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Daten und Fakten: Bildung weltweit

Daten aus dem UNESCO-Weltbildungsbericht 2016

  • Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2016 zeigt, dass bei anhaltenden Trends erst im Jahr 2042 alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung erhalten werden. Berechnungen zufolge wird eine universelle untere Sekundarschulbildung (in Deutschland Abschluss Sekundarbereich I) erst 2059 erreicht, eine universelle obere Sekundarschulbildung (in Deutschland Fach-/Hochschulreife oder abgeschlossene Lehrausbildung) nicht bis zum Jahr 2084. 
  • Die ärmsten Länder dieser Welt liegen laut Bericht weit zurück auf dem Weg zu chancengerechter und hochwertiger Bildung. Berechnungen zufolge werden sie Grundschulbildung für alle Kinder erst 100 Jahre später als die reichsten Länder dieser Welt verwirklichen.
  • Nur ein Prozent der ärmsten Mädchen und Frauen in ländlichen Gebieten schließen derzeit die obere Sekundarschulbildung ab und lediglich sechs Prozent der Erwachsenen in den ärmsten Ländern nehmen an Alphabetisierungskursen teil.
  • Auch wohlhabende Länder müssen deutlich mehr in Bildung investieren. Kein Land in Europa und Nordamerika wird es nach aktuellen Trends bis zum Jahr 2030 schaffen, allen Jugendlichen einen Abschluss im Bereich der oberen Sekundarschulbildung zu ermöglichen.

Nachhaltige Entwicklung durch Bildung gestalten

  • Bildung ist essentiell für das Erreichen der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele. Der UNESCO-Bericht macht deutlich, dass selbst ein langsamer Fortschritt im Bildungsbereich in den nächsten 15 Jahren einen erheblichen Einfluss auf die Verwirklichung zentraler Entwicklungsziele hat.
  • Bildung trägt entscheidend zum Bewusstsein für den Klimawandel bei. Dennoch werden der Klimawandel und weitere Umweltveränderungen weltweit lediglich in der Hälfte aller Lehrpläne genannt. Nur 40 Prozent der 15-Jährigen in OECD-Ländern haben grundlegende Kenntnisse über ökologische Fragestellungen und Themen.
  • Auch bei der Beseitigung von Armut spielt Bildung eine entscheidende Rolle. Das Erreichen einer universellen oberen Sekundarschulbildung in Entwicklungsländern könnte das Pro-Kopf-Einkommen bis 2030 um 75 Prozent erhöhen und 60 Millionen Menschen den Weg aus der Armut ermöglichen.
  • Bildung ist unabdingbare Voraussetzung für eine effektive Gesundheitsvorsorge. Mit einer angemessenen Bildung von Frauen aus Subsahara-Afrika beispielsweise könnte zwischen 2050 und 2060 der Tod von 3,5 Millionen Kindern verhindert werden.
  • Eine chronische Unterfinanzierung behindert Fortschritte im Bildungsbereich erheblich. Um die Finanzierungslücke zur Erreichung hochwertiger universeller Grundschul- und Sekundarschulbildung bis zum Jahr 2030 zu schließen, müssten sich die Budgets um ein sechsfaches erhöhen.

Daten aus dem UNESCO-Weltbildungsbericht 2015

In 52 Prozent aller Länder ist das Ziel der universellen Grundschulbildung erreicht, weitere 10 Prozent kommen diesem Ziel nahe:

  • Nur ein Drittel der Länder haben die Ziele einer "Bildung für alle" bis 2015 erreicht.
  • Im Jahr 2012 besuchten 121 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule. 204 Millionen waren es noch im Jahr 1999.
  • Die Anzahl der Kinder in vorschulischen Einrichtungen ist seit 1999 weltweit um zwei Drittel gestiegen und liegt jetzt bei 184 Millionen.
  • Seit 1999 hat sich die Zahl der Länder, die Lernstandserhebungen durchführen, verdoppelt. Zwischen 1999 und 2013 wurden über 1.000 nationale Lernstandserhebungen durchgeführt.

Ungleichheiten in der Bildung bleiben bestehen:

  • In einem Drittel aller Länder wurde Geschlechterparität in der Bildung nicht erreicht.
  • Geschlechterparität in der Sekundarschulbildung wurde in fast der Hälfte aller Länder nicht erreicht.
  • Kinder in Konfliktgebieten erhalten weiterhin keine Bildung: Der Anteil der Kinder, die keine Schule besuchen und in Konfliktgebieten leben, ist seit 2000 von 30 Prozent auf 36 Prozent angestiegen.
  • Nach wie vor sind fast zwei Drittel der 781 Millionen Analphabeten weltweit Frauen. So kann in Subsahara-Afrika jede zweite Frau nicht lesen und schreiben.

Bilanz der Ziele "Bildung für alle"

© UNESCO

Ziel 1: Die frühkindliche Bildung soll ausgebaut und verbessert werden, insbesondere für benachteiligte Kinder.

  • Im Jahr 2012 nahmen 184 Millionen Kinder weltweit an vorschulischer Bildung teil – ein Anstieg von fast zwei Dritteln seit 1999. 
  • Die Kindersterblichkeit sank von 76 Toten bei 1.000 Geburten im Jahr 2000 auf 46 Tote bei 1.000 Geburten im Jahr 2013.
  • Die Mangelernährung hat sich seit 1990 von 40 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2013 reduziert. In Subsahara-Afrika erfolgte diese Entwicklung deutlich langsamer – Mangelernährung sank von 48 Prozent auf 38 Prozent. 
© UNESCO

Ziel 2: Bis 2015 sollen alle Kinder – insbesondere Mädchen, Kinder in schwierigen Lebensumständen und Kinder, die zu ethnischen Minderheiten gehören – Zugang zu unentgeltlicher, obligatorischer und qualitativ hochwertiger Grundschulbildung erhalten und diese auch abschließen.

  • Obgleich Fortschritte auf dem Weg zur universellen Grundschulbildung zu verzeichnen sind (von 84% Einschulungsrate im Jahr 1999 bis 91% Einschulungsrate im Jahr 2007), besuchen heute noch immer 58 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schule. Seit 2008 stagnieren Fortschritte in diesem Bereich.
  • In Ländern mit unteren und mittleren Einkommen wird im Jahr 2015 eines von sechs Kindern die Grundschule nicht abschließen.
© UNESCO

Ziel 3: Die Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen sollen durch Zugang zu Lernangeboten und Training von Basisqualifikationen (life skills) abgesichert werden.

  • Heute sind etwa 30 Prozent mehr Jugendliche als im Jahr 1999 in der Sekundarschule eingeschrieben. Das sind fast 117 Millionen mehr Schüler als zuvor. Jedoch bestehen weiterhin große Differenzen zwischen den Weltregionen. 63 Millionen Jugendliche besuchten auch im Jahr 2012 keine Sekundarschule.
  • Im Jahr 2015 wird einer von drei Jugendlichen in Ländern mit unteren und mittleren Einkommen keinen Sekundarschulabschluss erhalten.
  • Wenn sich aktuelle Trends fortsetzen, wird eine universelle Sekundarschulbildung in diesem Jahrhundert nicht zu erreichen sein.
© UNESCO

Ziel 4: Die Analphabetenrate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll bis 2015 um 50 Prozent reduziert werden. Der Zugang von Erwachsenen zu Grund- und Weiterbildung soll gesichert werden.

  • Die Analphabetenrate unter Erwachsenen ist zwar seit dem Jahr 2000 um 23 Prozent gesunken, bleibt aber weiterhin hoch.
  • Mindestens 781 Millionen Erwachsene haben keine Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben. 64 Prozent der erwachsenen Analphabeten sind Frauen.
  • Fortschritte bei der Alphabetisierung Erwachsener sind hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass gebildete junge Menschen das Erwachsenenalter erreichen.
© UNESCO

Ziel 5: Bis 2005 soll das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarbildung überwunden werden. Bis 2015 soll Gleichberechtigung der Geschlechter im gesamten Bildungsbereich erreicht werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Verbesserung der Lernchancen für Mädchen liegen muss.

  • Etwas weniger als ein Drittel aller Länder weltweit hat 2015 Geschlechterparität im Grundschulbereich nicht erreicht. Fast die Hälfte der Länder hat dies im Sekundarschulbereich nicht durchsetzen können.
  • Geschlechterspezifische Ungleichheiten in der Sekundarstufe nehmen gleichwohl ab.
© UNESCO

Ziel 6: Die Qualität von Bildung muss verbessert werden.

  • Die Anzahl der Länder, die Lernstandserhebungen durchführen, hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.
  • Das Schüler-Lehrkraft-Verhältnis hat sich in über 80 Prozent der Länder verringert. Dennoch fehlen weltweit 4 Millionen Lehrkräfte, um eine universelle Bildung zu erreichen.
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