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Das Programm GARS

Stellitenbild eines Sandsturms über Ägypten
© Jeff Schmaltz, MODIS Land Rapid Response Team at NASA GSFC

Weltweit werden die Flächen für Landwirtschaft, Wasser und Wald immer knapper, menschliche Siedlungsflächen breiten sich aus und die Bevölkerungszahl der Entwicklungsländer steigt weiter dramatisch. Gerade dort leiden die Menschen besonders häufig unter Erdrutschen, Vulkanausbrüchen, Erdbeben, ausgelaugten Böden, Wassermangel oder Überschwemmungen. Geowissenschaften helfen, die Ursachen dieser Naturkatastrophen zu identifizieren und liefern den Wissensgrundstock für Frühwarnsysteme. Die Überwachung aus der Luft und aus dem Weltraum liefert dazu wichtige Daten und ganz neue Erkenntnisse.

Seit 1983 arbeiten die UNESCO und die IUGS im GARS-Programm zusammen. GARS steht für Geological Application of Remote Sensing, es fördert die Nutzung der Fernerkundung in den Geowissenschaften und im Vermessungswesen. GARS bringt die internationale Kooperation auf diesem Feld voran, vor allem zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Die Ziele von GARS sind

  • beispielhaft zu demonstrieren, welchen Nutzen moderne Techniken der Fernerkundung für geologische Fragestellungen besitzen;
  • durch gemeinsame Feldforschung zum Technologietransfer in die Entwicklungsländer beizutragen und
  • dafür zu sorgen, dass Daten und Forschungsergebnisse möglichst weltweit zugänglich werden.

GARS ist vor allem ein Katalysator von Kooperationen zwischen geowissenschaftlichen Forschungsinstituten und Raumfahrtbehörden. Daten werden derzeit kostenlos von der US-amerikanischen, der japanischen, der kanadischen und der europäischen Raumfahrtbehörde bereit gestellt. In Deutschland haben sich insbesondere Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (BGR) in Hannover in das GARS-Programm eingebracht. In GARS-Projekte zugunsten von Entwicklungsländern werden immer Partnerorganisationen aus dem Zielland eingebunden.

GARS ist in Phasen strukturiert, derzeit läuft die vierte Phase.

  • In Phase I wurden von 1984 bis 1988 Methoden entwickelt, um geologische Karten der tropischen Gebiete Ostafrikas auf der Basis von mit verschiedenen Sensoren gewonnenen Daten der Fernerkundung zu erstellen.
  • In Phase II von 1989 bis 1992 wurden Lawinengefahren in den Anden mit Hilfe von Satellitendaten und Radarinformation kartiert.
  • In Phase III von 1995 bis 2001 wurden vulkanische Aktivitäten auf den Philippinen sowie mögliche Maßnahmen zur Milderung ihrer Folgen erforscht.
  • Die laufende Phase IV von GARS steht im Kontext der globalen Initiativen zur Umweltbeobachtung IGOS und GEOSS. GARS erstellt darin Übersichten über Geo-Risiken und über Grundwasserressourcen in Afrika und im Nahen Osten. Zum Thema Grundwasserressourcen bzw. Hydrogeologie besitzt UNESCO eine besonders hohe Kompetenz, dank ihres bewährten „Internationalen Hydrologischen Programms“.

Seit der Jahrtausendwende werden verstärkt neue Fernerkundungstechniken wie etwa Laserscan-Methoden, Radardateninterpretation und digitale Landschaftsvermessung genutzt. Damit erreicht das GARS-Programm eine neue Qualität.

Website des GARS-Programms

Die IGOS Partnerschaft zu Georisiken

Das Global Earth Observation System of Systems

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