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Rückblick: UNESCO und Wissenschaftspolitik

Der Fortschritt von Wissenschaft und Technologie (S&T) ist eng verknüpft mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung, nachhaltiger Entwicklung und der Beseitigung von Armut. Der Verfassungsauftrag der UNESCO lautet, die Zusammenarbeit der Völker in der Wissenschaft zu unterstützen, um Frieden, Sicherheit und Wohlstand zu fördern. Zwar arbeiten alle UN-Organisationen mit Forschungseinrichtungen ihres jeweiligen Zuständigkeitsbereichs zusammen, aber allein die UNESCO besitzt ein Mandat für die Wissenschaft insgesamt. Das Recht auf Teilhabe an wissenschaftlichem Fortschritt ist in Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert.

Die Aufgabe der Beratung nationaler Regierungen zu deren S&T-Politik nimmt die UNESCO seit der Entkolonialisierung Anfang der 1960er Jahre systematisch wahr. Damals arbeitete sie dazu mit dem Advisory Committee on the Application of Science and Technology for Development (ACAST) der Vereinten Nationen zusammen. Zum Beispiel untersuchte die UNESCO 1968 im Auftrag von ACAST die sich verstärkende Auswanderung von Wissenschaftlern und mögliche Gegenmaßnahmen. Ebenso arbeitet die UNESCO seit den 1960er Jahren eng mit der OECD zusammen, die mit dem Frascati-Handbuch bereits 1964 Standards für statistische Erhebungen zu S&T gesetzt hatte. Seit 1969 gibt es im UNESCO-Institut für Statistik eine Einheit, die sich mit Wissenschaftsstatistik beschäftigt. Nach vorläufigen Untersuchungen über Wissenschaftsstrukturen verfestigte die UNESCO diese Arbeit 1963 zu einem regulären Programm.

Zwischen 1965 und 1987 organisierte die UNESCO regelmäßig regionale Konferenzen zum Beispiel für Afrika und für Lateinamerika, die sich mit Anwendungen von Wissenschaft und Technologie für die wirtschaftliche Entwicklung der Staaten beschäftigten (CAST-Konferenzen). Zwischen 1965 und 1994 legte die UNESCO 74 Bände der "Science Policy Studies and Documents" vor. 1974 verabschiedeten die UNESCO-Mitgliedstaaten auf der 18. Generalkonferenz die Erklärung zur Stellung der wissenschaftlichen Forscher. Auch der „World Plan of Action for the Application of Science and Technology to Development“ von 1971 trägt die Handschrift der UNESCO. Er mündete in einer Reihe von regionalen Aktionsplänen zur Wissenschaft .

Drei Weltkonferenzen waren Meilensteine für die internationale, politische Anerkennung der Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für die wirtschaftliche Entwicklung. Die UNESCO war an allen drei maßgeblich beteiligt, in Vorbereitung und Durchführung:

  • 1963: UN Conference of Science and Technology for Less Developed Areas (UNCSAT), Genf
  • 1979: UN Conference on Science and Technology for Development (UNCSTD), Wien
  • 1999: UNESCO/ICSU World Conference on Science for the 21st Century, Budapest

Die Weltkonferenz 1999 verabschiedete zwei wegweisende Dokumente: die Erklärung und den Aktionsplan zur "Wissenschaft für das 21. Jahrhundert". Beide Dokumente betonen die zunehmende Bedeutung der Wissenschaft für das Wohlergehen der Menschen, für Frieden und Entwicklung, und dafür, als Einzelner oder als Gemeinschaft angemessene Entscheidungen zu treffen. Beide Dokumente haben zum Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Die Dokumente sind für das Wissenschaftsprogramm der UNESCO richtungweisend geworden.

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