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„Schulen müssen sich mit den brisanten globalen Themen auseinandersetzen und diesen ganz konkret vor Ort begegnen“

UNESCO-Projektschulen: Fachtagung zu Friedenserziehung

Vom 18. bis 22. September 2017 diskutierten in Dillingen 150 Schul-, Landes-, Projektkoordinationen sowie nationale und internationale Gäste  anlässlich der 52. Fachtagung der deutschen UNESCO-Projektschulen über das Thema „Fokus Frieden: Transformationen und aktuelle Herausforderungen für die UNESCO-Projektschulen“. Auch 50 Jugendliche aus dem bundesdeutschen Netzwerk nahmen an Workshops zu den Nachhaltigkeitszielen und der Agenda 2030 in der Autostadt GmbH in Wolfsburg teil. Friedenserziehung ist eine der sechs Säulen der UNESCO-Projektschulen und gehört damit zu den Kernaufgaben der Schulen.

Heinz-Jürgen Rickert und Prof. Dr. Maria Böhmer, © DUK, Donata von Nerée

„Der Friedensbegriff hat sich in den vergangenen 40 Jahren von ‚Frieden schaffen ohne Waffen‘ und ‚Schwerter zu Pflugscharen‘ bis zur Friedenssicherung am Hindukusch massiv verändert, weil neue globale Herausforderungen, Perspektiven und Verwerfungen die aktuelle Lage, vor allem nach Ende des Blocksystems und Kalten Kriegs, kennzeichnen. Frieden ist im heutigen Verständnis weniger ein statischer Zustand, sondern ein Prozess, die Trennlinien weitaus weniger klar als vor einem halben Jahrhundert. Das hat auch Auswirkungen auf die konkrete Arbeit in den UNESCO-Projektschulen“, sagt Heinz-Jürgen Rickert, Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen.

Themen der Tagung waren unter anderem Flucht und Asyl, gemeinsame Gestaltung von Lebensräumen durch Architektur, Frieden lernen, Zusammenhänge zwischen Neonazismus und Populismus, Pax Romana, Shoa und Nationalsozialismus als Unterrichtsgegenstand, Klimawandel als Gefahr für den Frieden und praktikable Modelle zur gewaltfreien Kommunikation.

„In Zeiten von Terrorismus und Populismus geht es in den Schulen heute weniger um die großen Friedenspostulate jenseits der eigenen konkreten Gestaltungsoptionen, sondern um die sehr direkte Arbeit vor Ort. Konzepte, Ideen, Strukturen sind gefragt. Schulen müssen sich einerseits mit den brisanten globalen Themen auseinandersetzen und andererseits müssen sie diesen Themen ganz konkret vor Ort begegnen“, so Rickert.

Die Teilnehmenden appellierten an eine klare Haltung und ein Bekenntnis zum gewaltfreien Miteinander als Fundament für Toleranz, Empathiefähigkeit, Solidarität und Global Citizenship.

Hintergrund

Die Veranstaltung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, dem schulischen Landesnetzwerk, der Lehrer-Akademie und der Deutschen UNESCO-Kommission vorbereitet und inhaltlich ausgestaltet. Das Staatsministerium und das Auswärtige Amt haben die Tagung finanziell gefördert. Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Maria Böhmer, eröffnete die Tagung.

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