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Die Himmelsscheibe von Nebra

Als älteste konkrete Darstellung kosmischer Phänomene ist die Himmelsscheibe von Nebra im Juni 2013 in das UNESCO-Register "Memory of the World" aufgenommen worden. Die Himmelsscheibe vereint das Wissen mehrerer Generationen und wurde während seiner 100- bis 200-jährigen Nutzungszeit mehrfach verändert, bevor sie vor etwa 3.600 Jahren auf dem Mittelberg bei Nebra (Sachsen-Anhalt) zusammen mit wertvollen Beigaben rituell begraben und den Göttern geweiht wurde.

Himmelsscheibe von Nebra
© Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Juraj Lipták

In ihrer frühesten Form zeigt die Himmelsscheibe den Vollmond bzw. die Sonne, den Sichelmond und das Siebengestirn und birgt in dieser scheinbar einfachen Form eine komplizierte Botschaft – die genaue Abgleichung des unterschiedlich langen Mond- und Sonnenjahres. Damit war zum ersten Mal ein astronomisches Instrument verfügbar, mit dem Termine über Jahre hinaus exakt bestimmt werden konnten. Eine schriftliche Überlieferung der Schaltregel taucht erst 1.000 Jahre später auf. Astronomisches Wissen aus einer so frühen Zeit war uns bislang nur in monumentalen Bauwerken wie etwa Stonehenge bekannt, dort allerdings in wesentlich abstrakterer Form.

In ihrer wechselvollen Geschichte wurde die Scheibe ergänzt und verändert und erhielt so auch eine religiöse Komponente. In einer schriftlosen Zeit vereinigte die Himmelsscheibe somit ein außergewöhnliches Verständnis astronomischer Phänomene mit religiösen Vorstellungen. Sie ist von einzigartigem historischem Wert für das Erbe der Menschheit.

1999 von Raubgräbern geraubt, wurde sie 2002 wiedergefunden und befindet sich seither im Besitz des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.

Standort: Landesmuseum für Vorgeschichte Halle  

UNESCO: Memory of the World Register

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