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Inklusive Bildung in Europa

Inklusive Bildung und der gemeinsame Unterricht aller Kinder an allgemeinen Schulen ist Teil der EU-Agenda für Bildungsgerechtigkeit. Die beiden wichtigsten Dokumente auf EU-Ebene, die als Leitlinien der Mitgliedstaaten im Bereich der sonderpädagogischen Förderung dienen, sind die Entschließung des Rates über die Förderung der Beschäftigung und der sozialen Eingliederung der Menschen mit Behinderungen und die Entschließung des Rates über die Chancengleichheit für Schüler und Studierende mit Behinderungen in Bezug auf allgemeine und berufliche Bildung (beide 2003).

Darüber hinaus ist die Salamanca-Erklärung der UNESCO von 1994 nach wie vor ein wichtiger Orientierungspunkt für die sonderpädagogische Förderung in Europa. Alle europäischen Staaten haben die Erklärung ratifiziert und stimmen überein, dass die Kernprinzipien der Salamanca-Erklärung der Bildungspolitik insgesamt und nicht nur der Sonderpädagogik zugrunde liegen sollten: Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung sowie eine qualitativ hochwertige Bildung für alle, die individuelle Unterschiede respektiert und individuelle Stärken und nicht Schwächen in den Mittelpunkt rückt. 

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (2006) ist von der großen Mehrheit der europäischen Staaten unterzeichnet worden. In einigen Ländern steht eine Ratifizierung jedoch noch aus. Die Europäische Union hat die UN-Konvention am 23. Dezember 2010 ratifiziert.

Daten und Fakten

In der Europäischen Union leben rund 15 Millionen Kinder mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf. Der Stand der inklusiven Bildung in Europa ist sehr unterschiedlich. Im europäischen Durchschnitt werden etwa zwei Prozent aller Schüler in Sonderschulen und -klassen unterrichtet. In vielen südeuropäischen und skandinavischen Ländern, darunter Italien, Norwegen und Schweden, besuchen weniger als ein Prozent aller Schüler gesonderte Bildungseinrichtungen. In Mittel- und Osteuropa wird inklusive Bildung bisher weniger gut umgesetzt. Wie in Deutschland werden auch in Belgien, Lettland und den Niederlanden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu häufig in gesonderten Bildungseinrichtungen unterrichtet. Siehe dazu: Bericht der Europäischen Kommission 2012 (auf Englisch).

Anteil der Schüler in Förderschulen in der Europäischen Union, angegeben in Prozent der Gesamtschülerzahl (2011) 

Quelle: Europäische Kommission: Education and Disability/Special Needs- policies and practices in education, training and employment for students with disabilities and special educational needs in the EU. Unabhängiger Bericht des NESSE-Expertennetzwerks für die EU-Kommission 2012, S.19. Die Daten für diese Abbildung stammen von der European Agency for Development in Special Needs Education: Special Needs Education - Country Data 2010 (aktualisiert Dezember 2011).

 
Weitere Informationen:

Europäische Agentur für Entwicklungen in der Sonderpädagogischen Förderung: Die unabhängige Einrichtung bietet unter anderem zahlreiche Informationen und Daten zu inklusiver Bildung in einzelnen Ländern sowie auf europäischer Ebene. Sie wird von den Bildungsministerien ihrer Mitgliedsstaaten getragen und von der Europäischen Kommission unterstützt.

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