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Klimawandel und Welterbe

© Christian Wild
Das Große Barriere-Riff

Die internationale Klimaforschung lässt keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet und sich beschleunigt. Er manifestiert sich beispielsweise in erhöhten Erdtemperaturen und dem steigenden Meeresspiegel und stellt eine Bedrohung vieler Lebensbereiche dar. Auch das Welterbe ist betroffen, insbesondere das Naturerbe, aber auch das Kulturerbe. Mehrere Welterbestätten in Asien und Südamerika wurden deswegen in die Liste des Welterbes in Gefahr eingetragen.

Auch Welterbestätten wie die Alpenregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in der Schweiz, das Große Barriere-Riff vor der Küste Australiens und die Welterbestätten in London sind vom Klimawandel betroffen.

Seit 2005 steht der Klimawandel als eine der großen Gefährdungen für das Welterbe auf der Tagesordnung des Welterbekomitees. Um Welterbestätten vor den schädlichen Einflüssen des Klimawandels zu schützen, hat das Komitee eine Expertengruppe damit beauftragt, das Ausmaß der Risiken für Welterbestätten zu bestimmen und Strategien zu ihrem Schutz zu entwickeln. Die Vertragsstaaten sind aufgefordert, die Strategien umzusetzen und Pilotprojekte an ausgewählten Welterbestätten zu entwickeln.

Sowohl das Welterbekomitee als auch die Generalversammlung der Vertragsstaaten betonen die Notwendigkeit, sich mit den Herausforderungen des Klimawandels zu beschäftigen, wissenschaftliche Untersuchungen zu fördern, Bewusstseinsbildung zu betreiben sowie beispielhafte Initiativen, Strategien und Projekte zur Vorbeugung gegen die Auswirkungen des Klimawandels und zur Reduzierung von Immissionen zu fördern. Klimawandel soll künftig umfassend im Welterbeprogramm berücksichtigt werden.

Auch die Deutsche UNESCO-Kommission setzt sich mit den Herausforderungen des Klimawandels für Welterbestätten auseinander. Im Juli 2007 wurde das Thema mit Vertretern deutscher Welterbestätten auf einem Fachforum zur "Nachhaltigen Bewahrung des UNESCO-Welterbes" in Berlin diskutiert.

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