


Jakob Muth-Preis für inklusive Schule
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Bertelsmann Stiftung, die Sinn-Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission schreiben 2012/2013 zum vierten Mal den "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" aus. Der Wettbewerb steht unter dem Motto "Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung!" Es werden drei gleichwertige Preise, die mit je 3.000 Euro dotiert sind, an Einzelschulen und ein Preis in Höhe von 5.000 Euro an einen Schulverbund vergeben.
Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 von Deutschland ratifiziert wurde, fordert auf, behinderten Kindern den Besuch einer inklusiven Regelschule zu ermöglichen. Bisher erhalten in Deutschland jedoch nur 18,3 Prozent aller Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Möglichkeit eines gemeinsamen Unterrichts in einer allgemeinen Schule. Mit dem bundesweiten Jakob Muth-Preis soll die Praxis von Schulen bekannter gemacht werden, die eine bessere Teilhabe ermöglichen – unabhängig von Herkunft, Beeinträchtigung oder sonstiger Benachteiligung.
Zur Orientierung der Projektträger bei der Namensgebung des Preises für inklusive Schule im Jahr 2009: Namensgeber Professor Jakob Muth (1927 - 1993) setzte sich intensiv für die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern ein. Er war als engagierter Pädagoge davon überzeugt, dass jedes gute Beispiel Früchte trägt.

- © Bertelsmann-Stiftung
Weitere Informationen zum Jakob Muth-Preis für inklusive Schule finden Sie im Internet unter www.jakobmuthpreis.de.
Preisträger 2011/2012
Der Jakob Muth-Preis 2011/2012 wurde am 19.Januar 2012 in Berlin verliehen. Zu den Preisträgern gehören die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule im brandenburgischen Birkenwerder, die Gemeinschaftsgrundschule Eitdorf in Nordrhein-Westfalen, die Grundschule Langbargheide in Hamburg sowie das Regionale Integrationskonzept Altenmedingen, Bad Bevensen, Bienenbüttel und Himbergen in Niedersachsen. Diese Schulen und der Schulverband zeigen eindrucksvoll, wie Inklusion im Schulalltag gelebt wird und funktioniert.
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Porträt Gemeinschaftsgrundschule Eitdorf, Nordrhein-Westfalen
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Porträt Grundschule Langbargheide, Hamburg
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Porträt Regine-Hildebrandt Gesamtschule Birkenwerder, Brandenburg
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Preisträger 2010
Für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern haben die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule in Borken und die Waldschule in Flensburg den "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" 2010 erhalten. Der Preis wurde am 28. Oktober 2010 in Berlin verliehen. Insgesamt hatten sich 113 Schulen aller Schulformen aus ganz Deutschland für den Jakob Muth-Preis beworben. Siehe Pressemitteilung
Porträt Heinrich-Zille-Grundschule, Berlin
Porträt Montessori Gesamtschule, Borken
Preisträger 2009
Der Jakob Muth-Preis wurde im Jahr 2009 erstmals vergeben. Bewerben konnte sich jede Schule, die sich auf dem Weg zur inklusiven Schule befindet: ob Förder- oder Regelschule, Grund- oder weiterführende Schule, Schule in öffentlicher oder privater Trägerschaft. Preisträger 2009 sind die Erika-Mann-Grundschule in Berlin, die Sophie-Scholl-Schule in Gießen und die Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden. Für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern haben die drei Schulen jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro erhalten. Die Preisverleihung fand am 31. August 2009 in Berlin statt. Siehe Artikel




