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UNESCO-Biosphärenreservat Schwarzwald

Blick auf das Obere Wiesental © Steffen 962, Wikimedia Commons

Der Schwarzwald wurde im Juni 2017 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Die einzigartige Landschaft mit hoher biologischer und kultureller Vielfalt erstreckt sich über 28 Gemeinden im Südschwarzwald auf einer Fläche von etwa 630 Quadratkilometern. Die Region ist das 16. UNESCO-Biosphärenreservat in Deutschland, nachdem zuletzt 2009 der Bliesgau und die Schwäbische Alb als Biosphärenreservate anerkannt wurden.

Gemeinschaftlich genutzte Bergweiden bis in die höchsten Lagen, die „Allmendweiden“, zeichnen das neue UNESCO-Biosphärenreservat Schwarzwald besonders aus. Auf diese Hochweiden trieben die Bauern ihre großen Herden mit traditionellen Rinderrassen noch bis in die jüngere Vergangenheit. Die daraus entstandene, einzigartige Landschaft umfasst zum Beispiel von Verbiss geprägte „Weidbuchen“. Allmendweiden sind wegen ihres großen Artenreichtums besonders schützenswert, heute jedoch nur noch vereinzelt in Deutschland vorhanden. Das UNESCO-Biosphärenreservat will unter anderem zum Erhalt von gefährdeten Rinderrassen beitragen, beispielsweise durch Vermarktung von Milch, Käse und Fleisch. Charakteristisch für den südlichen Schwarzwald sind außerdem der Wechsel von Wald- und Offenlandschaften und der Weitblick von den hohen Gipfeln. Keine andere deutsche Mittelgebirgslandschaft weist größere Höhenunterschiede auf kleinstem Raum auf.

Freiburger Erdgeischter beim Rosenmontagsumzug, James Steakley, CC-BY-SA 4.0

Die Menschen im Südschwarzwald entwickelten eine Vielfalt an Traditionen weiter. Nahezu jedes Dorf hat seine eigene Tracht, die alemannische Sprache und Fastnacht sind Beispiele des Immateriellen Kulturerbes ebenso wie die Holzschnitzkunst. Bergbaugeschichte lässt sich hier erleben. Mühlen, Museen, moderne Baukultur und traditionelle Schwarzwaldhäuser laden ein, die Vielfalt der Region kennenzulernen. Lang etabliert ist auch die Nutzung von durch Wasserkraft und Holz gewonnenen erneuerbaren Energien.

  • Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 2017
  • Fläche: insgesamt 630 km2. Davon Kernzonen: 19,05 km2 (3,01 %), Pflegezonen: 185,23 km2 (29,29 %) 
  • Repräsentierter Landschaftsraum: Südwestdeutsches Mittelgebirgs-/Stufenland der kontinentalen Region
  • Repräsentative Lebensräume: Weidfelder, Allmendweiden, naturnahe Buchen- und Buchen-Tannenwälder, Schluchtwälder, Block- und Hangschuttwälder, hochmontane Bergmischwälder mit natürlichen Fichtenvorkommen, offene Block- und Schutthalden sowie Felsen, Moore unterschiedlicher Ausprägung, natürliche und naturnahe Fließgewässer, Quell- und Hochstaudenfluren, magere Flachland- und Bergmähwiesen
  • Beispiele für Biosphärenreservatsfunktionen:
    • Schutz und Erhaltung von charakteristischen Ökosystemen und Kulturlandschaften
    • Entwicklung von Anpassungsstrategien in Hinsicht auf den Klimawandel
    • Wirtschaftliche, soziale und demografische Stabilisierung und Entwicklung der ländlichen Region, inkl. einer nachhaltigen Landwirtschaft
    • Förderung eines nachhaltigen Tourismus
    • Stärkung der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen
    • Fortsetzung und Intensivierung der Bildung für nachhaltige Entwicklung
    • Unterstützung und Förderung eines Forschungsnetzwerks
    • Einbindung in das internationale Netzwerk der Biosphärenreservate
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Landkreise: Lörrach, Waldshut, Breisgau-Hochschwarzwald, Stadt Freiburg
  • Zuständiges Ministerium: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg
  • Verwaltung:
    Regierungspräsidium Freiburg
    Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwarzwald
    Brand 24
    79677 Schönau im Schwarzwald
    Telefon 07673 889-402 4370
  • Internet-Link zur Darstellung der UNESCO
  • Internet-Link zur Verwaltung
  • Seite auf den Nationalen Naturlandschaften
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