden sich im Haus der Braut oder des Bräutigams Familienmitglieder und Nachbarn zusammen, wo sie beispielsweise Reis und Geld übergeben, Lieder zu Ehren hinduistischer Göttinnen und Götter singen und gemeinsam tanzen. Dieser Brauch stärkt die Identität und das kollektive Gedächtnis der beteiligten Gemeinschaften.

Charrería-Pferdetradition
© UNESCO/Janet Jarman

Mexiko: Charrería-Pferdetradition. Charrería ist eine traditionelle Praktik der Pferdezüchter-Gemeinschaften in Mexiko. Der Ursprungsgedanke dieser Tradition war, das friedliche Miteinander der Pferdezüchter unterschiedlicher Gebiete zu fördern. Diese Praktik wurde in der heutigen Zeit erweitert und umfasst nunmehr auch sportliche Aktivitäten und Wettkämpfe. Dazu werden die Mitglieder der Gemeinschaften unter anderem von Vereinen und Schulen ausgebildet und trainiert. Sowohl Männer als auch Frauen führen diese Tradition vor Publikum vor. Die Charrería ist ein wichtiger identitätsstiftender Faktor der Gemeinschaften und ermöglicht darüber hinaus, soziale Werte an jüngere Generationen weiterzugeben. 

Internationales Fisch- und Kulturfestival Argungu
© UNESCO/Adeniyi Olagunju

Nigeria: Internationales Fisch- und Kulturfestival in Argungu. Jedes Jahr findet zwischen Februar und März in Argungu, im Nordwesten von Nigeria, das internationale Fisch- und Kulturfestival statt. Das viertägige Fest beinhaltet traditionelle Wettkämpfe der Fischergemeinschaften wie Angeln, Kanurennen oder das Fangen von Wildenten. Die Wettkämpfe werden von Jungen und Männern ausgetragen, während Mädchen und Frauen Lieder und Tänze aufführen. Das Festival stärkt die Identität der Gemeinschaften und fördert das friedliche Miteinander zwischen den Volksgruppen der Argungu und der Sokoto, in denen der Fischfang eine lange Tradition hat. Traditionell werden die Methoden der Fischerei von den Ältesten an die Jüngeren weitergegeben.

Traditionelles Wandteppich-Handwerk
© UNESCO/Ministry of Culture of Romania

Rumänien, Republik Moldau: Traditionelles Wandteppich-Handwerk. Die von den Weber-Gemeinschaften in Rumänien und der Republik Moldau produzierten Wandteppiche wurden traditionell für Dekorationszwecke, Beerdigungen, Ausstellungen und Mitgiften verwendet. Heutzutage finden sie vor allem Anerkennung als spezifische Kunstform. Die Herstellungstechniken haben sich über die Zeit verändert; wurden die Teppiche früher gewebt, so werden sie heute vor allem geknüpft. Dies ermöglicht den Webern nicht nur feinste Konturen einzuarbeiten, sondern auch ihre Arbeit zu Hause zu verrichten. Das traditionelle Wandteppich-Handwerk ist Ausdruck von Kreativität, wirkt identitätsstiftend und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Das Können und Wissen wird durch Familien, Handwerkszentren und Bildungseinrichtungen weitergegeben.

Almezmar, Trommel- und Tanzpraxis mit Stäben
© UNESCO/Ahmed Abdullatif

Saudi-Arabien: Almezmar, Trommel- und Tanzpraxis mit Stäben. Almezmar ist eine traditionelle Trommel- und Tanzpraxis der Hijazi. Sie wird anlässlich von Familienfeiern oder während landesweiter Veranstaltungen aufgeführt. Bis zu 100 Männer stehen sich in zwei Reihen gegenüber, klatschen und singen Lieder über Tapferkeit und Liebe. In der Mitte und zu dem Rhythmus von Trommeln wirbeln Künstler mit langen Stäben umher. Diese kulturelle Praxis wird durch Künstler und Kulturerbezentren weitergegeben. Sie stiftet Identität und ist Teil des kollektiven Gedächtnis‘ der Gemeinschaften.

Winzerfest in Vevey
© UNESCO/Confrérie des Vignerons

Schweiz: Winzerfest in Vevey. Das Winzerfest in Vevey würdigt die Winzer der Gemeinde. Ursprünglich als Festumzug veranstaltet, umfasst es nunmehr 15 verschiedene Veranstaltungen innerhalb von drei Wochen, zu deren Gelingen 5.000 Menschen beitragen. Während des Fests werden die besten Winzer ausgezeichnet. Dazu gibt es Musik und Essen sowie einen Festumzug zur Nachbargemeinde La Tour-de-Peilz. Das Fest wird von der Bruderschaft der Weinbauern Vevey zusammen mit ehrenamtlichen Helfern organisiert. Es fördert sowohl die Kreativität der Gemeinschaft als auch das Wissen der Winzer.

Puppentheater in der Slowakei und Tschechien
© UNESCO/SL'UK Bratislava

Slowakei, Tschechien: Puppentheater in der Slowakei und in Tschechien. Das Puppentheater in der Slowakei und in Tschechien ist nicht nur eine traditionelle Form populärer Unterhaltung; es ist auch eine Methode, um eine Vision der Welt sowie moralische Werte zu transportieren. Ein integraler Bestandteil des Theaters und der dazugehörigen Erzähltradition ist sein Beitrag zu Sozialisation, Kreativität und Identität. Die verwendeten Puppen sind aus Holz gefertigt und werden auf verschiedenste Weise „zum Leben erweckt“. Die Weitergabe erfolgt durch die Träger-Gemeinschaften, Familien, Vereine sowie Musik- und Kunstschulen. 

Passionsspiele von Škofja Loka
© UNESCO/Tomaz Lunder

Slowenien: Passionsspiele von Škofja Loka. Die Passionsspiele finden im mittelalterlichen Stadtkern von Škofja Loka während der Fastenzeit und Ostern statt. Sie basieren auf den historischen Arbeiten eines Kapuzinermönches und stellen in 20 Szenen die Inhalte des Alten und Neuen Testaments dar. In dem seit sechs Jahren durchgeführten Schauspiel sind 900 lokale Darsteller sowie 400 ehrenamtliche Mitarbeiter involviert. Es stärkt die Identität und den Zusammenhalt der Gemeinschaft und wird von Familien, Bildungseinrichtungen und lokalen Handwerkern weitergegeben.

Frühlingsfest „Fallas“ in Valencia
© UNESCO/Josep Zaragoza

Spanien: Frühlingsfest „Fallas“ in Valencia. Das traditionelle Fest „Fallas“ in Valencia markiert jedes Jahr den Beginn des Frühlings. Lokale Künstler entwerfen ein Karikaturen-Monument, das aktuelle soziale Missstände aufgreift. Vom 14.-19. März wird es auf dem zentralen Platz errichtet und schließlich angezündet, um eine Neuordnung der sozialen Verhältnisse zu symbolisieren. Blaskapellen, Essen und Feuerwerk begleiten die Aktivitäten. Das Fest stärkt den sozialen Zusammenhalt und gibt zudem den Menschen die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen.

Jeju Haenyeo-Taucherinnen
© UNESCO/Haenyeo Museum

Südkorea: Jeju Haenyeo-Taucherinnen. Auf der Insel Jeju gibt es eine Gruppe von Frauen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Tauchen nach Krustentieren verdient. Manche dieser Frauen sind bereits über 80 Jahre alt. Die Taucherinnen, „Jeju Haenyeo“ genannt, gehen bis zu sieben Stunden täglich und 90 Tage im Jahr ihrer Beschäftigung nach. Beim Tauchen erreichen sie Tiefen von bis zu zehn Metern – ohne Sauerstoffgeräte. Vor jedem Tauchtag beten sie gemeinsam für ihre Sicherheit und für einen ergiebigen Fang. Die Ausübung dieser traditionellen Fangpraxis erhöht den Status der Frauen in der Gemeinschaft. Sie wirkt identitätsstiftend für die gesamte Insel und steht für nachhaltige Fangmethoden. Die Weitergabe des Wissens und Könnens erfolgt innerhalb von Familien, durch Fischerei-Genossenschaften sowie die Haenyeo-Schule.

„Oshi Palav“, traditionelles Mahl und seine sozialen und kulturellen Kontexte
© UNESCO/Dilshod Rhaimov

Tadschikistan: „Oshi Palav“, traditionelles Mahl und seine sozialen und kulturellen Kontexte. Oshi Palav ist ein traditionelles Gericht verbunden mit kulturellen Praktiken der Gemeinschaften. Der „König unter den Speisen“ beinhaltet als Grundzutaten Reis, Gemüse, Fleisch und Gewürze, wobei es bis zu 200 verschiedene Variationen des Rezepts gibt. Es wird zu regelmäßigen Mahlzeiten angeboten genauso wie zu sozialen Veranstaltungen, Feiern oder rituellen Anlässen. Die Praktik gilt es sehr inklusiv und bringt verschiedenste Menschen zusammen. Das Wissen und Können wird innerhalb von Familien und durch Kochschulen weitergegeben.

Traditionelle Handwerkstechnik der Çini-Kachel- und -Keramikkunst
© UNESCO/Ministry of Culture and Tourism

Türkei: Traditionelle Handwerkstechnik der Çini-Kachel- und -Keramikkunst. Çini sind traditionelle handgefertigte und glasierte Kacheln und Keramiken. Sie werden mit farbenfrohen Motiven hergestellt und dekorieren Fassaden wie auch Innenräume. Die Muster sind Ausdruck lokaler Bräuche und des Glaubens, werden auf Paper gezeichnet und anschließend auf die Oberfläche einer Kachel übertragen, gefärbt, glasiert und gebrannt. Die Çini-Herstellung erfolgt etwa in Werkstätten, in öffentlichen Ausbildungseinrichtungen und Universitäten.

Palovkultur und -tradition
© UNESCO/Republican Scientific-Methodological Center for Folk Art of Uzbekistan

Usbekistan: Palovkultur und -tradition. Es gibt in Usbekistan ein Sprichwort, dass Gäste erst das Haus des Gastgebers verlassen dürfen, nachdem ihnen Palov angeboten wurde. Palov wird zubereitet mit Reis, Fleisch, Gemüse und Gewürzen. Als traditionelles Gericht wird es zu regelmäßigen Mahlzeiten und speziellen Anlässen gereicht, aber auch zu Ehren von Verstorbenen oder um Bedürftigen zu helfen. Das damit verbundene Wissen und Können wird nach dem Meister-Schüler-Prinzip weitergegeben, genauso wie durch Familien, Freunde und Gemeindeeinrichtungen. Die Palovkultur stärkt soziale Bindungen, steht für Solidarität und ist Teil der kulturellen Identität der jeweiligen Gemeinschaften.

Karneval in El Callao
© UNESCO/Centro dela Diversidad Cultural

Venezuela: Karneval in El Callao. Der Karneval in El Callao ist verknüpft mit den Unabhängigkeitsfeiern auf den französischsprachigen Karibik-Inseln. Durchgeführt von Januar bis März von Gemeinschaften in Venezuela schließt er Paraden, Musik, Tanz und Konzerte ein. Bis zu 3.000 Menschen nehmen an dieser Tradition teil, oft verkleidet als historische Charaktere oder in fantasievollen Kostümen. Der Karneval behandelt die Stadtgeschichte, stärkt die kulturelle Identität der Bevölkerung, fördert den sozialen Zusammenhalt und ermutigt jüngere Generationen sich mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen. Die Weitergabe erfolgt innerhalb von Familien und durch Schulen, die von den Trägern betrieben werden. 

Falknerei
© UNESCO/Bakyt Karnakbayev

Vereinigte Arabische Emirate, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kasachstan, Katar, Marokko, Mongolei, Österreich, Pakistan, Portugal, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechien, Ungarn: Falknerei. Der Ursprungsgedanke der Falknerei war die Beschaffung von Nahrung für den Menschen durch Greifvögel. Über die Zeit entwickelte sich die Prakitk weiter und umfasst nunmehr auch Aspekte des Tier-, Umwelt- und Naturschutzes. Durch Zucht und Training entsteht eine enge Bindung zwischen den Falknern und den Greifvögeln. Die Kulturform der Falknerei findet sich in vielen Ländern weltweit. Dabei entstehen lokale Variationen. Die eigentlichen Praktiken aber sind über die 3500-jährige Tradition relativ konstant. Die Weitergabe des Wissens und Könnens erfolgt innerhalb von Familien oder durch Ausbildungen in Vereinen und Schulen. 

Praktiken in Verbindung mit dem vietnamesischen Glauben an die Muttergöttinnen
© UNESCO/Vietnam National Institute of Culture and Arts Studies

Vietnam: Praktiken in Verbindung mit dem vietnamesischen Glauben an die Muttergöttinnen. Gemeinschaften in Vietnam verehren die Muttergöttinnen der drei Elemente Himmel, Wasser sowie Berge und Wälder und erhoffen sich dadurch Gesundheit und Erfolg. Die Tradition umfasst tägliche Gebete, Zeremonien, Rituale und Festivals. Weitergegeben wird die Praktik beispielsweise durch Tempelpriester. Die damit verbundenen Aktivitäten bilden die Basis für die sozialen Beziehungen der Gemeinschaften.

Neueinträge in die Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes

Traditionelles Lautenspiel „Chapei Dang Veng“
© UNESCO/Ministry of Culture and Fine Arts Cambodia

Kambodscha: Traditionelles Lautenspiel „Chapei Dang Veng“. „Chapei Dang Veng“ ist eine musikalische Tradition, die eng mit dem Leben, den Bräuchen und dem Glauben der Kambodschaner verbunden ist. Wichtigstes Element dieser Tradition ist die Laute („Chapei“), deren Spiel von Gesang begleitet wird. Die Inhalte der gesungenen Lieder sind vielfältig. Sie kommentieren etwa kritisch oder satirisch gesellschaftliche Umstände, erzählen Märchen oder buddhistische Geschichten. Die mündlich überlieferte Tradition trägt dazu bei, Wissen und Werte an zukünftige Generationen weiterzugeben sowie den Frieden in der kambodschanischen Gesellschaft zu fördern. Durch die Herrschaft der Roten Khmer nahm die Anzahl der Träger stark ab. Die UNESCO wird auf Antrag Kambodschas 230.000 US-Dollar zur Umsetzung von konkreten Erhaltungsmaßnahmen zur Verfügung stellen.

Herstellung schwarzer Keramik in Bisalhães
© UNESCO/Paulo Araujo

Portugal: Herstellung schwarzer Keramik in Bisalhães. Das „Töpferdorf“ Bisalhães ist bekannt für seine vielfältigen, ausschließlich aus schwarzer Keramik hergestellten Töpferwaren. Neben dekorativen Zwecken werden diese auch praktisch genutzt, etwa zum Kochen. Die lange Töpfertradition hat für den Ort einen besonderen identitätsstiftenden Charakter, selbst das Stadtwappen zeugt davon. Das entsprechende Wissen und Können wurde stets im Kreise der Verwandtschaft weitergegeben. Dennoch ist die Zukunft dieses Immateriellen Kulturerbes keineswegs gesichert. Das Interesse seitens der Jugend ist abnehmend und industriell gefertigte Töpferwaren erhöhen den Konkurrenzdruck auf die Trägerschaft.

Schalenleiermusik und -tanz des Ma’di-Volks
© UNESCO/Idro Williams Jean

Uganda: Schalenleiermusik und -tanz des Ma’di-Volks. Schalenleiermusik und -tanz sind mit die ältesten kulturellen Praktiken der Ma’di. Die traditionellen Lieder, Tänze und Rituale kommen bei unterschiedlichsten Anlässen wie Hochzeiten und Ertedankfesten zur Aufführung. Die durch die Ältesten weitergegebenen Praktiken stärken Familienbande und sorgen dafür, dass auch die Jüngsten ihren Platz in der Gemeinschaft finden. Jedoch nimmt das Interesse der Jugend an der Tradition ab.

Kosakenlieder der Dnipropetrowsk-Region
© UNESCO/Kravchenko Dmytro

Ukraine: Kosakenlieder der Dnipropetrowsk-Region. Kosakenlieder werden von den Gemeinden der Dnipropetrovsk-Region gesungen, um Erinnerungen an die Geschichte hochzuhalten. Sie handeln von den Tragödien des Krieges und freundschaftlichen Beziehungen zwischen kosakischen Soldaten. Es gibt drei Gruppen von Sängern, die sowohl Männer als auch Frauen einschließen. Die Weitergabe dieser Tradition erfolgt innerhalb der Familien, ist jedoch gefährdet, da die meisten Träger bereits ein hohes Alter erreicht haben.

Neueinträge in das Register guter Praxisbeispiele

© UNESCO/Lina Gergova

Bulgarien: Folklorefestival in Koprivshtitsa - System der Präsentation und Weitergabe von Immateriellem Kulturerbe. Beim Folklorefestival in Koprivshtitsa treffen sich tausende Bulgaren, auch aus der Diaspora, um lebendiges Kulturerbe zu präsentieren. Es entstand, als lokale Musiker merkten, dass Traditionen durch Urbanisierung und Ökonomisierung Bedrohungen ausgesetzt waren. Das Festival hat Partner von der Gemeinde über das Kulturministerium, das Ethnologische und Folklore-Institut, das Ethnographische Museum bis hin zum Bulgarischen Fernsehen und Radio. Zusammen mit diesen Partnern werden die Aufführung, Weitergabe und Dokumentation der Traditionen sichergestellt und Zuschauer sowie Teilnehmer aus dem In- und Ausland angezogen.

Batana-Ökomuseum
© UNESCO/Ecomuseum Batana

Kroatien: Batana-Ökomuseum: Gemeinschaftsprojekt zur Erhaltung der lebendigen Kultur von Rovinj. Das Batana ist ein traditionelles Fischerboot mit großer Bedeutung für den Handel und das kulturelle Erbe Rovinjs. Im Zuge der Industrialisierung verschwand es jedoch zunehmend, bis das Batana-Haus sich 2004 dafür entschied, das Batana und die damit verbunden Praktiken durch Gründung des Batana-Ökomuseums zu schützen und zu erhalten. Mit Unterstützung der Gemeinde, der lokalen italienischen Gemeinschaft, dem Heimatmuseum, dem Zentrum für Geschichtsforschung und einem Experten für Öko-Museumskunde wurde eine permanente Ausstellung über die Batana-Kultur sowie eine Schiffswerft eingerichtet. Weiterhin werden auch Workshops und Regatten durchgeführt.

Weiterentwicklung der traditionellen Handwerkstechnik des Oselvar-Bootsbaus
© UNESCO/Vidar Langeland

Norwegen: Weiterentwicklung der traditionellen Handwerkstechnik des Oselvar-Bootsbaus. Das hölzerne Oselvar-Boot war ursprünglich das Haupttransportmittel in Norwegen und wurde darüber hinaus auch für Freizeitaktivitäten benutzt. Durch die Einführung moderner Boote in den 1940er Jahren, Preisfestlegungen seitens der Regierung und dem Ausbau der Straßeninfrastruktur verschwand diese Bootsart fast vollständig. Zur Erhaltung des Oselvar und der damit verbundenen Praktiken wurde 1997 die Stiftung Oselvarverkstaden gegründet. Sie bildet Lehrlinge aus, fördert das Wissen um die spezifischen Bootsbautechniken und stellt eine enstprechende Infrastruktur für aktive Bootsbauer zur Verfügung. Bislang wurden 85 Boote gebaut und 40 weitere repariert.

Regionale Handwerkszentren: Strategie zur Erhaltung traditioneller Handwerkskunst
© UNESCO/M. Kern, Hand.Werk.Haus

Österreich: Regionale Handwerkszentren: Strategie zur Erhaltung traditioneller Handwerkskunst. Seit 15 Jahren arbeiten die regionalen Handwerkszentren Werkraum Bregenzerwald, Hand.Werk.Haus Salzkammergut und Textiles Zentrum Haslach zusammen mit internationalen Künstlern, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Handwerksunternehmen, um an den jeweiligen Schwerpunktstandorten traditionelle Handwerkskünste zu erhalten. Unterstützt von privaten wie auch öffentlichen Institutionen bieten die Zentren Ausbildungsprogramme an und laden zu Ausstellungen ein, an denen lokale wie internationale Künstler beteiligt sind. Auch werden Foren zum Austausch angeboten und Partnerschaften zwischen handwerklichen Künstlern und der Industrie gefördert. Die Handwerkskunst ist ein wichtiger identitätsstiftender Faktor für die jeweiligen Gemeinschaften. 

© UNESCO/Jozsef Birinyi

Ungarn: Erhaltung des Volksmusikserbes nach der Kodály-Methode. Während des letzten Jahrhunderts hat die Kodály-Methode dabei geholfen, traditionelle Volksmusik in Ungarn zu erhalten, zu dokumentieren und weiterzugeben. Auch die Erhaltung des Volksmusikserbes in anderen Ländern wurde unter Rückgriff auf diese Methode unterstützt. Entwickelt von Zoltán Kodály und unterstützt von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften empfiehlt diese Methode Volksmusik zugänglich zu machen, ihren täglichen Gebrauch zu fördern und sie wissenschaftlich zu erforschen, zu dokumentieren und zu lehren. Seit 1945 wird diese Methode auch von Schulen und Kulturinstituten angewendet, um den eigenen Bestand an Musik zu dokumentieren, die Kodály-Methode weiter zu fördern und Künstler zu inspirieren.

(Artikel erstellt am 29. November 2016, aktualisiert am 2. Dezember 2016)

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