Deutsche UNESCO Kommission e.V.

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Open Access

Die UNESCO unterstützt den Aufbau moderner Wissensgesellschaften, in denen alle Menschen Zugang zu Information und Wissen haben. Ein Aspekt bei der Realisierung dieser Wissensgesellschaften ist der Zugang zu Wissen. Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien hat die Kommunikation unter Wissenschaftlern revolutioniert. Das Internet ermöglicht heute theoretisch den weltweiten Zugriff auf Informationen und Daten aller Art.

Was ist Open Access?

Open Access ermöglicht einen freien, für den Nutzer kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen. Die Frage, ob öffentlich geförderte, wissenschaftliche Publikationen kostenlos verfügbar sein sollten, wird kontrovers diskutiert.

Das Thema hat bildungs-, forschungs-, rechts- und wirtschaftspolitische Dimensionen. Während die einen das Innovationspotenzial für Bildung und Forschung hervorheben, fragen andere nach der Zukunft der Wissenschaftsverlage. Neue Geschäftsmodelle entstehen und die Auswirkung von Open Access auf das traditionelle Urheberrecht wird kontinuierlich erörtert. Bei der konkreten Umsetzung von Open-Access-Modellen stellen sich komplexe Fragen zu Qualitätssicherung, Archivierung und Finanzierung.

UNESCO und Open Access

Die UNESCO setzt sich weltweit für die Verbreitung von Open Access ein. 2010 hat sie zu diesem Zweck eine Open Access-Strategie entworfen, die vom 187. Exekutivrat und von der 36. Generalkonferenz verabschiedet wurde. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins im Hinblick auf Chancen und Nutzen von Open Access. Insbesondere richtet sich die UNESCO mit ihren Open Access Aktivitäten an politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Wissensmanager. Um das Verständis und die Akzeptanz von Open Access zu stärken, arbeitet sie weltweit mit einer Bandbreite von Akteuren aus Regierungen und Zivilgesellschaft zusammen. Die Open Access-Strategie der UNESCO setzt folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Beratung von politischen Entscheidungsträgern und Förderung von Kooperationen

  • Stärkung der Kapazitäten zur Umsetzung von Open Access

  • Konstruktiver und fachlicher Beitrag zur globalen Debatte um Open Access

Zudem hat sich die UNESCO durch ihre Open Access-Policy dazu verpflichtet, UNESCO-Publikationen unter einer Open Content Lizenz zu veröffentlichen. Kooperationsprojekte mit Verlagen fallen bislang nicht darunter. Verlagspartner werden jedoch dazu aufgerufen, ihre Publikationen ebenfalls gemäß des Open Access-Prinzips zu veröffentlichen.

Open Access Handbuch der DUK

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat ein Handbuch zum Thema Open Access herausgeben, das über Chancen und Herausforderungen dieses Modells informiert und das Thema aus einer Vielzahl von Perspektiven beleuchtet. Es liegt als Print- und elektronische Version vor. Die elektronische Publikation kann mit Quellenangabe zu nicht-kommerziellen Zwecken verbreitet werden.

Download: Open Access. Chancen und Herausforderungen - ein Handbuch

Englische Fassung des Handbuchs

Gemeinsam mit der Europäischen Kommission hat die Deutsche UNESCO-Kommission auch eine englische Fassung herausgegeben:

Open Access. Opportunities and Challenges - a Handbook. European Commission / German Commission for UNESCO, 2008.

Download

 

Resolution der 67. Hauptversammlung

Die Mitglieder der Deutschen UNESCO-Kommission haben auf ihrer 67. Hauptversammlung vom 27. bis 28. Juni 2007 in Dessau eine Resolution verabschiedet, die das Open-Access-Prinzip unterstützt.

Weitere Informationen

UNESCO Open Access Repository

UNESCO Open Access Strategie (2011)

UNESCO Policy guidelines for the development and promotion of open access (2012)

UNESCO Global Open Access Portal

Global Directory of Open Access Journals